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Test zum Spiel: Sinking Island - Mord im Paradies Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 10. Oktober 2007
Status:
keine Angabe
Publisher:
Daedalic Entertainment
Entwickler:
Benoît Sokals White Birds Productions
Genre:
Adventurespiel
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
daedalic.de
Fanseite:
keine Angabe
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Alexander Glup | 31.10.2007, 14:18 Uhr

Sinking Island - Mord im Paradies - Test
Es war nicht der Gärtner!

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Eine abgelegene Insel, ein Mord und viele Verdächtige sind der Inhalt dieses Krimi-Adventures. B. Sokal möchte nach dem eher enttäuschenden Paradise mit Sinking Island wieder einiges an Boden gutmachen.
Jack Norm hätte sich sicherlich einen anderen Auftrag gewünscht: Sein Chef schickt ihn auf die abgelegene Insel Sagorah, wo er den Tod des Millionärs Walter Jones untersuchen soll. Der Macker geht davon aus, dass es sich um einen Unfall handelt und Norm bereits nach einem Tag wieder zurück im Revier ist. Schnell stellt sich jedoch heraus: Es war Mord, eiskalter Mord. Aber wer ist der Killer und welches Motiv steckt dahinter?

Walter Jones Leiche zeigt deutliche Spuren, es war also Mord!

Auf der verregneten Insel muss erst einmal der Tatort genauer begutachtet werden. Hubert Nolent, der Anwalt der Familie, führt euch auf das Eiland. Hier beginnt die normale Kriminalarbeit: Es werden Fotos gemacht, Spuren gesammelt und Beweise eingetütet. Aber keine Sorge, ihr müsst keine ausgebildeten Forensiker sein, um den Spuren zu folgen. Der Cursor verwandelt sich automatisch in das jeweilige Handlungssymbol.
Die verdächtigen Gegenstände werden im Personal Police Assistent, oder kurz PPA, gespeichert. Dabei handelt es sich um drei Wissensdatenbänke. In der Personendatenbank werden alle Einzelheiten über die vernommenen Personen gespeichert. Die Hinweisdatenbank speichert allerlei Beweise, hier können praktischerweise auch gefundene Gegenstände oder verschiedene Arten von Abdrücken - sei es nun Finger- oder Fußabdruck - verglichen werden. Die Ermittlungsdatenbank zeigt anhand eines Puzzles den Spielfortschritt. Sofern ihr eine der gestellten Aufgaben gelöst habt, wie zum Beispiel: "Ist Walter Jones durch einen Unfall ums Leben gekommen", wird nach und nach ein Bild sichtbar.

Das Rätseldesign ist komplex, weicht aber nicht von den üblichen Adventuremaßstäben ab. So sammelt ihr nicht nur Gegenstände, sondern regelrecht Aussagen und Beweise. Im Grunde handelt es sich um die Vermischung zwei verschiedener Genreausrichtungen: Man nehme die Spurensuche aus den CSI-Games und vermenge sie mit den typischen Elementen eines Adventures (z.B. Geheimakte Tunguska) - heraus kommt Sinking Islands. Hierbei muss aber erwähnt werden, dass gerade der CSI-Teil doch stark abgespeckt wurde. Der Protagonist trägt keinen Koffer mit sich herum und auch wildes Geklicke auf Beweisstücke, um Spuren zu sichern, entfällt.

Das Gesprächssystem ist einfach gehalten und entspricht den gängigen Multiple-Choice-Dialogen - auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. Spricht Jack einen NPC an, wechselt das Spiel in die Nahansicht. Am unteren Rand könnt ihr zwischen verschiedenen Dialogoptionen wählen, die jeweils mit einem kleinen Symbol unterlegt werden. Hat man zum Beispiel eine abgerissene Halskette gefunden, klickt man auf das Symbol und der Polizist formuliert eine entsprechende Frage, die zum Thema passt.

Wurden alle Beweise in einem Abschnitt gesammelt, das kann mit den Hinweisen auch gerne mal mehr als ein doppeltes Dutzend sein, müssen die Stücke kombiniert werden. Dies geht nur, wenn man auch tatsächlich allen Zeugenaussagen und Hinweisen folgt. Das PPA speichert glücklicherweise das Meiste in kurzer Textform ab, sodass der Spieler jederzeit auf die Verhöre zurückgreifen kann.

Die Hintergründe sind schön gezeichnet und machen Sinking Island zu einem Hingucker.

Als Bonus wartet das Spiel mit einem weiteren Spielmodus auf. Unter Zeitdruck müsst ihr den Mörder von Walter Jones - wäre hätte es gedacht - in einer vorgegeben Zeit finden. Ob der Modus nun Sinn macht oder nicht - in der Regel möchten Fans des Genres lieber in Ruhe die Rätsel lösen, ohne dabei ständig auf die Uhr schauen zu müssen.

Landschaften und Innenräume sind sehr schön gezeichnet - überzeugen auf der einen Seite mit viel Dynamik oder enttäuschen ein anderes Mal mit zuviel Statik. Ein paar mehr Details hätten der Stimmung und Atmosphäre gut getan. Die Charaktere entzücken mit schönen fließenden Bewegungen. Weniger gelungen ist die Gesichtsmimik, die manchmal etwas verzerrt und dadurch unglaubhaft wirkt. Sound und Musik sind äußerst abwechslungsreich. Vor allem die Hintergrundgeräusche sind gelungen und fördern dezent die allgemeine Akustik in Gesprächen. Etwas schwächer sind die Synchronsprecher: Hier herrscht ein ständiges Hui und Pfui an Motivation und Qualität.

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