R.U.S.E. - Test
rusige Aussichten
Allerdings hinterlässt der Segen auch einen Fleck auf der weißen Weste, weil ab einer bestimmten Kamerahöhe Einheiten nur noch stapelweise angewählt werden können. Daraus resultiert unweigerlich irgendwann ein hektischer Zoom-Terror. Das ist aber wirklich nur halb so schlimm und etwa genauso nervig wie die nachladenden Texturen auf den Konsolen. Alles absolut verkraftbar, weil R.U.S.E zum Glück auch durch knitterfreie Sauberkeit auf dem als Metapher herhaltenden Kleidungsstück glänzt.
Darunter zum Beispiel die angenehme Art, jeden noch so winzig wirkenden Spielkniff in der Kampagne genauestens erklärt zu bekommen – auch wenn diese in ihren Aufgaben nicht sonderlich abwechslungsreich ist. Es ist toll, wenn man die mannigfaltigen Möglichkeiten pünktlich nach dem Solospielende alle auch schon mal angewandt hat.
Dazu zählen unter anderem verbarrikadierte Infanteristen, die aus sicherem Versteck sogar schwere Hinterhalte ausführen können, der Einsatz von weitschießenden Haubitzen in Kombination mit Spähern oder auch ganz schlichte Bombardements, um seinen Bodentruppen einen Weg zu bahnen. Die besten Tricks sind aber die Namensgeber: die ruses oder zu Deutsch Listen. Damit hat man das Werkzeug in der Hand, den Gegner zumindest auf in Abschnitte unterteilten Kartenstücken mal ordentlich zu verschaukeln. Etwa durch die List „Funkstille“, die die Einheitenbewegung für den Gegenspieler verbirgt. Oder die Täuschung, schwere Einheiten als schwache darzustellen und umgekehrt. Ziemlich fies, wenn man glaubt, mit einem starken Panzer gegen die beiden popeligen „Stuats“ anzukommen, und dann bemerkt, dass die vernachlässigte Verteidigung schnell in einem Kollaps endet.
Zusätzlich gibt es noch Späße, wie den Gegner zur Flucht zu überreden, seine eigenen Einheiten zu beschleunigen oder auch die Panik der eigenen Mannen zu unterdrücken. Überzeugungskraft durch Patriotismus - und das obwohl es die Chinesen gar nicht ins Spiel geschafft haben. Ebenso wenig übrigens die Japaner, was den logischen Schluss zulässt, dass diese Zweiter-Weltkriegs-Episode sich nur in der westlicheren Hemisphäre zuträgt. Darum blicken wir in der Auswahl auch „nur“ auf die sechs Fraktionen Deutschland, Italien, UDSSR, Frankreich, das Vereinigte Königreich und die USA.
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Quietschgurke
10.09.2010, 22:16 Uhr
Die Netzabdeckung in Deutschland ist aber längst noch nicht so lückenlos, wie man sich das vielleicht denkt. Die angesprochene Glasfaser-Highspeed-Connection ist erst in wenigen Städten zu haben,darunter übrigens nicht einmal Berlin (ich weiß nur von vier Großstädten).
Ich bin mit dir einer Meinung, dass kabelloses Internet die Zukunft ist. Die Gegenwart aber meines erachtens noch nicht überall.
Lazaruz
10.09.2010, 22:06 Uhr
Bei einem hochwertigen W-LAN Modem und einer 32 mbit Leitung laggt nichts.
@Shoudra
Ich hab meine Leute bei einer W-LAN Party auch um mich herum (maximale Reichweite ist eh nur 20m). Vorteil: Man stolpert nicht mehr übers LAN-Kabel und man ist nicht auf einen LAN-Modus angewiesen.
Drahtloses Internet ist die Zukunft. Hört auf der Vergangenheit (LAN) nachzuheulen. :)
endusia
10.09.2010, 22:01 Uhr
Shoudra
10.09.2010, 21:18 Uhr
das ist doch dann aber quasi genau das selbe als würde man online spielen!?
beim LAN gehts doch gerade darum die leute um sich herum zu haben. zusammen zu sitzen zu quatschen gemeinsam vllt was zu trinken zu essen und spaß zu haben... am besten übers ganze wochenende irgendwo eingebunkert. ^-^
Psycracker
10.09.2010, 20:03 Uhr
Du meinst wohl dem Lag steht nix mehr im Wege?
Ruse und SC2 haben unterschiedliche Zielgruppen, das wird sicherlich nicht untergehen.
Lazaruz
10.09.2010, 17:56 Uhr
Jeder loggt sich in seinen b.net-Account oä ein und einer W-LAN-Party steht nichts mehr im Wege.
TexMurphy
10.09.2010, 17:43 Uhr
Jupp, genauso schaut es aus. :)
Shoudra
10.09.2010, 17:09 Uhr
janee... sone lan party hat halt mal ein ganz anderes feeling als zocken übers internet.
Zamzamah
10.09.2010, 14:40 Uhr
Das suckt.
Vor allem, wenn du so 10 Leute mit einer flüssigen Verbindung versorgen musst.
Lazaruz
10.09.2010, 14:38 Uhr
Also ich verstehe nicht, wie man in Zeiten von Massen-Breitband-DSL den fehlenden LAN-Modus diverser Games (SC2, RUSE etc) noch bemängeln kann.
LAN ist tot, hoch lebe die Glasfaser-Highspeed-Connection.
Ansonsten, guter Test, gute Wertung für ein gutes Strategiespiel, welches aber dank SC2 untergehen wird. :(