Singularity - Test
E99 ist kein Farbstoff
Doch Gott hat vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Ohne Forschung kein sowjetisches Amerika. Darum ließen die Kommunisten ihre geheime Entwicklungsstätte abschotten, Tests durchziehen und allerlei ethisches Schindluder treiben. Bei dem natürlich etwas schief geht: Hier geht mal einer Hops, da kommt es mal zu Mutationen – fertig ist die Rahmenhandlung.
Als Einstieg und erster Schritt zur Hinweisverfolger aller Geschehnisse der Vergangenheit, wird ein amerikanischer Trupp auf die strahlende Insel geschippert. Unter ihnen Nathaniel Renko, der Protagonist und Mann für gefährliche Einsätze. Viel mehr als diese knappe Information erfährt man über den spielergesteuerten Marine nicht, über den Ort des Unheils jedoch schon. In etlichen Notizen, Tonbandmitschnitten, Videos und ausgehängten Daten wird die Geschichte des Ortes anschaulich aufgedrängt, ohne aber jedes Detail sofort zu verraten.
Sequenzen mit geisterhaften Gestalten erschließen zurückliegende Ereignisse der Räume, in denen man sich befindet, und sorgen für atmosphärisches Kribbeln im noch recht gegnerarmen Startgebiet. Ja, da steckt ein Survival-Shooter unter der Verpackung. Ein bisschen Skepsis und Respekt vor jeder Ecke ist berechtigt und der Blick auf den Munitionsvorrat kein schlechter.
In den Ruinen der Forschungseinrichtungen tummeln sich mutierte Menschen und geben dem Genre seinen letzten Schliff. Auch eine gute Portion Klischee, aber halten wir die Kritik noch etwas zurück. Diese Biester haben ihrer Natur gemäß eine herausragende Konstitution und sind blöd wie ein Eimer Wasser in der Sauna. Die KI kann hier keine Fehler machen. Ihre robuste Art, Kugeln mit dem Körper aufzuhalten, lässt den Abzugsfinger schwitzen und den Blick auf die übrigen Munitionsvorräte nervöser werden. Kopfschützen werden dieses Problem allerdings niemals haben, weil die Viecher dort keine Steinplatten drunter haben. Einen Schwamm vielleicht, aber nichts Massives.
Zur Spielkomponente „Kampf“ gesellen sich kleine Rätseleinlagen, die als einzeln betrachtete Aufgaben unter Umständen eher als nebensächlich zu bezeichnen sind, in der Summe aber für ein nötiges Maß an Abwechslung sorgen. Insbesondere ab dem Zeitpunkt, wenn man selbst in den Besitz des ZMG gelangt.
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Arafax
02.07.2010, 00:27 Uhr
nizzie
01.07.2010, 13:53 Uhr
Deswegen ignoriert man deutschsprachige Games komplett. Synchro ist eigentlich immer mieser als das Original und selbst wenn der Publisher uns erzählt nichts sei geschnitten muss diese Aussage noch lange nicht der Wahrheit entsprechen.
Quietschgurke
01.07.2010, 13:49 Uhr
Weil man glaubt, dass die sich noch bewegenden Typen gleich wieder aufstehen könnten - siehe Left 4 Dead, worin die Angst vor dem zweiten Angriff schlicht ausbleibt.
Okay
nicht durchgängig, aber in verschiedenen Situationen schon.
Driman
01.07.2010, 13:48 Uhr
Dann weißt du warum das so ist.
endusia
01.07.2010, 13:46 Uhr
nizzie
01.07.2010, 13:45 Uhr
Gordon sprach auch nie was. Von Gordon weiß man dass er Wissenschaftler oder irgendein Physikerheini ist. So weiß man dass der Protagonist in Singularity ein US Soldat ist. Dasselbe gilt für eigentlich jeden FPS. Von daher kann ich diesen Kritikpunkt nicht ernst nehmen. Die wenigsten Spiele lassen den Hauptcharakter irgendwas sprechen, was ich völlig in Ordnung finde - da man ihn dadurch mit dem Spieler besser verschmelzen lässt.
Driman
01.07.2010, 13:44 Uhr
Ich liebe Shooter wo man eine richtig gute Atmo hat (The Darkness, Bioshock usw.)
Zamzamah
01.07.2010, 13:40 Uhr
Hab den nie sprechen gehört.
Aber der Kritikpunkt kann dennoch berechtigt sein, je nachdem, was man vom Spiel erwartet.
Bei Bioshock wars ja genauso: Die Hauptfigur hatte keinen Charakter. Zwar kann man das bei Bioshock storymäßig erklären, dennoch wäre es anders besser gewesen.
Bei CoD4 wars ja ähnlich, ebenso MW2. Wobei es hier noch halbwegs ging, weil man den Charakter kennt. Auch wenn er lieblos gestaltet ist.
Ich sehs bei nem Shooter nicht so sehr als starken Negativpunkt, auch wenns mir anders lieber wäre.
Quietschgurke
01.07.2010, 13:32 Uhr
Über Gordon Freeman weiß man aber wenigstens etwas, im Gegensatz zu Nathaniel Renko. Wenn er dann nicht mal in Gesprächen ein bisschen Charakter zeigt, ist das für mich ein Contra-Punkt. Wenn auch nur ein kleiner. Außerdem hab ich HL nicht getestet ^^.
Lazaruz
01.07.2010, 13:26 Uhr
HL funktioniert aber anders.