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Test zum Spiel: Operation Flashpoint 2 Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS3, XBox 360
Release:
PC: 08. Oktober 2009
Playstation 3: 08. Oktober 2009
XBox 360: 08. Oktober 2009
Status:
Released
Publisher:
Codemasters
Entwickler:
Codemasters
Genre:
Shooter
USK:
Ab 16 Jahren
Offizielle Seite:
codemasters.com
Fanseite:
keine Angabe

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Alexander Glup | 27.08.2008, 12:00 Uhr

Operation Flashpoint 2 - Preview
Realismus an der Grenze

1

Die Messe beginnt gleich mit einem potenziellen Highlight: Wir dürfen einen Blick auf Operation Flashpoint 2 werfen. Fans der realistischen Kriegssimulation mussten ganze sieben Jahre schmoren, aber nun ist es bald soweit. Ende des Jahres soll die Fortsetzung erscheinen und verspricht eine geballte Ladung Action.
In weiter Ferne legt sich eine Hügelkette weich und natürlich über den Bildschirm, die Bäume wiegen langsam im lauen Sommerlüftchen und die Sonne verbrennt den Soldaten den Pelz. Aber für solcherlei angenehme Dinge bleibt leider kaum Zeit. Nur wenige Sekunden nach der Ankuft des Panzerverbands und der dazugehörigen Grenadiere zerbricht Mörserfeuer die schöne ländliche Idylle. Dreck wird aufgewirbelt und spritzt den Kämpfern ins Gesicht, Scharfschützen nehmen unachtsame Gestalten aufs Korn. Kurzum: Überall lauern Gefahren. Wer nicht gerade Deckung hinter einem Panzer sucht, macht sich auf den Weg, im leicht hügeligen Gelände Schutz zu finden. Oder schmeißt sich geradewegs in den Dreck, um dem donnernden Beschuss zu entgehen. Langsam aber stetig rücken die schweren Verbände auf die gegnerische Stellung zu, Soldaten sterben und schwer gepanzerte Fahrzeuge explodieren nach etlichen Teffern. Nun, da es fast aussichtlos erscheint, donnern Jets in Richtung Anhöhe, auf der sich der Feind verschanzt hat, und eine gewaltige Explosion raubt allen Anwesenden den Atem - die pralle 500-Pfund-Bombe hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Mörserstellungen sind zerstört, die US-Army trägt den Sieg davon. Willkommen in Operation Flashpoint 2.

Malerisch ... wenn da nicht die Rauchwolken und die bewaffneten Soldaten wären, könnte man hier glatt ein Häuschen anmieten.

Dies ist nur die Momentaufnahme eines riesigen, pulsierenden Schlachfelds. Hobby-Kriegstreiber dürfen auf rund 220 Quadratkilometern ordentlich die Sau rauslassen und die Insel im Alleingang oder innerhalb der zahlreichen Missionen erkunden. Das natürliche Terrain lädt aber nicht nur zum Verweilen ein, sondern ist hin und wieder auch sehr gefährlich. Außerhalb der Missionen müsst ihr immer wieder auf Hinterhalte gefasst sein oder könnt, sofern ihr eine Ansammlung von Söldernern der Gegenseite erspäht, diese durch Deckungsspielchen zwischen den rund 1,5 Millionen Bäumen selbst in einen locken. Blinde Rage kann auch nach hinten losgehen: Zerstört ihr wie wild die Landschaft, kann sich das in späteren Missionen rächen, die euch an bereits ausgekundschaftete Orte zurückführen. Legt ihr also ein Dorf in Schutt und Asche und müsst später auf der Flucht vor einer feindlichen Fraktion genau dort Schutz suchen, habt ihr euch vielleicht bereits im Vorfeld das eigene Grab geschaufelt.

Realismus war und ist das alles entscheidende Schlüsselwort in Operation Flashpoint - auch der Nachfolger macht hier keine Ausnahme. Wer nicht ausreichend Deckung sucht und sich nicht vor Hinterhalten in Acht nimmt, küsst schneller die blutige Erde als ihm lieb ist. Der Schwierigkeitsgrad liegt zwar wie üblich hoch, aber nicht in unmöglichen Regionen. Die Entwickler möchten, dass ihr für jede Aktion doppelt und dreifach überlegt, anstatt einfach nur drauflos zu preschen. Ihr tragt dabei nicht nur die Verantwortung für euch selbst, sondern auch für einen Trupp Marines, der euch in der Regel auf den Streifzügen über die Insel begleitet. Das Befehlssystem ist so einfach wie möglich gehalten: Die Kommandos beschränken sich auf "Lauf hierhin" und "Beschütze das Objekt". Wirklich ausführliche Planungen á la Brothers in Arms, komplett mit Übersichtkarte und allen Drum und Dran, sucht ihr vergebens.

