Prince of Persia - Preview
Klassisches frisch verpackt
Des Prinzen Leben könnte eigentlich gar nicht besser laufen: Sich gerade noch mit mehreren Priesterinnen vergnügt, den Esel voller Gold bepackt, schlendert er durch die Wüste. Wenige Augenblicke später allerdings - nur ein kurzer unaufmerksamer Moment - steht der Prinz ohne Esel da. Panisch umkurvt er Steine und Felsvorsprünge. Die Rufe nach seinem Lasttier verhallen in der Weite des Sandes. Noch bevor das nächste "Faraaah" über seine Lippen kommen kann, fällt auch schon eine wunderschöne, zierliche, junge Frau auf ihn. Lediglich ein kurzes "Hi" kann er ihr entgegen hauchen, bevor sie ihn fest an eine Felswand drängt. Nur wenige Meter über ihnen halten drei Wachen kurz inne und machen kehrt. Verdutzt schaut ihr der unbekannten Begegnung hinterher, wie sie in die Ferne stürmt. Die ersten Annäherungen zwischen Prinzessin Elika und dem Prinzen dienen als kleines Tutorial. Erste Sprünge, Kampfsequenzen und einen leichten Einstieg in die Geschichte gewähren euch in nur wenigen Sekunden einen guten Überblick. Gegen Ende dieser Einführung rettet euch die holde Schönheit sogar das Leben, als ihr aufgrund einer einstürzenden Brücke in eine tiefe Schlucht zu fallen droht. Zum Dank begleitet ihr eure neue Freundin ganz Gentleman-like zu einem riesigen, prachtvollen Tempel, der inmitten der Sanddünen nach oben ragt und aus dem sich ein mächtiger Baumstamm seinen Weg gen Himmel bahnt.
Schon während der ersten Schritte in der monströsen Baute reißt ihr Witze über Ahruman, den bösen Gott, der bereits jahrelang unter einem Siegel sein Dasein fristet. Thronfolgerin Elika dagegen hat gehörigen Respekt und ist froh, dass Ahruman durch die Kräfte der Ahura sicher gefangen bleibt. In einer hohen, großräumigen Halle werfen wir schließlich einen genaueren Blick auf das sagenumwobene Siegel. Es funkelt. Es versprüht Magie. Ohne sich vorher angemeldet zu haben, platzt Elikas Vater, seines Zeichens König und somit Anführer der Ahura, in unsere Erkundungs-Tour und zückt das Schwert. Die Klingen kreuzen sich, ein Angriff folgt dem nächsten. Bevor wir dem verdienten, schwarzgekleideten Herrscher die Münzen für den Fährmann auf die Augen legen können, zertrümmert der Gute das Siegel Ahrumans. Die Erde bebt, schwarze Rauchschwaden steigen aus einem riesigen Loch empor. Jetzt geht es um Leben und Tod. Immer mehr Bodenplatten brechen auf, stürzen in den Abgrund. Wir bahnen uns einen Weg über die klaffenden Schluchten und sind heilfroh, als wir mit letzter Kraft durch die meterhohen Tore des Tempels stürzen und uns in Sicherheit wiegen. Viel müsst ihr während solcher Sequenzen nicht machen. Ähnlich wie in Assassin's Creed sind die kompliziert aussehenden Sprung- und Klettermanöver sehr leicht zu bewältigen. Es ist ein gelungener Mix aus eindrucksvoller Inszenierung und eigenem Anteil am Erfolgserlebnis.
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