Operation Flashpoint: Red River - Test
Steck den Sand nicht in den Kopf
Wenn Operation Flashpoint: Red River eine Geschichte hat, dann hat sie nichts mehr mit der des Vorgängers Dragon Rising gemein. Während wir damals noch durchs Unterholz und Blattwerk der Sachalin-Insel gerobbt sind, kauern wir jetzt im brennenden Sand der Tadschikistan-Wüste. Die hier rebellierende Islamische Turkestan-Partei (ITP) hat nämlich nicht nur ein Auge auf uns, sondern auch auf China geworfen. Und bei dem ganzen Tumult muss natürlich auch die al-Quaida ordentlich mitmischen. Wie auch immer: Die Chinesen rücken aus und attackieren die Taliban-ähnlichen Gegner, haben also denselben Feind wie wir. Umso fragwürdiger, warum die „Reisfresser“ plötzlich auch gegen uns vorgehen. China im Krieg mit den USA? Codemasters scheint sich der hanebüchenen Story bewusst zu sein und bleibt uns bis zuletzt eine vernünftige Erklärung schuldig.
Auch Red River besticht mit einer enormen Weitsicht, wobei die Grafikdetails in der Ferne deutlich abnehmen.
Diese Hinweise sind wichtig, weil auch Red River Wert auf taktische Gefechte legt. Schusswechsel spielen sich meist über große Distanz ab; nur selten bekommen wir Feinde direkt vor die Flinte. Das Waffenarsenal beschränkt sich demnach auf (Scharfschützen-)Gewehre, Pistolen und Sprengkörper - das Jagdmesser wurde gestrichen. Hin und wieder jagen wir mit schwerem Gerät auch Panzer oder Helikopter in die Luft; Fahrzeug- und Personenminen oder generell Wurfgeschosse, insbesondere Blend- und Rauchgranaten kommen aber so gut wie nie zum Einsatz. Das ist schade, denn erneut haben wir über drei unterschiedliche Soldaten das Kommando und dürfen uns vor jedem Einsatz für eine Klasse entscheiden - darunter MG-, Granatwerfer- und Gewehrschütze sowie der duckmäuserische Aufklärer.
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