Red Dead Redemption - Special
Viele Tote können belebend sein
Was aber ziemlich eindeutig ist, zeigt ein Blick auf einen der vielen Friedhöfe. Wie kleine Schildkröten am Strand schlüpfen die Halbverwesten aus ihren Löchern und suchen ihren Weg in die Arme der warmherzigen Menschen und Tiere. Um sie ihrer Organe zu erleichtern und genüsslich damit zu schmatzen. Und das entspricht nun wirklich nicht dem, was sich John Marston als nette Coexistenz vorstellt. Der Westen mag wild und gesetzlos sein, aber Menschen vertilgen ist eine Unart, die bekämpft gehört.
Darum zücken wir in der Haut des nicht erkrankten John die Fackel und flambieren die noch ungeöffneten Särge, um lokal das Wurmfutter auszurotten. Die Zombies wollen das zwar verhindern, aber unser neues Arsenal wehrt die Wiedergänger ziemlich effektiv ab. Der explodierende Köder zum Beispiel zerfetzt sie in tausende ekelhafte Stücke, nachdem er sie zu sich gelockt hat. Das Weihwasser lässt sie in blauen Flammen leuchten und die Donnerbüchse macht besonders Spaß: Die macht die anrennenden Trottel zu saftigen Blutwolken. Am besten ist diese Flinte mit dem Sprenggewehr des letzten DLC vergleichbar, nur kann die Donnerbüchse auch mit Augäpfeln, Gedärmen oder Rippen geladen werden. Yummi. Spann den Rippenbogen und gib den Typen zurück, was sie dir zuvor geschenkt haben.
Erringt man den Sieg gegen die Friedhofzombies, ist das Grabmal befreit und die Plage ein Stück weit eingegrenzt. Damit sind die Beschäftigungsmöglichkeiten im Spiel aber längst noch nicht ausgeschöpft. Es befindet sich ein komplett neuer Geschichtsstrang darin, der uns auf altbekannte Gesichter treffen lässt. Seth zum Beispiel, der zu diesem Thema wie Arsch auf Eimer passt. Seine besondere Beziehung zu Leichen hatte er ja schon im Hauptspiel bekundet, aber was er jetzt alles raushaut, macht ihn zu einem noch sympathischeren Ekel: Zombieplage ausrotten. Warum? Warum nicht? Du hältst dich wohl für eine Übermutter, was? Ich habe mich mit Moses noch nie zuvor so gut verstanden“ – in diesem Moment „spielt“ er mit seinem knurrenden Untotenkumpel Karten und scheint für seine Verhältnisse wirklich ziemlich ausgeglichen. Der Charme der Charaktere bleibt also erhalten. Wie sich die Story aber zuträgt und wie lange man damit beschäftigen kann, bleibt bislang im Verborgenen.
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Quietschgurke
17.10.2010, 13:51 Uhr
Natürlich war das gewollt. Und danke für die Anerkennung ^^.
Hoher Irokese
17.10.2010, 00:04 Uhr
Ich weiß nicht, ob es vom Verfasser so gewollt war, aber ich habe es mit dem Adonis assoziiert... ;)
nizzie
16.10.2010, 23:06 Uhr
Kapier ich nicht.
Koibito
16.10.2010, 23:04 Uhr
Hoher Irokese
16.10.2010, 20:37 Uhr
Sehr schön, sehr schön.
Hat mir den Sonntag gleich noch ein wenig mehr versüßt. Oh, ist erst Samstag.