Quo Vadis - Special
Alles Browser?
Browserspiele generieren nach neueren Schätzungen momentan rund 800 bis 900 Mio. Euro im Jahr. Die Milliardengrenze wird voraussichtlich noch Ende 2009 überschritten werden. In ihrem Portofolio bietet die Firma Bigpoint neben Casual Games und skillbasierten Spielen vorwiegend Browser- und seit neuestem auch clientbasierte Spiele an. Die Community organisiert sich mittels der dafür vorgesehenen Webtools in Gruppen (Clans) und nutzt dazu aktiv die Chat-Funktionen ihrer Profile, auf denen man seit einiger Zeit ähnlich wie bei Facebook auch Fotos und Videos online stellen und mit seinen Mitspielern teilen kann. Bigpoint setzt hierbei wie Gameforge auf In-House-Entwicklung, auf eine ansprechende robuste Grafik und eine möglichst einfache Lokalisierbarkeit der eigenen Titel.
Anreize Browsergames zu nutzen sind zum einen die sammelbaren Trophäen, die Turniere, bei denen man bis zu 10.000 Euro Preisgelder gewinnen kann, und die Tatsache, dass man bei der digitalen Browserunterhaltung wirklich Leute aus nahezu allen Teilen der Welt trifft. In den Foren und durch die Facebook-ähnlichen Community-Features können sich Spieler auch etwas näher kennenlernen, gemeinsam Spaß haben. Im Gegensatz zu konventionellen MMOGs der Marke World of Warcraft gibt es keine Hürden, was Server- und Mitspieler-Selektionen anbelangt. Dadurch versucht man die Lücke zwischen der Casual- und der Hardcore-Zielgruppe zu schließen und dadurch völlig neue potentielle Kunden für die Produkte aus dem eigenen Portfolio zu begeistern. Nicht die beste Technologie macht hier das Rennen, sondern das beste Design. Denn eine gute Gestaltung macht in der Regel Spaß und führt dadurch auch mittelfristig zum kommerziellen Erfolg. Geld verdient Bigpoint in erster Linie durch den Verkauf von Ingame-Items, die einem für begrenzte Zeit Vorteile verschaffen. Eine weitere Einnahmequelle ist Werbung, die derzeit jedoch in noch keinem Verhältnis zu den Umsätzen aus dem Itemverkauf steht.
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Ghaleon
26.04.2009, 08:03 Uhr
Ich hoffe ehrlich gesagt nicht, dass dieses Modell von Bigpoint und Gameforge noch sehr viel erfolgreicher werden und alle Spiele in Zukunft so laufen.
Denn die Qualität der Spiele und vor allem das Balancing hinkt hier massiv.
Schade, dass das Geschähftsmodell "Zahlen nach Ingame-Zeit" nicht schule macht bzw. wohl nicht wirtschaftlich ist, zumindest für mich wäre das die Optimale lösung.