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Plattformen:
PC
Release:
keine Angabe
Status:
keine Angabe
Publisher:
Take 2
Entwickler:
Ascaron
Genre:
Rollenspiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
keine Angabe
Fanseite:
keine Angabe

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Marco "Gnoos" Neubert | 24.03.2004, 08:00 Uhr

Sacred - Test
Das Diablo aus Deutschland

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Ganz Aachen feiert, denn Alemania Aachen steht im Finale des DFB-Pokals. Doch nicht nur auf den Fußballverein können die Einwohner der eher bescheidenen Stadt stolz sein. Mit Sacred kommt ein Spiel daher, das sich dem Primus des Genres, Diablo 2, stellt. Wie sich Sacred schlägt und ob Blizzards Meisterwerk nur noch zweite Wahl ist, erfahrt ihr im Test.
Bereits mit dem Start von Sacred beginnt die große Qual der Wahl. Satte sechs verschiedene Charaktere können ausgewählt werden. Neben den genretypischen Gladiator, Bogenschützen und Magier versucht Sacred vor allem durch neue Charakterschöpfungen zu glänzen. Der Dunkelelf besticht durch seine Basiswaffe, dem Ellenbogenschoner mit Klingen. Er kann sowohl Kampfkünste als auch Zuaber erlernen und sie im Kampf einsetzen. Die Seraphim stammt von mystischen Kampfengeln ab und ist eine Art Multitalent. Mit Magie und Waffen bekämpft sie ihre Gegner sowohl im Fern- als auch im Nahkampf. Der letzte Charakter ist die Vampirin, die, wie der Name schon vermuten lässt, in der Nacht zum Vampir mutiert. Tagsüber kämpft sie mit Waffen, als Vampirin jedoch ist sie ganz sie selbst und hat ihre eigenen Waffen.

Mit bewährten Mitteln zum Erfolg
Nicht nur die neuen Charaktere sollen frischen Wind ins Spiel bringen, auch andere Neuheiten haben sich die Macher ausgedacht. So zum Beispiel die Möglichkeit die beliebtesten Moves und Zaubersprüche zu einer Kombo zusammen zu führen. Um eine Kombo zu errichten muss man lediglich dem Kombomeister die erwünschten Kampfkünste mitteilen. Leider jedoch gibt es keine Hotkey-Funktion für die Kombos. Um die Kampfkünste und Zauber zu erlernen, benötigt man Runen, die per einfachen Rechtsklick das Können der Charaktere erweitert. Weitaus größer als die Anzahl an Kampfkünsten ist die Anzahl der Gegenstände. Diese werden oftmals von gegnerischen Einheiten nach dem Ableben fallen gelassen. Die Sucht á la Diablo 2 immer wieder neue und vor allem bessere Gegenstände zu finden ergreift den Spieler auch in Sacred. Ein weiteres dickes Plus bringt die zoombare Ansicht, wie man sie aus Warcraft 3 kennt. Mit ihr kann man die Geschehnisse sowohl aus der Ferne als auch hautnah miterleben.

Doch nicht nur Gegenstände spielen eine große Rolle. Gerade beim Start eines neuen Charakters ist das Sammeln von Gold, welches ebenfalls von Monstern fallen gelassen wird. Ob damit erste Rüstungsteile oder Heiltränke gekauft werden, sollte man sich vorher gut überlegen. Generell ist aller Anfang in Sacred recht schwer. Peu á peu muss man sich durch kleinere Aufgaben und zufällig übers Feld laufende Gegner die Erfahrung wortwörtlich erkämpfen.

Schön ist’s Land
Grafisch besticht Sacred durch detailgenaue Darstellung und Einfallsreichtum. Nicht nur die häufigen Wetterschwankungen sehen realistisch aus, auch die Animationen der Charaktere können überzeugen. Besonders hervorzuheben sind hierbei allerdings die Moves der Kämpfer. Ob „Rundumschlag“ oder ein einfacher „Feuerball“ – alles ist gut animiert und lässt das Spielerherz höher schlagen. Lobenswert sind auch die Animationen in der Welt von Ancaria. Neben hoppelnden Hasen hüpfen hier und dort auch Rehe über die Wiesen. Passend zur Umgebung wurden auch die Soundeffekte gestaltet. Nicht nur im Spiel, sondern bereits im Hauptmenü fällt die mystische Hintergrundmusik auf und kann von Grund auf überzeugen.

Negativ fallen jedoch die Engpässe bei den Servern auf. Die Chance Sacred am Wochenende im Internet ist sehr gering. Zwar hat Ascaron die Server bereits aufgestockt, jedoch bilden sich immer wieder diverse Gruppen von Spielern im Chat, die sich nicht in ein Spiel einklingen können. Schade für die Community, die ohne derartige Serverprobleme bestimmt etwas größer und zufriedener wäre.

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