Saga of Ryzom - Test
Zurück in den Ruinen von Silan
Seitdem die französische Entwicklerfirma Nevrax das Spiel 2004 ins harte Rennen um die Gunst der Online-Spieler schickte, gab es etliche Hochs und Tiefs. Die Lohrbeeren, die das Spiel für die sehr innovativen Ansätze und die Anfangs gute Versorgung mit Patches einheimsen konnte, wurden zum Beispiel durch Fehler, die aus Unerfahrenheit gemacht wurden, wieder verloren. Letztlich kam es Ende letzten Jahres sogar zum Konkurz von Nevrax. Nachdem es für kurze Zeit gar nicht gut für den Fortbestand des Spiels aussah, hat sich mit der deutschen Firma Gameforge letztendlich doch ein Publisher gefunden, der das Wagnis auf sich nehmen und der kleinen aber treuen Fangemeinde weiterhin das Erleben von Abenteuern in der Welt Atys ermöglichen will.
Wer "The Saga of Ryzom" erst einmal kennenlernen will, dem steht dazu die Startinsel "Die Ruinen von Silan" zur Verfügung, ein Gebiet, auf dem man kostenlos und ohne Zeitbeschränkung seine ersten Schritte im Spiel machen kann - eine tolle Sache und für uns Grund genug, nach langer Zeit noch einmal nach Atys zurückzukehren, in die Haut eines neuen Spielers zu schlüpfen und die Startinsel zu erforschen.Die Geschichte
Der Planet Atys, der von seinen Bewohnern auch "lebender Planet" oder "Planetenbaum" genannt wird, wird von vier Völkern bewohnt, den Matis, Tryker, Fyros und Zorai, welche alle zur gleichen Spezies, den sogenannten Homins gehören. Niemand weiss, woher sie stammen, aber die Homins lebten lange Zeit auf Atys, bis sie vor drei Generationen von Rieseninsekten, den Kitin, beinahe ausgelöscht und vertrieben wurden. Lange Jahre lebten sie in alle Winde verstreut und erst vor kurzem haben sie angefangen, sich wieder zusammenzufinden und gemeinsam ihre alte Heimat zurückzufordern.
Die Matis
Sie sind die stolzen Erben einer Monarchie und streben danach, ihre alte Macht und Stärke wiederzuerlangen. Vielleicht hätten sie ihr Ziel schon erreicht, aber interne Streitereien werfen sie immer wieder zurück und verbrauchen einen großen Teil ihrer Kräfte und Aufmerksamkeit. Sie sind Meister im Manipulieren von Pflanzen und erschaffen Waffen, Rüstungen, ja selbst Gebrauchsgegenstände aus organischem Material.
Die Tryker
Die kleinwüchsigen Tryker sind das ganze Gegenteil der machthungrigen Matis. Sie streben nicht nach Reichtum und Ruhm, sondern nach Freiheit und Frieden. Verschlagen, neugierig und lebenslustig sind sie die geborenen Entdecker und Erfinder.
Die Fyros
Ein Fyros ist ein Krieger - Ruhm und Ehre sind seine Leitlinien und er will der beste sein, den es auf Atys gibt. Der Traum eines jeden Fyros ist es, einmal einen der großen Drachen zur Strecke zu bringen, denn ihnen sagt man in den Legenden nach, dass sie für das gewaltige Feuer kurz vor der Invasion der Kitins verantwortlich sind. Passend zu ihrem Überlebensinstinkt ist ihre Heimat die unbarmherzige Wüste.
Die Zorai
Die Zorai schließlich sind das mystischste der vier Homin-Völker. Ihr Gesicht bedecken sie mit einer Maske, so dass man niemals sieht, was in einem Zorai gerade vorgeht. Sie leben im tiefen Dschungel und sind dort auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung. Die Zorai sind die geborenen Magier unter den Homins.
Die Charaktererschaffung
Zunächst gilt es, sich für eine der vier Homins-Rassen zu entscheiden, die sich physiologisch teilweise doch recht stark voneinander unterscheiden. Fyros und Matis sind eher hochgewachsen, während Tryker zum Beispiel eher klein und schmächtig sind. Die geheimnisvollen Zorai verbergen ausserdem ihre Gesichter hinter prächtigen Masken.
Ihr entscheidet euch für eine der Rassen und verändert sie noch ein wenig, indem ihr per Schieberegler die Körpergröße und -umfang, aber auch Nasenbreite, Augenfarbe oder Kinnlänge anpasst. Man würde sich zwar hie und da vielleicht noch mehr Varianten wünschen, aber verglichen mit dem Repertoire anderer MMOGs kann man mit der Anpassungsfähigkeit der Ryzom-Charaktere sehr gut leben.
Im Gegensatz zu anderen Spielen wählt ihr in "The Saga of Ryzom" bei der Erschaffung des Charakters keine Klasse. Das Skillsystem ist sehr offen angelegt und erst durch eure Entscheidungen im Spiel formt ihr den Charakter nach und nach in eine bestimmte Richtung. Dazu aber später noch mehr.
Dann bleibt nur noch, sich für einen der vier Spielserver zu entscheiden. Zwar gibt es keine Einschränkungen bei der Wahl, aber die einzelnen Server sind doch jeweils für eine bestimmte Sprache "vorbestimmt". Aniro beherbert die französische Community, Leanon die deutsche und der englischen stehen mit Arispotle und Cho gleich zwei Server zur Verfügung.Und los geht's...
Die ersten Schritte
Ein neuerschaffener Test-Charakter befindet sich, wie schon erwähnt, beim Spielstart auf der Startinsel, genannt "Die Ruinen von Silan". Per Fenster wird man erst einmal begrüßt und auf das Missionsfenster hingewiesen, welches sich am linken Bildrand befindet und dort genau verzeichnet, was für Aufgaben auf unseren neugeborenen Homin warten. Bisher sind diese aber noch recht übersichtlich - nur eine einzige Aufgabe findet man. Ein gewisser Chiang, Kommandant der Ranger, wartet darauf, mit uns zu sprechen.
Bevor ich jedoch aufbreche, um ihm meine Aufwartung zu machen, werfen wir noch einen genaueren Blick auf das User-Interface. Diese präsentiert sich recht spartanisch, liefert aber alle wichtigen Informationen. Links oben gibt es eine Charakteranzeige, welche über Lebensenergie, Ausdauer, Sap (wichtig für das Verwenden von Zaubern) und Fokusanzeige (nötig zum Rohstoffabbau) informiert, rechts oben befindet sich die Minimap. Diese ist allerdings eher eine Art Mini-Radar, da man auf ihr nur kleine Punkte angezeigt bekommt. Eine zusätzliche Karte (ebenfalls größenverstellbar) ist aber per Knopfdruck aufrufbar.Dazwischen gibt es eine Button-Leiste, auf der sich mit zunehmender Erfahrung nach und nach Angriffe, Spezialattacken, Zauber und weitere Fertigkeiten finden lassen, die dort per Mausklick oder Tastenkombination aufrufbar sind.
Am unteren Ende finden wir Chatbox und Optionsmenü, über das wir auf alles weitere wie Missionen, Karte, Kontakte und vieles mehr zugreifen können.Positiv: Alle Interface-Bestandteile können übrigens per einfachem Drag & Drop mit der Maus verschoben und in der Größe angepasst werden. Aber ich lasse erstmal alles, wie es ist - und mache mich auf, endlich mit Chiang zu sprechen, den ich praktischerweise schon am Horizont entdeckt habe.
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Menardia
30.05.2007, 07:06 Uhr