Rockstar Games
Britische Zeitung behauptet Rockstar plane Amoklauf-Spiel
Die britische Zeitschrift behauptete nämlich in einer ihrer letzten Ausgaben, Rockstar Games plane ein neues Grand Theft Auto auf den Markt zu bringen, welches auf dem Amoklauf von Raoul Moat basieren solle. Dieser hatte Anfang Juli südlich von Newcastle seine 22-jährige Ex-Freundin erschossen, und auf deren 29-jährigen Lebensgefährten sowie einen 42-jährigen Polizeibeamten geschossen. Die britische Polizei startete anschließend die wohl größte Fahndungsaktion ihrer Geschichte und stellte den Mann schließlich in der Nähe von Rothbury, wo er sich von der Polizei eingekesselt erschoss. Der angebliche GTA-Ableger sollte demnach unter dem Titel Grand Theft Auto Rothbury erscheinen - so jedenfalls behauptete The Daily Star, und befragte zu allem Überfluss auch noch die Großmutter der Verstorbenen nach ihrer Meinung zu so einem Videospiel.
Verständlicherweise entlud sich von Seiten der Gaming-Community eine Welle der Empörung über die Zeitschrift und den verantwortlichen Redakteur, der sich in seinem Bericht übrigens auf ein nicht gerade authentisch wirkendes Cover des vermeintlichen neuen GTA-Titels bezog. Die Redaktion nahm den fragwürdigen Artikel nur einen Tag nach seiner Veröffentlichung wieder von ihrer Webseite. Der verantwortliche Autor zeigte allerdings wenig Verständnis für den Ärger der Gamer, der sich unter anderem auf seinem Facebook-Profil entlud:
"Ich bin perplex durch die mir entgegen gebrachte Wut erwachsener Spieler. Das sind erwachsene (?!?) Männer die den ganzen lieben langen Tag lang herumsitzen und Videospiele miteinander spielen, und sich heute einmal dazu entschieden haben die reale Welt lange genug zu betreten, um sich über meine Geschichte zu beschweren, in der ich eine Raul-Moat-Version von Grand Theft Auto niedermachte. Man könnte fast meinen ich würde den Holocaust leugnen! Ich denke ich ... werde sie zu einem Duell in der virtuellen Realität herausfordern ... *zustech* ... gewonnen!!!", so Jerry Lawtons Reaktion auf die Gamer-Wut.Andere führende Köpfe der Zeitung waren offensichtlich einsichtiger, und veröffentlichten eine Gegendarstellung. Außerdem bot man Rockstar Games Schadensersatz an.
"Am 21. Juli haben wir einen Artikel veröffentlicht, in dem wir behaupteten, Rockstar Games würde die Veröffentlichung eines neuen GTA-Titels namens 'Grand Theft Auto Rothbury' planen.
Außerdem veröffentlichten wir etwas, von dem wir behauptete es wäre das Cover dieses Spiels, führten ein Interview mit einem durch die Tragödie betroffenem Familienmitglied und kritisierten Rockstar Games für seine vermeintlichen Pläne.
Wir haben keinen Versuch unternommen, die Geschichte auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, bevor wir sie veröffentlicht haben, und wir nahmen auch keinen Kontakt zu Rockstar Games auf, bevor wir sie veröffentlichten. Wir fragen ebenso nicht nach warum eine sich gut verkaufende, von Kritikern gelobte, fiktionale Videospielserie einen Ableger hervorbringen sollte, der auf einem entsetzlichen realen Verbrechen basiert.
Wir haben nun eingesehen, dass es niemals Pläne von Rockstar Games gab, einen solchen Titel zu veröffentlichen, und dass die Geschichte offensichtlich falsch war. Wir entschuldigen uns dafür, die Geschichte, die auf einem gefälschten Cover basierte, veröffentlicht und kritische Kommentare von einem trauernden Familienmitglied eingeholt zu haben.
Auch entschuldigen wir uns freimütig bei Rockstar Games und versprechen diese Anschuldigungen niemals wieder vorzubringen. Wir sind außerdem einverstanden, ihnen einen beträchtlichen Betrag als Schadensersatz zu zahlen, den sie anschließend einer gemeinnützigen Einrichtung ihrer Wahl spenden werden."

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Monkstar
25.07.2010, 04:18 Uhr
Von 100000 Gamern ist vielleicht einer so eine Pappnase; eben der Amokfreak, den sich offensichtlich mittlerweile alle Politiker wünschen, um von den wirklichen Problemen der Gesellschaft abzulenken. Morin wollte mit seinem Kommentar vermutlich nur seine Unreife demonstrieren; ich bezweifle mal, dass er sich ein solches Spiel überhaupt hätte kaufen dürfen ;)
Ich hatte mir MW2 damals in der UK-Version geholt, weil ich auch unbedingt alle Inhalte haben wollte. Die Flughafenmission habe ich genau EINMAL gespielt; die Zivilisten da niederzuschießen hat mich weder besonders mit Spaß noch sonst irgendetwas erfüllt und ich denke mal, da bin ich bei weitem nicht der Einzige.
Auf beiden Seiten gibt es Idioten: Es gibt Gamer, die immer wieder provozieren wollen, um die Klischees auch bloß in Gang zu halten, und Nicht-Gamer, die zwar keine Ahnung von der Materie haben, aber am liebsten sofort eine Spieleverbrennung abhalten würden.
Valve
24.07.2010, 23:10 Uhr
Lazaruz
24.07.2010, 21:43 Uhr
Rockstar steht auf Gewalt. Das sollte seit Manhunt jedem klar sein.
Shyanmar
24.07.2010, 21:18 Uhr
Aber der Kommentar des Autors ist mal wirklich unter aller Sau. Erst verzapft der so nen Dreck, ne komplett erfundene Story nur für ein bisschen Publicity und dann meint er auch noch er versteht nich wieso sich die Gamer über sowas aufregen. Mal ganz abgesehen von seinem Ton. Dem Kerl gehört ins Knie geschossen.
crowfear
24.07.2010, 19:34 Uhr
Elidorian
24.07.2010, 19:26 Uhr
Aber dann liest man weiter, die Stellungnahme des Redakteurs, und man fragt sich wirklich, warum solchen Menschen eine öffentliche - scheinbar kaum vorher überprüfte - Stelle zum Publizieren gegeben wird.
Vor allem das Ende der Aussage mit "*zustech*". Bitte was soll das? Das ist doch unter aller Kanone.
Lord Vivec
24.07.2010, 18:54 Uhr