Parabellum - Special
Ganz viel Peng-Peng für lau
Den Herausgebern vor über vier Jahren ein reines Multiplayer-Gerüst wie das von Parabellum vorzustellen war keine von Erfolg gekrönte Idee, erzählt uns Firmenmitgründer André Herbst. "Wo ist der Solomodus?", "Wie jetzt, kein Singleplayer?", "Wtf!? Singlesoloeinzel ftw!" seien die häufigsten Reaktionen gewesen. Und so stauten sich weiterhin EUR-förmige Rauchwolken über den Acony-Büros an - Geld, das aus eigener Tasche bezahlt und ohne starken Finanzier in ein Spiel gesteckt wurde, bevor sich irgendwann K2 Network als Vertrieb für Nordamerika und Europa einklinkte; der japanische und vietnamesische Raum wird dagegen mittlerweile von Aeria Games abgedeckt. Im Jahr 2006 fiel schließlich die Entscheidung, auf die Free-to-Play-Schiene aufzuspringen und Parabellum als kostenlos spielbaren Shooter anzubieten.
Die anwesenden Entwickler wurden nicht müde, das Geschäftsmodell ihres Babys als "Dienstleistung" zu bezeichnen. Soll heißen: Acony sieht den Release des Spiels, der übrigens im dritten Quartal des Jahres über die Bühne gehen soll, nicht als abgeschlossenes Projekt an. Vielmehr geht es darum, kontinuierlich neue Inhalte nachzureichen. Deswegen werden es zunächst lediglich zehn Prozent davon in den mit rund 500 MByte angenehm schlanken Client schaffen, bevor man die Spieler in einem Fünf-Jahres-Plan Woche für Woche, Monat für Monat mit neuem Content füttert. Wichtig ist vor allem, dass die Userschaft auch lange genug bleibt, um all die Happen zu schlucken. Hier muss Acony also mit inneren Werten punkten, und hier hat ihr Zögling einiges zu bieten.
Er schickt euch in die nähere Zukunft, wo anstelle des Militärs private Sicherheitsunternehmen für Recht und (Un-)Ordnung sorgen. Ein globaler Konflikt entbrennt und Söldnerarmeen entstehen, bevor sich aus den Wirren des Gerangels um das Machtpendel zwei gewichtige Parteien herauskristallisieren. Die Counter Terror Force (lieb) und das Syndikat (stinkig) stellen die zwei Streithähne und damit genug Zündstoff für ein langsam überlaufendes Pulverfass, das sich in einem Krieg entlädt. Der soll irgendwann auf der ganzen Welt toben, verrät André Herbst. Zum Release wird es erst mal nur eine Hand voll Maps im virtuellen New York geben, aber nach und nach will man in die Tiefen des virtuellen Globus' vordringen und weitere Schauplätze zugänglich machen. Neben verwinkelten Hinterhöfen und einer Hafengegend, die beim Probespiel schon von einem Auge für gelungenes Leveldesign zeugten, sollen es später unter anderem Manhattan, der Central Park, Dschungel-Maps und verschneite Karten ins Spiel schaffen. Wütet dieser Krieg also auch im ewigen Eis à la Battlefield: 2142? Wir werden sehen. Ehrensache übrigens, dass sich Kreativköpfe auch im nachgelieferten Editor austoben, eigene Inhalte erstellen und sie anderen Usern online anbieten können.
Um neben den kostenlos veröffentlichten Maps auch Geld zu scheffeln, setzt Acony auf ein Business-Modell, das Item-Selling und die Einbindung von Ingame-Werbung umfasst. Letzteres ist insofern sinnvoll, als dass man Plakate und andere große Flächen in New York oder anderen Städten mit Anzeigen bepinseln kann, ohne dass die Illusion einer glaubwürdigen Spielwelt zerstört wird. Auf den beiden von uns gespielten Karten funktionierte dieses System tadellos, subtil, unaufdringlich. Und keine Angst: Wenn später Dschungelabschnitte hinzukommen, braucht ihr keine Affen zu befürchten, die mit Coka-Cola-Plakaten im Kugelhagel wedeln, merkt Produkt-Manager Lars Janssen schmunzelnd an.
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gamesalive
03.04.2009, 22:16 Uhr
Der Shooter an sich ist auch schon relativ weit, bis jetzt sind mir noch keine Bugs aufgefallen, allerdings fehlen noch Funktionen wie Freundeslisten oder PMs, etc.
Die Bilder die hier zu sehen sind sind übrigens auf der ersten Seite Artworks und auf der zweiten Seite gerendert.
Grüße!
Fotomoloman
01.04.2009, 23:25 Uhr
Mitani
01.04.2009, 23:03 Uhr
Fotomoloman
01.04.2009, 17:51 Uhr
kairtok
01.04.2009, 15:29 Uhr
Meister Tupil
01.04.2009, 15:07 Uhr
Motto: Traue niemandem am 1. April ;P
Tooffi
31.03.2009, 16:26 Uhr
Mal sehen was daraus wird