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Plattformen:
PS3, XBox 360
Release:
Playstation 3: 11. Oktober 2007
XBox 360: 27. September 2007
Status:
keine Angabe
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
Electronic Arts
Genre:
keine Angabe
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
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Torsten Kägler | 09.10.2007, 16:21 Uhr

Skate - Test
Tony, zieh dich warm an!

1 Wertung

Über Jahre war Tony Hawk relativ einsam auf der Videospiel-Halfpipe, doch nun setzt Electronic Arts mit skate an und will den Skaterkönig von seinem Thron stoßen. Sind die Tricks gelungen oder bricht am Ende das Board auf der Rail?
Es waren unglaubliche Zeiten, als im lokalen Spielecenter der erste Skateautomat stand und man sich auf das Board stellen konnte, um mit Tony Hawk in seinem ersten Spiel - damals noch auf der PSOne - erste Tricks zu vollführen. Alles, was zuvor an Skate-Spielen veröffentlicht wurde, konnte man getrost vergessen. Umso begeisterter war die Fangemeinde, als auch der zweite Ableger die Erwartungen erfüllen konnte. Man wollte gar nicht mehr aufhören, auf PC und Konsole mit seinem Superskater die Rails, Pipes und Locations unsicher zu machen und einen Trick nach dem anderen abzufeuern. Mittlerweile hat sich allerdings ein wenig Eintönigkeit breit gemacht: Spiele wie Downhill Jam sind zwar ein netter Zeitvertreib, aber viele Spieler fragen sich: Wird es nicht langsam mal Zeit für einen neuen König in der Skatewelt?

Nach Jahren der Dominanz ist Activision angreifbar geworden, denn nicht mehr alle Spieler sind loyal zu Tony und halten nach anderen Skatespielen Ausschau. Electronic Arts will die Gelegenheit nutzen und mit skate für eine Revolution sorgen. Einst schaffte man es mit Fight Night, neuen Schwung in ein Genre zu bringen und zeigte damit auf, dass ein Boxspiel mehr bieten kann als nur einfache Kombos, mit denen man dem Gegner die Nase platt haut. Mittlerweile ist Fight Night zur Referenz im Boxsport geworden und gilt als Messlatte in der Branche. Mit skate soll ein ähnlicher Erfolg erreicht werden. Doch schnell zeigt sich, dass es nicht nur ein Versuch ist, sondern ein sicheres Pferd, auf das Electronic Arts gesetzt hat.

Es ist keine Anmaßung, neue Wege zu beschreiten. Im Hause EA ist man siegesbewusst und grenzt sich sofort ab. Keine billige Tony Hawk-Kopie liegt im Laufwerk - das wird schnell deutlich. Denn die Fun-Sportart wird erwachsen, die Simulation erweckt und gerade alten Hasen der Szene, die mit einem Board in der Hand geboren wurden, wird dies ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Vorbei die Zeiten, als man mit einem großen Star der Szene an der Hand durch die Skatewelten wandelte. Von nun an muss man sich selbst einen Namen machen. Der Weg ist das Ziel und dabei fällt man schon mal auf die Nase. Dies liegt auch daran, dass man sich als virtueller Skate-Veteran an eine gänzlich neue Steuerung gewöhnen muss. Tony Hawk sollte man jedenfalls schnellstens vergessen.

Eine Kopie von Tony Hawk soll Skate nicht sein und dies wird schnell deutlich, schon die Steuerung unterscheidet sich deutlich.

Erstaunlich realistisch und intuitiv präsentiert sich die Controllerbelegung, bei der beide Analog-Sticks verwendet werden, um möglichst viel Freiheit, Übersichtlichkeit und Schnelligkeit zu bieten. Mit dem linken Stick steuert man in erster Linie die Körperbewegungen und kann so etwa das Gewicht verlagern, um beim Fahren einer Pipe mehr Schwung aufzunehmen oder beim Absprung höher zu kommen. Außerdem kann man auf diese Weise Kurven sehr viel genauer anschneiden. Die Eleganz hat vor allem Tony Hawk gefehlt. Mit der Steuerung von skate werden die Bewegungen flüssiger, die Möglichkeiten größer und die Augen strahlender. Mit dem rechten Analogstick kann man Flips, aber auch Manuals schnell durchführen, denn alle Tricks sind auf diesem Stick vereint und erleichtern damit auch die Übersicht bei den umfangreichen Kombinationen. Längst nicht genug der flinken Bewegungen: Wie angesprochen soll skate eine Simulation sein. Mit "X" und "A" werden der linke sowie der rechte Fuß gesteuert und mit den beiden Triggern die Hände kontrolliert. Klar, dass sich daraus eine Hülle und Fülle an Bewegungsmustern ableiten lassen, die es in dieser Form bisher nicht gab.

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