Salem
Paradox Interactive wird sich mit Wirkung zum 8. Juli 2013 aus der Entwicklung von Salem zurückziehen....
Minecraft & Co. haben es vorgemacht: Indie-Spiele rund ums Craften und die Gestaltung der virtuellen Welt sind salonfähig geworden. Salem einfach mit den anderen in einen Topf zu werfen, würde dem Spiel aber nicht gerecht: Schließlich handelt es sich um ein MMORPG, wenn auch mit Crafting-Fokus und permanentem Tod um ein eigenwilliges. Wir konnten uns von den beiden Entwicklern einen ersten Eindruck geben lassen.
Ja, Salem ist ein eigenwilliges MMOG, wobei es interessanterweise gar nicht so einzigartig ist, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. So kann beispielsweise Wurm Online durchaus als geistiger Verwandter betrachtet werden. Und auch die beiden Jungs von Seatribe haben in Wahrheit schon mit "Haven and Hearth" ein extrem ähnliches Spiel hingelegt, es handelt sich hier also nicht um ein spontanes Aufspringen auf den Crafting-Erfolgszug.
Salem ist so etwas wie die Weiterentwicklung von "Haven and Hearth", welches im Gegensatz zu Salem in 2D gehalten ist. Die Szenarien unterscheiden sich jedoch ein wenig. Zudem hat man für Salem mit Paradox Interactive einen Publisher gefunden. Aber so gut wie alle beworbenen Hauptfeatures lassen sich bereits im inoffiziellen Vorgänger finden. Wer also an einem spielerischen Vorgeschmack interessiert ist, kann einmal einen Blick hineinwerfen, denn "Haven and Hearth" ist offiziell nach wie vor in der Alpha-Phase und kostenlos spielbar.
Angesiedelt ist Salem in New England im 17. Jahrhundert, sprich, ihr kommt als Pilger in die neue Welt. Ein wirkliches Ziel gibt es nicht, Quests sucht ihr vergeblich. Aber das sollte bei dieser Art von Spiel eigentlich klar sein. Stattdessen wartet eine völlig zufallsgenerierte Welt, die anfänglich natürlich vor allem aus Wildnis besteht, darauf, von euch besiedelt und bebaut zu werden. Daraus folgt, dass zu jedem Zeitpunkt alles was man auf dem Bildschirm sieht, entweder noch aus dem zufallsgenerierten Beginn stammt oder von Spielerhand geschaffen wurde. Dazu sind alle Gegenstände im Spiel interaktionsfähig und zerstörbar.
Ressourcenmanagement ist in Salem die wichtigste Komponente überhaupt, denn die Produktionsprozesse sind sowohl in ihrer Anzahl, als auch in ihrer Länge extrem umfangreich. So müssen selbst Nägel erst einmal geschmiedet werden, wozu ihr zuvor aber natürlich Eisen beschaffen müsst. Damit ihr Heu ernten könnt, müsst ihr erst einmal Felder bestellen und die Saat aussäen. Da es sich um ein MMORPG handelt und auch Rom nicht in einem Tag erbaut wurde, können viele dieser Produktionsprozesse auch in Echtzeit ganz schön lange dauern. Zwischen besagtem Säen und Ernten liegt ungefähr eine Woche.
Paradox Interactive wird sich mit Wirkung zum 8. Juli 2013 aus der Entwicklung von Salem zurückziehen....
Bezüglich Item-Shop, falls das aus dem Artikel nicht so gut hervorgegangen ist: Man kann mit Echtgeld Silber kaufen, und Silber ist die normale(!) In-Game-Währung. Mit diesem Silber wiederum kann man in einem zentralen Shop Ressourcen kaufen. Es gibt daher keine Items, die man nur mit Echtgeld kaufen kann. Andererseits kann man sich offenbar sehr viel mit Echtgeld kaufen, was sonst erspielt werden müsste, was ich für etwas bedenklich halte.
Siehe auch: http://www.paradoxplaza.com/press/2011/8/gamescom-2011-
salem-reveals-economic-system
kalthorak schrieb:
Minecraft ist ein gutes Spiel und es ist ein Glücksgriff für Notch gewesen. Sowas lässt sich nicht so leicht wiederholen und ein Erfolgsrezept ist es schon gar nicht, es ist die absolute Ausnahme... ![]()
kalthorak schrieb:
[quote=myblade]Davon abgesehen zwingt dich niemand, Geld auszugeben. Und ob es so kommt, wird der Inhalt des Stores zeigen... im Moment ist ja nur die Rede von Ressourcen.
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