Die künstliche Intelligenz der Mitstreiter und Gegner soll einen immer wieder überraschen: Unvorhergesehenes, zufälliges Vorgehen lautet die Devise. Wiederholt ihr eine Mission, soll der Feind immer wieder eine neue Taktik wählen, um euch auf den Pelz zu rücken. Damit aber nicht genug: Auch eure Verbündeten gehen immer wieder anders vor. Und dabei passiert es durchaus, dass ihnen Fehler unterlaufen. So könnte die bereits erwähnte 500-Pfund-Bombe ihr Ziel verfehlen, und es liegt an euch, den schwer befestigten Hügel zu erstürmen. Zusätzlich tickt im Hintergrund ein unterschwelliges Moralsystem. Sofern die Feinde merken, dass sie den Kürzeren ziehen, nehmen sie die Beine in die Hand und geben Fersengeld. Ebenso kann es passieren, dass ein Hinterhalt gar nicht erst zustande kommt, weil die Gegner bereits im Vorfeld feststellen, dass sie gegen die Übermacht eures Trupps keine Chance haben.

Nur wer geschickt in Deckung geht, kann gegnerischen Beschuss länger als ein paar Millisekunden überleben!

Ohne Waffen lässt sich selbstverständlich kein anständiger Krieg führen. Deswegen implementieren die Entwickler unzählige Wummen: Von Pistolen über diverse Maschinengewehre bis hin zu Bazookas mit dicken Raketen dürfen sich angehende Kriegsherren freuen. Fast jede Waffe hat ihr eigenes Interface und individuelle Einstellungsmöglichkeiten. Faule Naturen, die die Insel nicht nur zu Fuß erkunden möchten, klemmen sich einfach hinter eines von circa 50 Fahrzeugen. Im Fuhrpark stehen unter anderem Humvees, Panzer, eine Hand voll Kanonenboote oder größere Kreuzer und Hubschrauber. Gerade in Letzterem macht es besonders viel Spaß, die Insel zu erkunden, da es keinerlei Sichtbeschränkungen gibt, man also bis zum Horizont blicken kann - sofern nicht gerade Regen oder Nebel die Sicht trüben.

Schmucke Motion-Capturing-Aufnahmen sollen für dynamisch wirkende Animationen sorgen. Dragon Rising geht hier deutlich aufwendigere Wege als vergleichbare Spiele. So ziemlich jede Bewegung wird per Motion Capturing integriert - so gibt es beispielsweise für jede Waffe eine eigene Nachladeanimation. Wer kennt es nicht aus Call of Duty, Medal of Honor oder anderen Spielen: Früher oder später trifft man immer wieder auf die gleichen Gesichter, die nur andere Namen tragen. Wem das so richtig auf dem Wecker geht, der braucht sich bei Operation Flashpoint 2 keine Sorgen zu machen. Über 100 unterschiedliche Gesichtstexturen erwarten euch und garantieren einen hohen Wiedererkennungswert der Verbündeten.

Eifrige Modder dürfen sich bereits die Finger lecken, denn zum Release sollen Entwickler-Tools ausgeliefert werden. Diese ermöglichen es euch, neue Maps, Vehikel, Charaktere und vieles mehr ins Spiel einzubauen. Die Entwickler folgen also auch hier den Spuren des Vorgängers.



Die Zeit in der OFP2-Präsentation habe ich nicht bereut. Zwar ließ man uns hauptsächlich an technischen Fakten und weniger an der eigentlichen Storyline (geschweige denn Mehrspielermodus) teilhaben, aber auch damit war ich mehr als zufrieden und begeistert. Die Atmosphäre und Möglichkeiten laden zum Erkunden und Verweilen ein. Die taktischen Finessen scheinen fast schon unbegrenzt und das Adrenalin ist aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads immer in Wallung. Ein Treffer und es besteht bereits die wenig verlockende Chance, für immer das Zeitliche zu segnen. Das kann frustrierend sein. Aber auch verdammt viel Spaß machen. Ich bin gespannt.

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Realismus an der Grenze Kommentare (1)

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Nestro

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27.08.2008, 15:00 Uhr

Ich frage mich, auf was für einen Rechner man das Zocken muss...

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