Pure - Test
ATVs mit Fluglizenz
Das ATV-Spektakel Pure von den Blackrock Studios nutzt jede Sekunde, um euch genau dieses rauchige Rennfeeling zu vermitteln. Es geht über staubige Wüstenkurse, matschige Bergserpentinen, tropische Trampelpfade sowie hügelige Waldwege. Und überall spritzt euch der Dreck nur so um die Ohren. Dank der enormen Geschwindigkeit und guter Federung in den Quads wird jede noch so kleine Erhebung zur Sprungschanze, während jede größere Kuppe zum sekundenlangen Flug in schier endlose Schluchten führt. Mit dem testosterongeschwängerten Rocksoundtrack im Ohr ist es somit nur noch eine Frage von Sekunden, bis die Nebennieren Adrenalin in die Blutbahn pumpen.
Natürlich ist Pure keine Simulation, denn mit Realismus wäre dieser Racing-Rausch nur schwer zu vermitteln. Nein, Blackrock hat einen puren Arcade-Hit aus dem Hut gezaubert, der so wie er ist in jeder Spielhalle stehen könnte, denn Ballast ist für das Design dieses Offroad-Spektakels ein Fremdwort. Nicht nur weil die Menus knackig sind, die Physik ausgehebelt wird und man sich nicht mit ausschweifenden Tutorials aufhält, sondern weil jede Kleinigkeit auf reinen Spielspaß ausgelegt wurde.
Vielleicht ist sogar Nervenkitzel das bessere Wort, denn Pure lässt euch kaum Platz zum Atmen. Mit Ausnahme der kurzen Sprintkurse besteht nämlich jede der insgesamt rund 30 Strecken aus unzähligen Erhebungen, die den zerklüfteten Umgebungen ein einzigartiges Profil geben. Wer mit ordentlich Geschwindigkeit auf einen Hügel heizt, den Analogstick zum Aufladen nach unten und am höchsten Punkt des Bergs nach oben bewegt, holt genug Schwung, um weitere Hindernisse mit einem riesigen Satz zu überspringen. Übertriebener Arcade-Spaß pur. Und da es manchmal einige Sekunden dauert, bis die vier Räder eures Gefährts auf dem Boden aufschlagen, habt ihr zwischenzeitlich genug Spielraum, um ein paar waghalsige Stunts auszuführen. Der Sinn dieser Übung: Sofern ihr landet, ohne zu stürzen, bekommt ihr ein wenig Sprit für den Nitro-Boost gutgeschrieben, der euch wiederum erlaubt, noch mehr Anlauf für noch waghalsigere Tricks zu nehmen.
Bis ihr auf dem ATV den Pilotenschein macht, wird allerdings einige Zeit vergehen, zumal die knapp 30 Strecken in sieben Umgebungen erst im recht einfach gestrickten Welttournee-Modus freigeschaltet werden wollen. Zehn Touren a vier bis sieben Veranstaltungen, die in drei Modi unterteilt wurden, stehen dafür bereit. In den Wettrennen gilt es durch möglichst viele Stunts Boost zu sammeln und als Erster ins Ziel einzufahren. Die beiden anderen Modi verlagern den Fokus auf jeweils einen von beiden Aspekten. So setzt Sprint auf euer fahrerisches Können und bietet enge Kurse mit maximal ein bis zwei Sprungpassagen ohne ausschweifende Stuntmöglichkeiten, während der Freestyle-Modus ein waghalsiges Sprungmanöver nach dem anderen für die Highscore-Jagd verlangt und euch dafür extrem buckelige Pisten zuweist. Zudem dürfen beim Freestyle herumliegende Bonussymbole eingesammelt werden, die das auferlegte Zeitlimit strecken oder den Punkte-Multiplikator erhöhen.
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