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Test zum Spiel: Spore Spiel-Test

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Plattformen:
NDS, PC
Release:
Nintendo DS: 07. September 2008
PC: 07. September 2008
Status:
Released
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Maxis
Genre:
Anderes
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

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Sebastian Thor | 08.09.2008, 13:40 Uhr

Spore - Test
Die Welt gehört dir

1 3 4 Wertung

Will Wright schickt euch auf eine Reise vom Einzeller zum intergalaktischen Genie. Das klingt erstklassig. Das sieht schick aus. Und macht dank des Editors richtig viel Spaß. Ob sich neben der Frankenstein'schen Bastelfreude auch spielerischer Tiefgang versteckt, wollten wir genau wissen.
Seid ihr ein bisschen müde? Okay, dann lassen wir heute den ganzen überflüssigen Ballerkram hinter uns und machen stattdessen lieber etwas Evolution. Die beginnt ganz einfach, nett und überschaubar: als Einzeller in den Tiefen der Ursuppe. Viel mehr bleibt von eurem Planeten auch nicht übrig, nachdem ein Meteor hinabstürzt und gewissermaßen den Format C-Befehl erteilt, der euch an die Anfänge der Erdgeschichte zurückversetzt. Schon hier zählt das Gesetz des Stärkeren; hier kristallisieren sich Unterschiede zwischen den Spezies heraus, die eure spätere Spielweise beeinflussen. Pflanzen-, Fleisch- oder Allesfresser? Jäger oder Gejagter? Nachdem ihr euch für eine Richtung entschieden habt, findet ihr euch mitten in diesem evolutionären Haifischbecken wieder - zwischen all den fantasievollen Wesen, die tänzelnd durch den Pool schwirren. Ihr müsst nichts weiter tun, als eure Zelle mit Mausklicks durchs kühle Nass zu scheuchen und je nach Gesinnung grüne oder rote Organismen zu verschlingen.

Keine spielerische Substanz, aber sehr nett anzusehen: Die erste Phase der Evolution präsentiert sich eher als Minispiel.

Dieser stetige Konsum speist eine grüne DNA-Leiste, die den Evolutionsfortschritt in jeder der fünf Phasen angibt. Aber Vorsicht, ihr seid hier nicht allein. Gefräßige Räuberzellen umschwirren euch, reißen den Schlund auf und beißen kraftvoll zu. Was aber auch im Extremfall kein Problem ist, denn sterben könnt ihr in Spore nicht - in keiner der fünf Phasen. Stattdessen werdet ihr wiederbelebt, könnt sofort zurück ins Spielgeschehen. Spore ist niemals frustrierend, niemals unfair, oftmals fast schon zu seicht. Aber selbst wenn man das Zeitliche segnet, wird man - zumindest in der zweiten Phase - Zeuge, wie der eigene Schützling putzig animiert aus dem Ei schlüpft. Überhaupt verzichtet Maxis gekonnt auf Worte oder lange Texte. Emotionen und Stimmungen werden über die Kreatur, über ihr Verhalten und die Interaktion mit anderen Wesen transportiert. Manchmal ist ein kleiner Freudentanz eben Belohnung genug; erst in späteren Stunden folgen richtige Dialoge. Gerade anfangs lehnt man sich immer wieder genüsslich zurück und schmunzelt, wenn der Geschlechtspartner auf Tastendruck antanzt und einen Schwall rosafarbener Herzchen hinter sich herzieht.

David gegen Goliath? Diesen bulligen Gesellen sollte man lieber meiden, obwohl er ein paar richtig gute Körperteile bewacht.

Genau den braucht ihr nämlich, um euch fortzupflanzen. Oder besser gesagt: um euch all die Teile an den Körper zu pappen, die im kühlen Nass umhertreiben. An dieser frühen Stelle sind die Gestaltungsmöglichkeiten noch relativ begrenzt; der mächtige Editor deutet bestenfalls an, welche kreativen Ergüsse später machbar sind. Wie wär's für den Anfang mit einem Stachel, um gefräßigen Angreifern ein Schnippchen zu schlagen. Oder ein paar zackigen Stromstößen? Obwohl die gestalterischen Freiheiten noch keine Grenzen sprengen, beflügelt Spore die Fantasie und Neugierde. Man will weiterspielen, will sich entwickeln, in die Tiefen dieses Baukastens vordringen. Und fühlt sich wie in Beautiful Katamari, wenn der Organismus wächst, wenn sich die Größenproportionen verschieben und riesige Algen plötzlich zum mundgerechten Häppchen werden. Wenige Minuten später endet die erste Phase, der DNA-Balken ist rappelvoll, es geht endlich an Land.

