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Test zum Spiel: Operation Flashpoint: Red River Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS3, XBox 360
Release:
PC: April 2011
Playstation 3: April 2011
XBox 360: April 2011
Status:
keine Angabe
Publisher:
Codemasters
Entwickler:
Codemasters
Genre:
Shooter
USK:
keine Angabe
Offizielle Seite:
flashpointgame.com
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

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Mirco Ruppelt | 26.04.2011, 14:10 Uhr

Operation Flashpoint: Red River - Test
Steck den Sand nicht in den Kopf

1 Wertung

Operation Flashpoint: Red River soll die Serie wieder zurück an die Spitze der schwächelnden Taktik-Shooter-Sparte katapultieren. Codemasters schafft es aber nicht, die Schönheitsfalten des Vorgängers auszubügeln und den Wüstenausflug packend zu inszenieren. Übertriebener US-Patriotismus und vulgärer Kriegsjargon sollen über den müden Marine-Einsatz hinwegtrösten.
Das Leben eines US-Marines ist wahrlich kein beneidenswertes: Ständig hechelt man durch tödliche Kugelhagel, ständig schiebt man Kohldampf, weil sich der Einsatz schon wieder hinauszögert, und obendrein wird man noch taub, weil sich in die zischende und krachende Klangkulisse zusätzlich das barsche Geplärre unseres Vorgesetzten mischt. Das Leben eines US-Marines in Operation Flashpoint: Red River dagegen ist ungemütlicher als ein Kampfanzug aus Igelborsten, denn im Spiel kämpfen wir unter anderem gegen Afghanen und Chinesen, obwohl wir gar nicht wissen, was die überhaupt wollen. Oder was wir von denen wollen. Aber wenn uns Staff Sergeant Knox befiehlt, den „verfluchten Tadschi-Pissern den Arsch aufzureißen“, dann machen wir das halt.

Wenn Operation Flashpoint: Red River eine Geschichte hat, dann hat sie nichts mehr mit der des Vorgängers Dragon Rising gemein. Während wir damals noch durchs Unterholz und Blattwerk der Sachalin-Insel gerobbt sind, kauern wir jetzt im brennenden Sand der Tadschikistan-Wüste. Die hier rebellierende Islamische Turkestan-Partei (ITP) hat nämlich nicht nur ein Auge auf uns, sondern auch auf China geworfen. Und bei dem ganzen Tumult muss natürlich auch die al-Quaida ordentlich mitmischen. Wie auch immer: Die Chinesen rücken aus und attackieren die Taliban-ähnlichen Gegner, haben also denselben Feind wie wir. Umso fragwürdiger, warum die „Reisfresser“ plötzlich auch gegen uns vorgehen. China im Krieg mit den USA? Codemasters scheint sich der hanebüchenen Story bewusst zu sein und bleibt uns bis zuletzt eine vernünftige Erklärung schuldig.

Auch Red River besticht mit einer enormen Weitsicht, wobei die Grafikdetails in der Ferne deutlich abnehmen.

Also ballern wir uns während der zehn Mission umfassenden Kampagne durch feindbesetzte Dörfer, spurten oder fahren kilometerweit durch die Wüste und fragen uns ständig, was wir hier eigentlich wollen. Ganz im Gegensatz zu unserem Protagonisten, der ohne Stimme zur Welt gekommen zu sein scheint und daher zu keiner Zeit die Einsatzziele hinterfragt. Stattdessen spult Sergeant Knox unermüdlich seine zehn Gebote runter, etwa „Halte dich bedeckt und trenne dich nicht von deinem Team!“ oder „Achte auf deine Munition und führe immer ein volles Magazin bei dir!“.

Als Oberhaupt von Team Bravo übernehmen wir das Kommando über drei Soldaten. Die werden - ebenso wie Team Alpha und Team Charlie - von der KI gesteuert.

Diese Hinweise sind wichtig, weil auch Red River Wert auf taktische Gefechte legt. Schusswechsel spielen sich meist über große Distanz ab; nur selten bekommen wir Feinde direkt vor die Flinte. Das Waffenarsenal beschränkt sich demnach auf (Scharfschützen-)Gewehre, Pistolen und Sprengkörper - das Jagdmesser wurde gestrichen. Hin und wieder jagen wir mit schwerem Gerät auch Panzer oder Helikopter in die Luft; Fahrzeug- und Personenminen oder generell Wurfgeschosse, insbesondere Blend- und Rauchgranaten kommen aber so gut wie nie zum Einsatz. Das ist schade, denn erneut haben wir über drei unterschiedliche Soldaten das Kommando und dürfen uns vor jedem Einsatz für eine Klasse entscheiden - darunter MG-, Granatwerfer- und Gewehrschütze sowie der duckmäuserische Aufklärer.

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