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Special
Alles Browser? 1
Neuste: 26.04.2009 08:03
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Chulmin Kim | 24.04.2009, 14:39 Uhr

Quo Vadis - Special
Alles Browser?

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Bei den diesjährigen Deutschen Gamestagen in Berlin waren Browserspiele die große Hoffnung einer ganzen Entwickler-Community. Denn Deutschland ist in dieser Hinsicht Weltmeister. Mit Gameforge und Bigpoint haben es zwei Firmen an die Spitze geschafft, belegen sie doch weltweit Platz eins bzw. drei im MMO-Bereich. Vorteil dieser Art von Spielen ist, dass man sie anders als sonstige Onlinespiele ohne das Downloaden eines Clients oder Installation im Browser spielen kann. Die Computer, auf denen sie zum Laufen gebracht werden, können ohne Probleme auch älteren Datums sein. Das macht sie auch für Casual Gamer besonders interessant - dementsprechend hoch sind die Nutzerzahlen.
Heiko Hubertz, Chef und Gründer der Firma Bigpoint aus Hamburg, teilte den Besuchern der Venture Lounge mit, dass seine Firma inzwischen mit derzeit 27 Onlinespielen über eine Zahl von 60 Mio. registrierten Usern verfüge. Vor kurzem hatte Hubertz zusammen mit seinen Geschäftspartnern 70% der Geschäftsanteile der von ihm gegründeten Firma an die amerikanische NBC-Universal-Gruppe zum Preis von rund 70 Mio. Euro verkauft. Zurzeit registrieren sich täglich rund 200.000 neue User. Das geht einher mit zahlreichen Medienpartnerschaften und Kooperationsdeals, die unter anderem dazu beigetragen haben, dass inzwischen viele Fernsehsender wie Pro7, RTL, Sat1, MTV, VIVA und viele andere Browserspiele von Bigpoint auf ihren Webseiten integriert haben. Der Deal sichert eine gerechte Aufteilung des Umsatzes zu. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres unter massiver Aufstockung der zurzeit 240 Mitarbeiter zur weltweit größten Gaming-Webseite der Welt zu werden.

Browserspiele generieren nach neueren Schätzungen momentan rund 800 bis 900 Mio. Euro im Jahr. Die Milliardengrenze wird voraussichtlich noch Ende 2009 überschritten werden. In ihrem Portofolio bietet die Firma Bigpoint neben Casual Games und skillbasierten Spielen vorwiegend Browser- und seit neuestem auch clientbasierte Spiele an. Die Community organisiert sich mittels der dafür vorgesehenen Webtools in Gruppen (Clans) und nutzt dazu aktiv die Chat-Funktionen ihrer Profile, auf denen man seit einiger Zeit ähnlich wie bei Facebook auch Fotos und Videos online stellen und mit seinen Mitspielern teilen kann. Bigpoint setzt hierbei wie Gameforge auf In-House-Entwicklung, auf eine ansprechende robuste Grafik und eine möglichst einfache Lokalisierbarkeit der eigenen Titel.

Heiko Hubertz, CEO Bigpoint

Anreize Browsergames zu nutzen sind zum einen die sammelbaren Trophäen, die Turniere, bei denen man bis zu 10.000 Euro Preisgelder gewinnen kann, und die Tatsache, dass man bei der digitalen Browserunterhaltung wirklich Leute aus nahezu allen Teilen der Welt trifft. In den Foren und durch die Facebook-ähnlichen Community-Features können sich Spieler auch etwas näher kennenlernen, gemeinsam Spaß haben. Im Gegensatz zu konventionellen MMOGs der Marke World of Warcraft gibt es keine Hürden, was Server- und Mitspieler-Selektionen anbelangt. Dadurch versucht man die Lücke zwischen der Casual- und der Hardcore-Zielgruppe zu schließen und dadurch völlig neue potentielle Kunden für die Produkte aus dem eigenen Portfolio zu begeistern. Nicht die beste Technologie macht hier das Rennen, sondern das beste Design. Denn eine gute Gestaltung macht in der Regel Spaß und führt dadurch auch mittelfristig zum kommerziellen Erfolg. Geld verdient Bigpoint in erster Linie durch den Verkauf von Ingame-Items, die einem für begrenzte Zeit Vorteile verschaffen. Eine weitere Einnahmequelle ist Werbung, die derzeit jedoch in noch keinem Verhältnis zu den Umsätzen aus dem Itemverkauf steht.

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Alles Browser? Kommentare (1)

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Ghaleon

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Friendinvite

26.04.2009, 08:03 Uhr

Anders als das Video finde ich diesen Artikel super ^^

Ich hoffe ehrlich gesagt nicht, dass dieses Modell von Bigpoint und Gameforge noch sehr viel erfolgreicher werden und alle Spiele in Zukunft so laufen.
Denn die Qualität der Spiele und vor allem das Balancing hinkt hier massiv.

Schade, dass das Geschähftsmodell "Zahlen nach Ingame-Zeit" nicht schule macht bzw. wohl nicht wirtschaftlich ist, zumindest für mich wäre das die Optimale lösung.

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