Wen man an qualitativ hochwertige deutsche Spiele denkt, fallen einem spontan Namen wie Crytek oder Blue Byte ein, die mit Crysis, respektive Anno, große Erfolge feiern. Dann kommt lange nichts. Ein junges Unternehmen aus Berlin solltet ihr euch aber wohl gut merken: Yager. Wenn nicht alles täuscht, werkeln die nämlich seit bereits fünf Jahren an einem Third-Person-Shooter, der das Grundgerüst zum Hit besitzt: Spec Ops: The Line.
Beim Anschauen des aktuellen Trailers oder beim Anspielen der Introsequenz aus der Preview-Version fallen Begriffe wie "Duty" und "Honor", wir ballern uns während einer Railshooter-Passage mit einer Heli-Minigun durch das Geschehen - wartet da etwa noch ein weiteres, vor Pathos und Klischees strotzendes Schießspiel auf uns? Und das, obwohl die Beschreibung des Spiels gegenteilige Hoffnungen weckt, davon spricht, dass es im Krieg kein "Happy End" gebe? Zum Glück nicht, die nächsten anderthalb Stunden des Vorschau-Spielzeitraumes zerstreuen meine Befürchtungen genauso, wie Art Director Mathias Wiese: "Es gibt einfach nicht die großen "Die ganze Armee greift den Strand an Szenarien". Viele Gefechte gehen einem Nahe, weil auch Zivilisten in der Nähe sind. Unsere Vorbilder sind eben auch Filme wie 'Apocalypse Now' und 'Heart of Darkness'. Es geht darum, was mit den Soldaten passiert, was in ihrem Kopf vorgeht, wie sie sich weiterentwickeln. Wie sie von Entscheidungen ihrer Vorgesetzten schockiert sind, diese als inakzeptabel ansehen. Und trotzdem gibt es eine Kommandokette, an die sie sich halten müssen. Und das führt zu interessanten Ergebnissen. Die Art, wie sie miteinander sprechen und Kommandos befolgen, ändert sich etwas über die Zeit. Es geht nicht die ganze Zeit 'Hurra-patriotisch, wir machen alles, was der Captain sagt', ab."
Bilderstrecke: Screenshots zu Spec Ops: The Line - dem Premium-Shooter aus Deutschland
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... im Krieg gibt es nur Verlierer. Trotz dieser Flaggen wird Spec Ops: The Line kein pathetisch, patriotischer Ami-Shooter ...
Und das ist gut so. Wenn auch die Location Dubai, mit ihren Sandbergen oder dem angrenzenden Meer das Gegenteil zum Dschungelkrieg in Vietnam darstellen, so lassen sich doch etliche Parallelen zu Antikriegsfilmen wie "The Thin Red Line" (1998) ziehen. Natürlich steht bei einem Shooter und so auch bei Spec Ops: The Line das Ballern im Mittelpunkt, doch anders als bei vielen aktuellen Konkurrenzprodukten, durchlaufen die Soldaten einer Delta-Force-Einheit, die den Auftrag hat, Zivilisten aus dem von Sandmassen verschütteten Dubai zu bergen und verschollene Kameraden ausfindig zu machen, eine menschlich nachvollziehbare Entwicklung.
Sie stellen etwa Befehle und Entscheidungen infrage, die ihr als Captain Martin Walker in gewissen Momenten als befehlshabender Offizier des Dreimanntrupps treffen müsst. Stellt euch euer irrer Gegenspieler etwa vor die Wahl, eine von zwei Geiseln zu erschießen, steckt ihr in einem moralischen Dilemma. Aber auch in einer solchen Situation bleibt einem ein dritter Weg offen - der des Widerstands. Das führt zwar letztendlich nicht zu unterschiedlichen Handlungsverläufen oder gar verschiedenen Enden, ändert aber in den konkreten Sequenzen den Spielverlauf. Statt Hinrichtung und freien Geleits muss man sich beispielsweise durch eine Armada von Scharfschützen kämpfen. "Man wird selber oft vor die Wahl gestellt, wir nennen das die 'Choice between bad and worse'", erklärt Wiese diesen interessanten Ansatz während der Hands-On-Phase.
Sie müssen noch ein wenig an der KI feilen. Hab auf den Videos gesehen dass sie kaum Deckung genutz haben. Aber sonst verspricht das ein sehr geiles Spiel zu werden. Erster Military-Shooter den ich mir auf jeden Fall zulegen werden!
Wenn der Multiplayer auch nocht besser wird (sah Videos davon und war nicht wirklich begeistert davon) dann könnte Spec Ops the Line ein Millionenerfolg werden
XellDincht
25.11.2011, 20:38 Uhr
Wenn der Multiplayer auch nocht besser wird (sah Videos davon und war nicht wirklich begeistert davon) dann könnte Spec Ops the Line ein Millionenerfolg werden