Bevor ihr in der Kreaturenphase loslegen könnt, müsst ihr die klapprige Ansammlung von Zellen zum konkurrenzfähigen Lebewesen befördern, das an Land über die Runden kommt. Dazu gehören zum Beispiel Arme und Beine, denn ohne Gliedmaßen, quasi als rollender Kopf mit Augen, sieht man zwar witzig aus, macht aber keinen Stich gegen die anderen Spezies, die es ebenfalls hierher geschafft haben. Jetzt legt Maxis endlich den größten Joker auf den Tisch, weitet den Umfang des Editors nach und nach mit Klauen, Augen, Beinen, Füßen und weiteren Körperteilen aus. Aus einem kleinen Klumpen wird endlich ein richtiges Lebewesen, das ihr nach Lust und Laune zusammenschrauben könnt. Ein vierbeiniges Monstrum mit Klauen und Glubschaugen? Ein aufrecht gehender Tanzbär, der sich mit Rhythmus und Charme ins Herz der anderen Spezies schunkelt? Der Editor lässt euch alle Freiheiten, um sämtliche Körperteile in der Größe und Breite anzupassen, woraus unzählige mal kuriose, mal bemitleidenswerte oder putzige Kombinationen hervorgehen. Allein damit kann man problemlos mehrere Stunden verbringen, ohne einen Schritt in der Welt zu tun. Danach könnt ihr auf vorgefertigte Farbschemata zurückgreifen, oder ihr wählt aus einem umfangreichen Pool und verpasst dem Körper eures Protegés einen eigenen Anstrich.

1 3 4 Wertung




Die Welt gehört dir Kommentare (4)

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Guildmaster89

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Friendinvite

14.09.2008, 13:09 Uhr

Ich find das Spiel hammer.Ich hab jetzt schon 4 mal alles durchgespielt und denke das ich nachher die 5 Runde starte.

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chaz0r

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Friendinvite

12.09.2008, 14:40 Uhr

Hm...die meisten Tests meinen, dass die Strategiespiel-Phasen nicht genug Tiefgang bieten. Ist ja nicht unbedingt falsch, aber kaum ein Test denkt auch mal daran, dass Spore nicht in die Richtung eines Warcraft 3 o.ä. gehen will. Ist also ein zweischneidiges Schwert, ob man nun Punkte abzieht oder nicht. Ich finde immernoch, dass Spore auf jeden Fall ne 80er Wertung verdient hat.

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OsirisDawn

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Friendinvite

09.09.2008, 19:06 Uhr

Guter, fairer Test.
Persönlich bin ich schwer enttäuscht, denn ab der Tribal -Phase fand ich das Spiel sehr langweilig. Hab ein paar Stunden in die Galactic Phase gespielt und habe leider keine Motivation mehr das Spiel zu starten. Schade.

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Plumpy

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Friendinvite

09.09.2008, 18:12 Uhr

Ich finde es ist schwer Spore zu bewerten.

Die Grafik wird heutzutage sehr hoch angesehen, und da kann Spore einfach nicht mithalten. Genau das gleiche auch beim Sound. Zwar hat dieser einen nicht so hohen stellen wert, doch trotzdem ist er nicht auf dem heutigen Standart. Und das auch mit absicht. Es passt einfach, mehr nicht. Die Punkte in denen das Gameplay bewertet wird sind auch einfach so, dass sie zu 98% der Spiele gut anzuwenden sind. Doch bei Spore passt das einfach nicht. Spore macht einfach etwas anderes aus, dass Gefühl wie es sich spielen lässt.
Zwar hat es deshalb noch keine 90er Wertung verdient, aber man sollte sich nicht vor den niedrigen Wertungen abschrecken lassen.
Spore ist einfach kein Standart.

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