Scribblenauts - Test
Wo ein Wort noch was zählt
Beinahe unscheinbar zeigt sich das Cover des Spiels und beinahe traurig muss ich feststellen: Einen Zufallskauf dürften wohl die wenigsten Spieler tätigen. Zu wenig zeigt das Produkt im Handel was es wirklich drauf hat. Und dabei ist bereits das Startmenü deutlich umfangreicher als so manche Filmlizenz. Ganz zu schweigen davon, dass schon dort alle Freiheiten der Welt möglich sind. Ein paar Handgriffe und sowohl der Honig als auch der Bart vom Beginn des Berichts sind sichtbar. Nur sich selbst erklären, das will Scribblenauts einfach nicht: Beginne ich damit den Begriff Lexikon einzugeben, habe ich auch schon ein solches virtuell in der Hand. Daher lieber hier der kurze Abriss: Scribblenauts bietet keine Hintergrundgeschichte im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr hunderte von kleinen Aufgaben, bei denen ihr möglichst geschickt die Lösung finden müsst. Dabei geistert ihr nicht mit eurer Spielfigur Maxwell umher und sucht nach Items, sondern könnt sie mit eurer Kreativität selbst erschaffen.
Kurzerhand „Helikopter“ niedergeschrieben und schon lässt sich der Vorsprung ohne Probleme überwinden. Oder wie wäre es mit einem „Jetpack“? Vielleicht in der nächsten Mission, denn nun stehen wir auch schon einem garstigen Drachen entgegen. Nur wie können wir dem den Garaus machen? Ein Ritter wäre doch super! Also her mit dem Mann in glänzender Rüstung, soll er die fiese Kreatur in den Tod schicken. Oder wäre es vielleicht möglich das Vieh mit einem Drachen-Ei in den Abgrund zu locken? „Jede Entscheidung ist ein Mord von tausend anderen Wegen.“ – spätestens in Scribblenauts ist das brutale Realität.
Euren wirren Gedanken sind übrigens fast keine Grenzen gesetzt. Wollt ihr einen Roboter-Dinosaurier, dann bekommt ihr ihn. Wollt ihr irgendwem einen Burger servieren, dann taucht er auf dem Bildschirm auf. Oder wie wäre es mit einem Lichtschwert oder einem Priester? Wer weiß, vielleicht sollte man das Wasser ja weihen, um darüber gehen zu können. Und wie wäre es den nächsten Vorsprung mit Pegasus zu überfliegen? Ist doch auch verdammt cool. Damit ihr aber mit der Fülle an Möglichkeiten nicht ganz alleingelassen werdet, startet das Spiel in einer Universität. Dort wird euch, wenn ihr euch nach der ersten Begeisterung nach vielleicht einer Stunde aus dem Menü gelöst habt, in einer Universität gezeigt was ihr zu beachten habt. Wirklich notwendig ist das zwar nicht, zeigt aber auch kleine Kniffe und gibt Informationen. Beispielsweise können zeitgleich nur eine bestimmte Anzahl an erschaffenen Gegenständen verwendet werden. Stoßt ihr an die Grenzen, müsst ihr also unnötige Items in den Papierkorb packen und wieder „Platz“ schaffen. Ärgerlich ist das in keinem Fall, kann doch alles zu jeder Zeit wieder neu erschaffen werden. Herrlich wie kraftvoll das Wort ist.
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nizzie
20.10.2009, 17:51 Uhr