Sacred - Test
Das Diablo aus Deutschland
Mit bewährten Mitteln zum Erfolg
Nicht nur die neuen Charaktere sollen frischen Wind ins Spiel bringen, auch andere Neuheiten haben sich die Macher ausgedacht. So zum Beispiel die Möglichkeit die beliebtesten Moves und Zaubersprüche zu einer Kombo zusammen zu führen. Um eine Kombo zu errichten muss man lediglich dem Kombomeister die erwünschten Kampfkünste mitteilen. Leider jedoch gibt es keine Hotkey-Funktion für die Kombos. Um die Kampfkünste und Zauber zu erlernen, benötigt man Runen, die per einfachen Rechtsklick das Können der Charaktere erweitert. Weitaus größer als die Anzahl an Kampfkünsten ist die Anzahl der Gegenstände. Diese werden oftmals von gegnerischen Einheiten nach dem Ableben fallen gelassen. Die Sucht á la Diablo 2 immer wieder neue und vor allem bessere Gegenstände zu finden ergreift den Spieler auch in Sacred. Ein weiteres dickes Plus bringt die zoombare Ansicht, wie man sie aus Warcraft 3 kennt. Mit ihr kann man die Geschehnisse sowohl aus der Ferne als auch hautnah miterleben.
Doch nicht nur Gegenstände spielen eine große Rolle. Gerade beim Start eines neuen Charakters ist das Sammeln von Gold, welches ebenfalls von Monstern fallen gelassen wird. Ob damit erste Rüstungsteile oder Heiltränke gekauft werden, sollte man sich vorher gut überlegen. Generell ist aller Anfang in Sacred recht schwer. Peu á peu muss man sich durch kleinere Aufgaben und zufällig übers Feld laufende Gegner die Erfahrung wortwörtlich erkämpfen.
Schön ist’s Land
Grafisch besticht Sacred durch detailgenaue Darstellung und Einfallsreichtum. Nicht nur die häufigen Wetterschwankungen sehen realistisch aus, auch die Animationen der Charaktere können überzeugen. Besonders hervorzuheben sind hierbei allerdings die Moves der Kämpfer. Ob „Rundumschlag“ oder ein einfacher „Feuerball“ – alles ist gut animiert und lässt das Spielerherz höher schlagen. Lobenswert sind auch die Animationen in der Welt von Ancaria. Neben hoppelnden Hasen hüpfen hier und dort auch Rehe über die Wiesen. Passend zur Umgebung wurden auch die Soundeffekte gestaltet. Nicht nur im Spiel, sondern bereits im Hauptmenü fällt die mystische Hintergrundmusik auf und kann von Grund auf überzeugen.
Negativ fallen jedoch die Engpässe bei den Servern auf. Die Chance Sacred am Wochenende im Internet ist sehr gering. Zwar hat Ascaron die Server bereits aufgestockt, jedoch bilden sich immer wieder diverse Gruppen von Spielern im Chat, die sich nicht in ein Spiel einklingen können. Schade für die Community, die ohne derartige Serverprobleme bestimmt etwas größer und zufriedener wäre.
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