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Test zum Spiel: Siedler II - Die nächste Generation Spiel-Test

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Plattformen:
PC
Release:
PC: 07. September 2006
Status:
keine Angabe
Publisher:
Ubisoft
Entwickler:
Blue Byte
Genre:
Strategiespiel
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
diesiedler2.de.ubi.com
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

Test
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Jan Ellers | 20.08.2006, 13:53 Uhr

Siedler II - Die nächste Generation - Preview
Endlich wieder Wuseln

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Wir gehörten zu den glücklichen die eine der fast voll funktionsfähigen Previewversionen spielen durften. Unsere Erlebnisse findet ihr natürlich in unserer Vorschau.
Lang, lang ist's her, 1996 um genau zu sein. Die Siedler II Veni, Vidi, Vici erschien für den PC. Die jüngeren Leser werden den Titel kaum noch kennen, viele andere haben die halbe Jugend mit Siedler II verbracht, es war der Erfolg für Blue Byte und das Gesprächsthema schlechthin auf den Schulhöfen neben dem Titelgewinn in der Europameisterschaft. Kleine knuddlige Pixelhäufchen trugen Waren über die Straßen, hackten Holz und wenn mal nichts zu tun war sprangen sie Seil, lasen Zeitung oder bliesen Kaugummiblasen. Siedler II prägte übrigens einen Begriff der sich seitdem unter den Spielern verbreitet hat: Der Wuselfaktor.Der musste unter dem fünften Siedler-Teil durch die 3D-Engine etwas leiden und bevor die Evolution der Siedler voranschreitet mit einem sechsten Teil kehren Blue Byte und UbiSoft zu ihren Wurzeln zurück. Siedler II Die nächste Generation heißt der Titel der von Funatics entwickelt wird. Es ist ein komplettes Remake des ursprünglichen Siedler II und soll mit dem altbewährten Spielprinzip neues Geld in die Kassen spülen. Das klingt nun nach böser Abzocke, ohne viel Aufwand den großen Reibach machen. Das ist es aber keinesfalls. Zwar wurde die Entwicklung ausgelagert - Funatics (Cultures) ist dafür verantwortlich - dennoch wurden keine Mühen gescheut. Es wurde zum Beispiel eine komplett neue Grafikengine selbst entwickelt. Ansonsten blieb fast alles beim Alten oder wie Andreas Balfanz im OnlineWelten Interview sagte: "Unserer Meinung nach sieht die Siedler II jetzt so aus, wie es 1996 ausgesehen hätte, wenn damals auch die technischen Möglichkeiten von heute vorhanden wären."

Das Spielprinzip sah damals wie heute eigentlich relativ einfach aus. Es gibt ein Haupthaus in dem einige Siedler, Soldaten und Rohstoffe gelagert werden. Nun beginnt das große Siedeln. Eine wichtige Grundlage für weitere Bauvorhaben ist das Holz, es muss vom Holzfäller geschlagen und im Sägewerk verarbeitet werden. Damit der Holzfäller immer genug zu Hacken hat gibt es noch einen Förster, der immer wieder neue Bäume pflanzt. Die meisten Produktionsketten bestehen aus drei Stationen: Am Bauernhof wird Weizen geerntet, von der Mühle gemahlen und vom Bäcker gebacken. Das Brot kommt zur Stärkung der Arbeiter in die Minen die dort Kohle, Eisen, Granit und Gold fördern. Das Eisenerz wird mit Hilfe der Kohle zu Eisen geschmolzen, dass wiederum zu Werkzeugen oder Waffen verarbeitet wird. Der ganze Trick dabei ist die Optimierung der Produktionswege und Abläufe. Die Eisenschmelze sollte also nicht am anderen Ende der Karte liegen, an Wegkreuzungen dürfen nicht zu viele Rohstoffe liegen sonst kommen die Träger ins Stocken. Dies endet auch schon mal im so genannten Mikromanagement. Welcher Rohstoff hat beim Transport die höchste Priorität? Soll das Kohle oder Eisenbergwerk nun bevorzugt mit Nahrung versorgt werden? Bekommen Schmiede oder Schlosserei das Eisen? Und wer bekommt am meisten Weizen - Bäckerei, Esel- oder Schweinezucht? So siedelt man friedlich vor sich hin und erbaut sich eine stabile, funktionierende Wirtschaft. Friedlich? Nein, nicht ganz. Da gibt es auch noch einige andere Völker die einem nicht immer freundlich gesinnt sind, wegen sprachlicher Barrieren oder anderen Motiven. Nubier und Asiaten sind solche Völker und stören den Frieden in der neuen Welt die von den Römern entdeckt wurde.

Echtzeitstrategiespiele wie Warcraft oder Command and Conquer feierten 1996 schon ihre Erfolge, das war für Blue Byte aber noch lange kein Grund dies nach zu armen. Im originalen Siedler 2 konnte man keinen Siedler direkt steuern, das galt somit auch für die Soldaten. Die Kämpfer konnte man mit Schwert, Schild und Bier ausheben. Diese warteten so lange im Haupthaus bis eine Baracke, ein Wachturm oder eine Festung besetzt werden musste. Diese drei Gebäudearten fassten unterschiedlich viele Soldaten. Besetzte Militärgebäude erweiterten das Gebiet auf dem der Spieler siedeln konnte. Somit hat man im Inland möglichst die kleinen Baracken gebaut und sobald man auf den Feind traf große Festungen. Große Truppenansammlungen an der Grenze waren wichtig. Umso besser konnten sich die Gebäude bei der Verteidigung gegenseitig Unterstützen und umso zahlreicher konnte man angreifen. Aber wie funktionierte das nun wenn man die Siedler nicht direkt steuern konnte?

