Rainbow Six: Vegas - Test
Ab in die Stadt der Sünden
Das virtuelle Las Vegas zeigt sich wirklich von seiner besten Seite, da die tollen Kulissen sehr schön anzusehen sind.
Wie es der Name des Spiels schon sagt, dreht sich fast alles um die Stadt Las Vegas. Zu Beginn muss der Spieler jedoch auch noch andere Hindernisse überwinden, bis es in die Stadt der Sünde gehen kann. Am Anfang findet sich der Held an der mexikanischen Grenze wieder - auch dort haben sich wieder einmal Terroristen verschanzt, die der Spieler beseitigen muss. Zur Einführung muss man allerdings allein klar kommen, denn auf die Teamkameraden trifft Logan erst etwas später. Das ist aber keinesfalls schlimm, da so mehr Zeit bleibt um sich mit den grundlegenden Gameplayelementen vertraut zu machen. Dabei stehen immer wieder nützliche Hinweise am Bildschirm, die den Einstieg sichtlich erleichtern. Sobald die anfänglichen Einlagen verstanden sind, geht es zum Team. Damit alles schnell begriffen ist, gibt es hier wieder viele hilfreiche Tipps. Ist diese erste Aufgabe erfolgreich absolviert worden, kommt es gleich zu den Anschlägen in Las Vegas. Damit die Einheiten vor Ort von einem erfahrenen Mann unterstützt werden, fliegt auch der Spieler mit dem Hubschrauber sofort zum Einsatzort. An dieser Stelle zeigt sich übrigens auch, dass die Missionen übergangslos aneinandergereiht wurden, was die Atmosphäre erhöht. Zwischen den Checkpoints gibt es jedoch immer wieder Ladezeiten, was an sich nichts Ungewöhnliches ist. Die Ladevorgänge der Playstation 3-Version präsentieren sich jedoch äußerst lang, was hin und wieder an den Nerven zerrt. Es ist nicht immer üblich, dass in einem Shooter auch das Gameplay gelungen ist, aber bei Rainbow Six: Vegas kann aufgeatmet werden, denn hier ist alles wohl durchdacht. Das komplette Spiel ist auf das Team aufgebaut. Neben der eigenen Figur darf man nämlich noch zwei weitere Charaktere befehligen. Ob diese nun direkt zum Angriff übergehen oder an einer Stellung verharren, bleibt der Entscheidung des Spielers überlassen. Ebenso kann per Knopfdruck bestimmt werden, zu welchem Ort sich die Kollegen bewegen sollen. Diese Einlagen zeigen sich stets in einem guten Licht, da die Abwechslung so nie zu kurz kommt. Der taktische Aspekt wurde ebenfalls von den Entwicklern berücksichtigt. Wer nämlich ohne Hirn durch die Level rennt, wird wenig bis gar keinen Erfolg haben. Das liegt vor allem an der überaus guten KI. Die Gegner bewegen sich äußerst taktisch fort und haben vom Stellungskampf bis hin zu überraschenden Angriffen viele Einlagen in petto. Der Schwierigkeitsgrad ist dementsprechend recht knackig, was nicht schlimm ist, da ein Frustgefühl nur in wenigen Situationen entsteht. Vielmehr geht es darum, dass der Spieler selber auch langsam vorangehen muss. Schwierige Momente müssen immer gut geplant werden. Ist zum Beispiel eine Geisel in Gefahr, muss der Teamleiter seine Truppe zur Tür schicken und diese zum Eindringen vorbereiten. Ob dies nun mit einer Granate oder einer Blendladung geschieht, muss selbst entschieden werden.
Ein Mitglied einer Spezialeinheit wäre wohl nicht sehr viel wert ohne seine Ausrüstung. Aus diesem Grund kann man sich in Rainbow Six: Vegas über ein riesiges Equipment freuen. Ob nun Gewehre, Pistolen oder Granaten - hier gibt es alles was das Herz begehrt. Im Helikopter zwischen den Einsätzen kann die Ausrüstung aufgefrischt und geändert werden, sodass für jedes Level die passende Waffe vorhanden ist. Das ist aber noch lange nicht alles was die kampferprobten Figuren zu bieten haben. Ein Knopfdruck auf den Controller genügt und schon setzt der Charakter wahlweise ein Nachtsichtgerät auf oder geht in den Wärmemodus - so steht für jede Situation die richtige Ausrüstung bereit.
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