Real Football 2008 - Test
Bolzen und brüllen auf dem DS
Vor dem Spiel stehen einige Entscheidungen an. So kann die richtige Wahl der Trikots folgenschwere Verwechslungen auf dem Rasen verhindern.
Im Hauptmenü sollte der erste Weg ins Trainingscamp führen, um die grundlegende Steuerung zu erlernen. Wie bei einem Sportspiel zu erwarten, kommen hauptsächlich das Steuerkreuz und die Aktionstasten zum Einsatz. Mit dem Kreuz lenken wir den aktiven Spieler und die R-Taste löst Sprints aus. Alle anderen Aktionen hängen davon ab, ob wir im Ballbesitz sind oder nicht. Dribbeln wir das Leder, startet die L-Taste trickreiche Manöver. Die Aktionstasten sorgen für hohe oder flache Pässe, Vorlagen und Schüsse aufs Tor. Jagen wir stattdessen dem Gegner hinterher, können wir mit der L-Taste den Spieler wechseln, die Aktionstasten hingegen lassen unsere Spieler den Ball stellen, Grätschen oder sie holen den Torwart aus seinem Kasten hervor. Kommt es zu Standardsituationen wie Einwürfen, Eckbällen oder Freistößen, steuern sich diese erwartungsgemäß ähnlich. Lediglich beim Elfmeter kommt das Touchpad zum Einsatz. Ähnlich wie bei Pro Evolution Soccer für den DS ist das Tor in sechs Zonen aufgeteilt. Sowohl der Schütze als auch der Torwart müssen sich ein Feld aussuchen. Ist es identisch, wird der Ball gehalten. Mit diesem Wissen bewaffnet, stürzen wir uns ins erste Match. Schon bei den Einstellungen für die Bolzpartie stellt sich die Frage, woher das "Real" im Spieltitel kommt. Zwar gibt es Nationalmannschaften und sechs verschiedene Ligen sowie unterschiedliche Stadien, aber das leidige Problem fehlender Lizenzen schlägt auch bei Real Football zu. So spielen Fußballsternchen wie Lehmon, Ballacq, Bodolski und Schveinstein in den Stadien von Catedral und Brendburg. Das sorgt für unfreiwillige Komik im Spiel. Dafür wurden die Mannschaften in ihren Stärken und Schwächen durchaus den realen Vorbildern nachempfunden, was dank anschaulicher Diagramme auf den ersten Blick zu erkennen ist. Vor dem eigentlichen Spielstart lassen sich dann noch die Aufstellung und die Spielweise festlegen. Es liegt an euch, ob Druck an der Sturmspitze ausgeübt werden soll oder der Torraum dicht gemauert wird. Damit sind jedoch noch nicht alle Entscheidungen getroffen. Neben der Spieldauer von fünf bis 15 Minuten und dem Schwierigkeitsgrad können wir uns aussuchen, ob wir bei Regen, Schnee oder Sonnenschein sowie tags oder nachts kicken wollen. Außerdem lässt sich bei einem Unentschieden aussuchen, ob es Verlängerung und Elfmeterschießen geben soll oder ob Golden- beziehungsweise Silvergoal über den Sieg entscheiden.





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