Man klickte einfach auf ein Gebäude in der Reichweite eines oder mehrerer Militärgebäude und befahl einen Angriff mit einer bestimmten Menge an Einheiten. Diese schlurften dann brav ins Feindesland und stellten sich vor der gegnerischen Behausung auf und warteten bis der Feind vor die Tür trat und sich einen Gegner aussuchte. Alles lief sehr zivilisiert ab, die Siedler kämpften wie richtige Männer und nicht wie englische Hooligans. Jeder suchte sich einen Gegner und dann durfte erst der eine schlagen und daraufhin der andere, bis schließlich der erste zu Boden ging. Eine zahlenmäßige Überlegenheit war somit schon mal von großem Vorteil. Doch nicht nur dies war ausschlaggebend. Es gab sechs Soldatenklassen, angefangen beim Gefreiten bis hin zum General. Aufgewertet wurden die Soldaten durch Goldmünzen die durch knappe Goldvorkommen meist schwer zu produzieren waren. Doch der Aufwand rechnete sich. Ein General machte ohne Probleme ein halbes dutzend Gefreite kalt. Das Kampfsystem wird im neuen Siedler genau so aussehen.

Das Siedler II: Die nächste Generation von alten Hasen gemacht wurde merkt man sofort, nicht etwa weil die meisten Entwickler die 30 schon Überschritten haben, sondern weil viele schon beim Original mitgearbeitet haben. Dies wird sofort nach dem Start des Spiels bewusst, auch wenn man es vom äußeren Anschein nicht vermutet. Wer Siedler II: Veni, Vidi, Vici gespielt hat weiß auch im neuen Teil sofort was er zu tun hat und wie er es anstellen soll. Am Gameplay hat sich rein gar nichts geändert, lediglich ein paar kleinere Neuerungen wurden gemacht. So kann nun dank der Übersichtskarte leichter über die Landschaft scrollen, die Meldungen erscheinen direkt auf dem Bildschirm und es muss nicht erst ein Fenster geöffnet werden. Wer jetzt ein Gebäude abreißt bekommt die Hälfte der Baukosten erstattet, so wollen die Entwickler "wirtschaftliche Sackgassen" vermeiden.
Leider gibt es auch Verluste zu beklagen. Das Volk der Wikinger wird nicht mehr mit von der Partie sein, auch den beliebten Split Screen Modus wird es nicht mehr geben. Anno 1996 konnte man so zu zweit an einem PC siedeln. Der Verlust wird aber nicht so tragisch sein denn Siedler II: Die nächste Generation beinhaltet einen Mehspielermodus der mit bis zu sechs Personen über LAN oder Internet spielbar ist. Insgesamt wird es acht Multiplayerkarten geben die nicht nur durch die Gegner einiges können erfordern. Die Geographie einiger Karten wird dem Spieler auch bei den Optimierungen seiner Wirtschaftskreisläufe fordern.

Kommen wir nun zur wohl Größten und auffälligsten Änderung. Die Grafik. Die Siedler II Die nächste Generation präsentiert sich in komplett neuen 3D Gewand, die Häuser strotzen vor Details trotz eines leichten Comic-Stils aus dem auch die Siedler geschaffen sind. Mit ihren kleinen Patschehändchen springen sie Seil und transportieren im leichten Watschelgang die Rohstoffe von A nach B. Die Grafik hat ungefähr das Niveau von Die Siedler: Das Erbe der Könige - ist also mit sämtlichen Techniken und Shadern auf dem aktuellen Stand - basiert aber auf einer komplett neuen selbst entwickelten Engine die auch für weitere Siedlerteile verwendet werden könnte.



„Yipiiii“ schreit der Geologe in Siedler II auf Rohstoffe stößt. „Yipiiii“ schreit der Redakteur wenn er ein solch tolles Remake antesten darf. Alte Siedler Fans dürfen sich auf eine klasse Neuauflage freuen, die beweist, dass das alte Spielprinzip von „damals“ noch heute begeistern kann. Vor allem im Multiplayermodus hatten wir einigen Spaß beim Spielen. Mein Kollege Andrös nach den ersten zwei Minuten Siedler II in seinem Leben: „Ich hab zwar keine Ahnung was ich machen soll, aber ich find’s geil“. Als alter Veteran wusste ich sofort was ich zu tun hatte und fand es ebenfalls „geil“. In diesem Sinne: Der Oktober kann kommen!

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Endlich wieder Wuseln Kommentare (1)

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Rainer

24.08.2006, 18:58 Uhr

Hoffentlich endlich mal wieder ein Spiel wofür nicht der supermegaturbo PC benötigt wird !!! Und auch kein "Ich schiess auf alles und bin Toll" Spiel. Ein einfach zu spielendes und nicht Romanseitendickeshandbuchlesen um zu verstehen , Spiel wäre doch einfach nur Klasse !!!

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