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Scene it? Lights, Camera, Action

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Plattformen:
XBox 360
Release:
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Status:
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Publisher:
Microsoft
Entwickler:
keine Angabe
Genre:
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USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

Matthias Queiser | 30.01.2008, 12:48 Uhr

Test

Scene it? Lights, Camera, Action
Film-Quiz mit Biss

1 Wertung »

Scene it? stellt das filmische Fachwissen auf eine harte Probe. Aber kann das Spiel selbst gegen Konkurrenten á la Buzz bestehen?
Wenn sich meine Freunde über aktuelle Filme unterhalten, lehne ich mich entspannt zurück, denn ich habe fast keine Ahnung von dem, was derzeit über die Leinwände rauscht. Umso erstaunlicher war es, dass mein Chefredakteur mir neulich Scene it? freundlich lächelnd in die Hand drückte. "Fantastisch", murmelte ich. Doch schon nach dem ersten Einspieler wurde mir klar, dass ich bei diesem Film-Wissensspiel bessere Karten habe als gedacht. Doch immer der Reihe nach.

Scene it? Lights, Camera, Action ist zwar ein Xbox 360-Exklusivtitel, dem einen oder anderen dürfte der Name dennoch schon geläufig sein. Unter demselben Namen sind bereits diverse DVD-Spiele, zum Beispiel Scene it? Harry Potter oder Scene it? James Bond, veröffentlich worden. Die Konsolen-Version verzichtet auf die Würfel sowie die anderen Spielutensilien und ersetzt diese durch formschöne Buzzer. Microsoft vermeidet diese Bezeichnung allerdings konsequent und nennt sie Big Button Pads. Vier Stück liegen dem Paket samt Batterien bei. Warum die Pads nicht über Funk, sondern über Infrarot operieren und dafür ein Extra-Empfänger in der Nähe des Fernsehers aufgestellt und mit einem USB-Kabel an die Xbox 360 angeschlossen werden muss, ist unverständlich.

Einige Fragen erfordern, dass gebuzzert wird. Hier müsst ihr den Schauspieler erkennen, dessen Foto sich zusammenpuzzelt.

Das Spielprinzip ist ebenso simpel wie naheliegend. Eine Frage erscheint auf der Mattscheibe, ihr "buzzert", der Schnellste bekommt die Antwortmöglichkeiten zu Gesicht und kann seine Vermutung über die vier Antworttasten kundtun. Liegt er falsch, kann ein Mitspieler sein Glück versuchen. Die andere Variante ist, dass alle von vornherein die Möglichkeit haben, die Frage zu beantworten. Hier muss nicht "gebuzzert" werden und auch die Vorgaben erscheinen sofort. In allen Disziplinen ist Schnelligkeit gefragt, denn selbst wenn ihr die Antwort wisst, solltet ihr nicht zu lange zögern. Mit jeder verstrichenen Sekunde sinken die Punkte, die ihr bei richtiger Antwort erhaltet. 2000 sind es maximal pro Antwort.

In zwei Spielmodi geht es den Fragen an den Kragen. Im Party-Modus laufen sie ständig in einer Art Dauerschleife durch. Ihr könnt auch jederzeit sehen, was eure Mitspieler geantwortet haben und so wertvolle Punkte "klauen". Spaßiger und herausfordernder ist der "Jetzt-Spielen"-Modus. Im kurzen oder langen Spiel bekommt ihr nicht nur Punkte für euer Wissen, sondern am Ende jeder Zwischenrunde auch zusätzliche Zähler für besonders schnelle, langsame oder viele richtige Antworten am Stück.

Die grafische Präsentation ist leider - wie bei vielen Quiz-Spielen - sehr dürftig. Ihr betretet eine künstliche Filmstadt und wollt beim Studio des Filmbosses anheuern, doch bis es so weit ist, müsst ihr für ihn diverse Aufgaben erledigen. Ihr hetzt von einer Ecke des Geländes in die andere und müsst euch furchtbar animierte Figuren, schrecklich gestaltete Häuser und Autos sowie unglaublich lahme Kommentare gefallen lassen. Das Ganze würde auf der Original-Xbox noch eine recht passable Figur machen, auf der Nachfolgerkiste wirkt es wie ein Schlag ins Gesicht.

Der Ideenreichtum bei der Gestaltung der Fragerunde macht das Manko der fehlenden Hingucker freilich mehr als wett. Umfangreiches Film-, Bild- und Audio-Material sind schon mal eine solide Grundlage für den Spielspaß. Verpackt man dann die Fragen noch in abwechslungsreiche Spiele, ist das Herz des Quiz-Kandidaten fast gewonnen. Die Aufgaben des Bosses bilden die unterschiedlichen Rätsel.

Wessen jugendliches Konterfei ist hier abgebildet?

Jede Runde fängt mit dem Filmvorführer an. Ihr bekommt einen kurzen Ausschnitt zu sehen und werdet hinterher dazu ausgefragt. Zu meinem Glück zieht das Spiel nicht nur aktuelle Streifen als Ausschnittspender heran. Nein, ich konnte beispielsweise mit präzisem Wissen zu Klassikern wie "Being John Malkovich" oder "Allein mit Onkel Buck" glänzen. Manchmal macht sich sogar nur die pure Aufmerksamkeit bezahlt, wenn zum Beispiel nach der Krawattenfarbe des vierten Kellners von links gefragt wird.

Scene it? bietet eine Vielzahl von unterschiedlichen Rätselarten an. Mal müsst ihr ein Buchstabengewirr zu einem Namen eines Schauspielers zusammensetzten, mal einen Film an einer prägnanten Requisite erkennen und mal bekannte Filmzitate ergänzen. Bei einigen Rätseln sind Spieler mit kombinatorischen Fähigkeiten bevorteilt - wenn zum Beispiel ausgeklügelte Bildmontagen oder Kinderzeichnungen den Titel eines Streifens darstellen. Erblickt ihr das Foto zweier aufgehender Sonnen und einer herrlichen Landstraße, fällt sicherlich auch euch der Name des gesuchten Leander Haußmann-Films ein.

Ohne die Gesichter der Darsteller ist es manchmal gar nicht so leicht, eine Szene dem richtigen Film zuzuordnen

Die Aufgaben haben es teils wirklich in sich: Der Schwierigkeitsgrad macht das Spiel auch für wahre Cineasten zur Herausforderung; immerhin bitten 1800 Fragen zum Tanz. Belobigend sei noch erwähnt, dass sich die Konsole Fragen, die bereits vorkamen, "merkt" und sie nach hinten stellt, um häufige Wiederholungen zu vermeiden. Downloadbare Erweiterungen sollen die Freude am Spielen auch auf lange Sicht bewahren.

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