Overlord - Test
Erfüllt eure bösen Gelüste!
Als dunkler Herrscher macht man sich selbst nicht die Finger schmutzig, sondern schickt Schergen für die dreckige Arbeit aus.
Die Gehilfen haben aber noch nicht ausreichend Respekt und dies wird schon früh deutlich. In der Einführung der Steuerung kommt einer dieser Wichte mit Narrenkappe daher und meint, er wäre besser als der Overlord. Also schnell ein paar hier und da geklatscht, damit er wieder zur Besinnung kommt. Will er nicht? Am besten gleich die Schergen aussenden, sollen die sich mit dem Abschaum abplagen. Getreu diesem Motto wird sich auch der weitere Spielverlauf in Szene gesetzt. Nur wenige Aufgaben übernimmt man selbst, sehr viel häufiger werden die Handlanger entsandt.
Eingangs erwähnt, ist die Behausung des Overlords längst nicht dem Standard gerecht. Überall sind zerstöre Mauern, das Turmherz ist verschollen und insgesamt ist es mehr ein trostloser, als ein Furcht einflößender Anblick. Also nichts wie raus in die weite Welt, um Ruhm und Ehre durch Plünderei und Mord zu erhalten. Eigentlich erwartet man eine finstere, mit Nebelschwaden durchzogene Welt - aber nicht in Overlord. Dort schwärmen ein paar Bienen umher, die Schafe blöken zufrieden in der Sonne. Ach wie herrlich wäre doch ein Picknick an diesem wunderbaren Ort. Picknick? Mumpitz! Es soll geschändet und gebrandschatzt werden.
Die Ideen der Entwickler sind herrlich abgedreht. Schade nur, dass es aber auf Dauer an Anziehungskraft und Abwechslung fehlt.
Nach und nach kann so die Festung weiter ausgebaut werden, denn der weise Lehrer und Schergenmeister beschwert sich schon darüber, dass ihm all das grüne Gras und Vogelgezwitscher mächtig auf die Glocke gehen. Die Suche nach den Burgteilen gestaltet sich dabei in einem guten Licht. Immer wieder trifft man nicht nur auf herrlich abgedrehte Charaktere, sondern auch ihre Geschichten. Schade nur, dass zwar die Ideenvielfalt zu überzeugen weiß, aber spielerisch stetig die gleichen Aufgaben warten. Die Schergen aussenden, etwas zerstören, die Feinde töten und dann ein neues Bauteil mit nach Hause schleppen. Erfreulich ist da schon mehr, dass man sich selbst weiterentwickelt und so stetig kräftiger und gefürchteter wird. Man wird langsam aber sicher wirklich zu einem Overlord, dem sein Name auch zusteht.
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könntest
25.07.2007, 17:52 Uhr
henrik
25.07.2007, 13:18 Uhr