Sacred 2 - Test
Heilig genug!
Warum auch nicht? Diablo 3 lässt schließlich noch auf sich warten und andere Games aus diesem Sortiment sind weit und breit nicht zu sehen.
Im Land Ancaria hängt der Haussegen ziemlich schief. Die T-Energie (nicht zu verwechseln mit dem T-Virus) blubbert aus vielen unterirdischen Quellen in die Flora und Fauna der Welt. Kommen Menschen, Tiere oder Pflanzen mit der Flüssigkeit in Berührung werden sie aggressiv und mutieren zu großen und noch viel böseren Monstern. Die Völker der Menschen, Elfen und was sonst noch so alles in einer Fantasywelt lebt, verkennen aber das von dem leuchtenden Gebräu ausgehende Problem. Viel lieber streiten sich die Parteien um die Schürfrechte der Ursuppe. Denn neben Mutationen und all den anderen negativen Aspekten, dient das T-Virus – Entschuldigung – die T-Energie auch als unerschöpfliche Quelle für Energie, Macht und Reichtum.
Also mehr als genug Möglichkeiten, den Charakter in hinterhältige Komplotte, politische Intrigen oder auf Rettungsaktionen zu schicken... Weit gefehlt! Stattdessen verkommt die Geschichte zu Fetzen, die nur wenig Unterhaltung bieten. Neben der dünnen Mainstoryline gibt es auch immer wieder Klassenquest, die die Story des Charakters vorantreiben sollen. Aber auch hier kränkelt Sacred 2 mit langweiliger Erzählkunst. Die Wiederspielbarkeit ist somit trotz sechs verschiedener Charaktere und der Auswahl Gut oder Böse kaum lohnenswert. Auch das Spielprinzip ändert sich kaum. Ein Hack´n´Slay-Spiel bleibt halt ein Hack´n´Slay-Spiel – egal ob man nun die Monster mit Schwert, Zauber oder Pfeil und Bogen niederstreckt.
Immerhin sind die mehr als zahlreichen Nebenquest sehr gut in Szene gesetzt. Es lohnt sich die langen Texte, die eine Aufgabe einleiten, durchzulesen. Es ist einfach herrlich, dass die Macher es immer wieder schaffen ihre eigene Fantasywelt auf den Arm zu nehmen. Wobei allerdings die Aufgabenvielfalt etwas auf der Strecke bleibt. Viel zu häufig müssen Gegenstände zum Besitzer zurückgebracht, ein Familienmitglied eskortiert und eine bestimmte Anzahl von Monstern in die Ewigen Jagdgründe geschickt werden.
Wenn auch der Storypart keiner großen Rede wert ist, kommen zumindest die Jäger und Sammler auf ihre Kosten. In Ancaria schleimt, brüllt und fleucht es immer und überall. Alle paar Meter erwarten Kobolde, Untote, Harpyien, Ratten, Orks, Goblins und allerlei anderes Gewürm eure dürstende Klinge. Die meisten Gegner lassen sich mit einen oder zwei Streichen, Zaubern oder Pfeilen fix ins Nirwana ballern, aber immer wieder finden sich auch einige Bosse unter den Monstern wieder. Taktik spielt beim besiegen dieser harten Brocken keine große Rolle. Einfach und immer draufmoschen ist die Devise in Sacred 2.
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Baldora
08.08.2009, 13:46 Uhr
Ob Sie die Endwickler den 28 .August für denherrausgabe Termin halten können ist sehr
fraglich. zu mindesten sollten sie es können.
Ghaleon
02.07.2009, 10:09 Uhr
bambus1221
29.06.2009, 22:07 Uhr
Zum Glück hab ich es nicht gekauft.