Star Wars: The Force Unleashed 2 - Preview
Jar Jar Unleashed
In „Attack of the Clones“ lernten wir, dass im Star Wars-Universum Menschen geklont werden können, denn der dunkle Senator Palpatine ließ auf dem Planeten Kamino eine ganze Duplikat-Armee heranzüchten. Offensichtlich ist es aber nicht möglich, Jedi und Sith samt ihren Machtkräften zu klonen, sonst hätte diese Armee wohl ein wenig mehr auf dem Kasten gehabt. Auch das „Extended Universe“, sprich die unzähligen Bücher rund um die Sternensaga, bestätigen, dass es keine sonderlich gute Idee ist, Machtkundige duplizieren zu wollen (und schon gar nicht schnell).
Umso verdutzter schaut man dann natürlich, wenn man beobachtet, wie sich ein Klon von Jungspund Starkiller, dem betrogenen Schüler des mächtigen Lord Vader, einen Weg aus den Anlagen Kaminos bahnt. Und es handelt sich definitiv nicht um dieselbe Person. Der geklonte Starkiller.....Moment, sollte er nun nicht Staarkiller heißen, mit zwei „A“, wie es die Thrawn-Trilogie besagt? Egal, Der neue Starkiller fängt mit seinen Fertigkeiten ganz von vorne an und muss sich wirksame Machtkräfte erneut verdienen. Aus spielerischer Sicht wirkt er jedoch agiler denn je. Ein besseres Zielsystem für Machtkräfte und noch akkuratere Physikberechnungen lassen seine Aktionen effektiver wirken als noch im Vorgänger. Dazu ein paar knackigere Texturen und monströse Bossgegner - fertig ist das neue Force Unleashed?
Nein, das lässt sich so nicht sagen. Zugegeben, es hat sich nur wenig Weltbewegendes im Spielablauf getan. Der nicht gerade zimperliche Held schnetzelt sich weiterhin durch mehrere Batallione Strumtruppen wie Dieter Bohlen durch die Musikindustrie. Mühelos schnappt er sich praktisch wehrlose Soldaten per Telekinese und lässt sich über dem Abgrund baumeln, knallt sie mit Karacho gegen die nächste Wand oder schneidet sie mit zwei Lichtschwertern in mundgerechte Portionen. Im Grunde alles altbekannt und lediglich mit neuen Feinheiten garniert. Zum Beispiel dem „Jedi Mind Trick“, mit dem ihr Gegner zu Handlungen zwingt, die sie gar nicht wollen. Man lacht jedenfalls nicht schlecht, wenn ein Sturmtruppler mehr oder minder freiwillig in den nächsten Abgrund hüpft, als stürze er in ein Schwimmbecken.
Dennoch vermag das Entwicklerteam, bei dem 80% der Belegschaft bereits bei Teil eins dabei waren, den Gesamteindruck noch einmal rasanter und eindrucksvoller zu gestalten. Speziell Größenunterschiede werden durch mehr Grafikaufwand und geschickte Kamerafahrten noch besser vermittelt. Sicherlich war es schon beim Vorgänger beeindruckend, aus der Ferne einen Sternzerstörer zu plätten, aber die direkte Auseinandersetzung mit einem turmhohen Gorog-Koloss, ist mitreißender. Gegen den ist ja selbst der Rancor ein Zwerg.
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Darcody
17.06.2010, 16:59 Uhr