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Test zum Spiel: Resistance 2 Spiel-Test

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Plattformen:
PS3
Release:
Playstation 3: 03. Dezember 2008
Status:
Released
Publisher:
Sony
Entwickler:
Insomniac Games
Genre:
Shooter
USK:
Keine Jugendfreigabe
Offizielle Seite:
beta.myresistance.net
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

News
Weitere Hinweise auf Nachfolger 3
Neuste: 30.03.2010 10:57
Test
Größer. Schöner. Besser. 2
Neuste: 30.11.2008 17:44
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Sebastian Thor | 29.11.2008, 22:04 Uhr

Resistance 2 - Test
Größer. Schöner. Besser.

1 3 Wertung

So viel Stress zur nahenden Winterzeit: Wieder stehen die Bestien auf der Matte. Wieder ist es Nathan Hale, der sie stoppen soll. Und wieder gibt euch Insomniac dafür viele Waffen. Wie packend ist Resistance 2? Wie gut sieht es aus? Wie spielt es sich?
Autsch! Das tat weh! Ich bin tot. Schon wieder. Ihr dachtet, Crysis sei zuweilen schwer? Dann probiert Resistance 2! Dieses Spiel ist ein hammerharter Dickkopf, der nur mit Durchhaltevermögen, viel Geduld, Spucke und Dusel zu knacken ist. Selbst auf "leicht" gibt es zahlreiche Stellen, an denen man ächzend zu Boden geht, wenn man nicht regelmäßig Deckung sucht. Immer wieder. An denen man das Speicherpunkt-System verflucht, weil der letzte viel zu weit zurückliegt. An denen man denkt, dass man doch lieber einen Tee aufsetzen, die Beine hochlegen und sich mit einer armen Decke vor dem Fernseher einigeln sollte. Ist ja viel einfacher, nervenschonender und bequemer, als sich hier die gute Laune zu verderben.

Mit diesen Aussichten empfängt euch der erste Abschnitt des Spiels.

Aber der Moment, in dem endlich der letzte Titan umkippt, in dem diese nervigen Chimera die Flucht ergreifen und der Kontrollpunkt-Schriftzug nach etlichen Versuchen durchs Effektgewitter dringt, ist einfach unbezahlbar. Es ist die Genugtuung für all die Bildschirmtode, die man ertragen musste. Es ist der Stolz, dass ich diese Massen an Hybriden vernichte, die sich trotz oft zahlreich um mich herumwuselnder KI-Kameraden fast ausnahmslos auf mich stürzen. Und es ist die Bestätigung, dass einer der wenigen exklusiven PS3-Shooter nicht nur funktioniert, sondern auch Spaß macht und trotz Speicherfrust immer wieder motiviert.

Insomniac hält dem tristen Grauschleier, den spärlich gesäten Höhepunkten und der schwankenden Umgebungsqualität des Vorgängers das Dreigestirn aus kreativem Leveldesign, pompösen Feindbildern und angenehmem Rhythmuswechsel entgegen. Und liefert damit den besten PS3-exklusiven Shooter ab, den die schnurrende Schwarze nach Pleiten wie Haze dringend nötig hatte. Erzählerisch knüpft man die Invasion der Chimera an, die Eng- und Russland im ersten Teil angriffen, mit einem teuflischen Virus überzogen und jetzt die Vereinigten Staaten ins Visier nehmen. Wer wäre für dieses Aufräumkommando besser geeignet als Nathan Hale, der im Intro -apathisch und von den Auswirkungen des Virus' geschunden- durch die Kälte Englands stapft und von der US-Armee aufgegriffen wird?

Kein warmer Empfang für Nathan Hale: Er darf zurück an die Front, zurück in den Kampf mit den Bestien.

Die Jungs bringen ihn in eine Basis nach Island, machen ihn wieder fit, stecken ihn in die Sentinel-Truppe und drücken ihm eine Waffe in die Patscher, als wollten sie sagen: "Du bist als Charakter so blass wie alle anderen hier. Also tu wenigstens das, was du am besten kannst." Es ist etwas schade, dass Insomniac keine echten Charakterköpfe abseits der üblichen Testosteronschleudern auf die Bühne schickt. Gern denke ich an Marcus Fenix, Cole, Baird, viele Witzeleien und markige Sprüche zurück. Insomniacs Ensemble bleibt dagegen eher schablonenhaft und eindimensional, hinterlässt auch nach dem Durchspielen keine bleibenden Eindrücke. Bei Ratchet & Clank hat's doch auch geklappt, und die sind mittlerweile schon seit sechs Jahren im Einsatz.

Was Insomniac wenigstens nicht vom "größer, schöner, besser"-Pfad abbringen konnte. Resistance 2 sollte beeindruckender, hübscher und intensiver werden als der Vorgänger. Und genau dieses Versprechen können die Kalifornier in jedem einzelnen der insgesamt zehn Abschnitte einhalten, die rund zwölf Stunden lang bestens unterhalten und kaum Leerlauf aufkommen lassen. Die im Graubraun-Pansch versinkenden Umgebungen des Vorgängers toppen sie mit einem Leveldesign, das Angst einflößend, entspannend, monumental und angenehm verkommen sein kann. Die Kulisse, die sie dafür erschaffen, ist stilistisch fest in den 50er-Jahren verankert und entzückt mit flackernder Leuchtreklame und dem Flair zeitgenössischer Einrichtungsgegenstände - von der Tapete übers Mobiliar bis hin zur Beleuchtung. Immer wieder findet man Radios, die ein bitteres Lied der Einsamkeit singen oder euch am Leid in den Wahnsinn abdriftender Radiosprecher teilhaben lassen. Hier kann Insomniac auch ohne Cutscenes oder viel Krach packende Schicksale inszenieren, die richtig unter die Haut gehen. Warum klappt das in den Zwischensequenzen, die jetzt übrigens in der Ego-Perspektive präsentiert werden, so selten?

1 3 Wertung




Größer. Schöner. Besser. Kommentare (2)

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LongdongJohnson

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Friendinvite

30.11.2008, 17:44 Uhr

Habs schon durch und kann mich dem Test nur amschließen! Vieles verbessert und besser gelöst als im ersten Teil. Gegen GoW 2 reichts aber noch nicht ganz. Vielleicht mit dem dritten Teil :)

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Rochenkoenig

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Friendinvite

30.11.2008, 17:20 Uhr

fette geschichte! das landet auf jeden fall auf meinem wunschzettel für weihnachten!

wäre der spielewinter nur nicht so teuer :(

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