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Plattformen:
NDS
Release:
Nintendo DS: 11. Oktober 2007
Status:
Released
Publisher:
Ubisoft
Entwickler:
Gameloft
Genre:
Sportspiel
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
ubi.com
Fanseite:
keine Angabe
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Hauke Schweer | 20.12.2007, 19:54 Uhr

Real Football 2008 - Test
Bolzen und brüllen auf dem DS

1 Wertung

Die Geschichte der Fußballspiele auf dem DS ist eine Geschichte voller Leid und Frustrationen. Große Auskopplungen wie FIFA oder Pro Evolution Soccer ließen sich nur leidlich auf das kleine Gerät transportieren. Der Konsole fehlte es an Grafikpower und den Titeln an Spielwitz. Real Football will's besser machen.
Sportspiele sind auf jeder Plattform der Verkaufsschlager schlechthin. Wie sonst ließe es sich erklären, dass sich jedes Jahr Neuauflagen von Madden, NHL, Tiger Woods, FIFA und Pro Evolution Soccer in den heimischen Laufwerken finden lassen? Nahe liegend, dass die Erfolgsgaranten da auch für die portablen Konsolen umgesetzt werden. Doch ausgerechnet bei den Fußballspielen für Nintendos Dual Screen fehlt das, was in den Ligen schon lange bemängelt wird - Spielwitz. Der Versuch, stramme Waden auf dem schwachen Grafikchip darzustellen, scheitert kläglich und die Steuerungsoptionen der Konsole werden nicht ausgenutzt. Aus dem toten Winkel der bewährten Abwehr von EA und Konami stürmt jetzt ein Herausforderer heran, mit dem kaum jemand gerechnet hat.

Vor dem Spiel stehen einige Entscheidungen an. So kann die richtige Wahl der Trikots folgenschwere Verwechslungen auf dem Rasen verhindern.

Real Football 2008 von Gameloft und Ubisoft dribbelt durch den Strafraum und setzt zum Golden Goal an. Kann Fußball auf dem DS etwa doch Spaß machen und sollte ausgerechnet ein Hersteller von Handyspielen die Meisterschale ergattern?

Im Hauptmenü sollte der erste Weg ins Trainingscamp führen, um die grundlegende Steuerung zu erlernen. Wie bei einem Sportspiel zu erwarten, kommen hauptsächlich das Steuerkreuz und die Aktionstasten zum Einsatz. Mit dem Kreuz lenken wir den aktiven Spieler und die R-Taste löst Sprints aus. Alle anderen Aktionen hängen davon ab, ob wir im Ballbesitz sind oder nicht. Dribbeln wir das Leder, startet die L-Taste trickreiche Manöver. Die Aktionstasten sorgen für hohe oder flache Pässe, Vorlagen und Schüsse aufs Tor. Jagen wir stattdessen dem Gegner hinterher, können wir mit der L-Taste den Spieler wechseln, die Aktionstasten hingegen lassen unsere Spieler den Ball stellen, Grätschen oder sie holen den Torwart aus seinem Kasten hervor. Kommt es zu Standardsituationen wie Einwürfen, Eckbällen oder Freistößen, steuern sich diese erwartungsgemäß ähnlich. Lediglich beim Elfmeter kommt das Touchpad zum Einsatz. Ähnlich wie bei Pro Evolution Soccer für den DS ist das Tor in sechs Zonen aufgeteilt. Sowohl der Schütze als auch der Torwart müssen sich ein Feld aussuchen. Ist es identisch, wird der Ball gehalten.

Die Nahansicht offenbart, dass die Spielerdetails nicht mit der grafischen Opulenz von FIFA oder Pro Evolution Soccer mithalten kann.

Mit diesem Wissen bewaffnet, stürzen wir uns ins erste Match. Schon bei den Einstellungen für die Bolzpartie stellt sich die Frage, woher das "Real" im Spieltitel kommt. Zwar gibt es Nationalmannschaften und sechs verschiedene Ligen sowie unterschiedliche Stadien, aber das leidige Problem fehlender Lizenzen schlägt auch bei Real Football zu. So spielen Fußballsternchen wie Lehmon, Ballacq, Bodolski und Schveinstein in den Stadien von Catedral und Brendburg. Das sorgt für unfreiwillige Komik im Spiel. Dafür wurden die Mannschaften in ihren Stärken und Schwächen durchaus den realen Vorbildern nachempfunden, was dank anschaulicher Diagramme auf den ersten Blick zu erkennen ist. Vor dem eigentlichen Spielstart lassen sich dann noch die Aufstellung und die Spielweise festlegen. Es liegt an euch, ob Druck an der Sturmspitze ausgeübt werden soll oder der Torraum dicht gemauert wird. Damit sind jedoch noch nicht alle Entscheidungen getroffen. Neben der Spieldauer von fünf bis 15 Minuten und dem Schwierigkeitsgrad können wir uns aussuchen, ob wir bei Regen, Schnee oder Sonnenschein sowie tags oder nachts kicken wollen. Außerdem lässt sich bei einem Unentschieden aussuchen, ob es Verlängerung und Elfmeterschießen geben soll oder ob Golden- beziehungsweise Silvergoal über den Sieg entscheiden.

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