Video des Tages - Darth Vader vs. Gandalf - Wer würde gewinnen?

Michael 'Michos' Günther | 26.08.2010, 16:49 Uhr

OnlineWelten Kolumne - Special
„Gebrauchtspiele sollen sich auch gebraucht anfühlen“

1

Da traut sich mal einer, den Zeh prüfend ins Wasser zu halten, um dann genüsslich ins lauwarme Becken zu springen und die Saison für alle zu eröffnen. Da zieht jeder mit. Eine nette Geste, wenn es sich nicht gerade um die Einführung von Online-Pässen und künstlichen Preiserhöhungen auf zweiter Kaufebene handelt. Electronic Arts geht voraus und die übrigen ernten die Imageschäden.
Am härtesten trifft es wohl THQ, die sich in jüngster Vergangenheit lautstark für die Idee ausgesprochen haben und liebend gerne auf den anfahrenden Zug der Online-Pässe aufspringen möchten. Was sollte daran verwerflich sein, wenn die marktschädigenden Parasiten namens Gebrauchtkäufer nicht auch noch etwas tiefer in die Tasche greifen sollten? Immerhin nutzt sich eine Software nicht ab, wie ein durchgesessenes Sofa oder eine verkalkte Kaffeemaschine. Aus dem richtigen Leben ist man daran gewöhnt – da sollte der geänderte Umstand doch auch nicht allzu schwer fallen.

Wer sich mit diesem Thema bislang nicht auseinandergesetzt hat, weil es schließlich auch noch andere Themen gibt, die das Leben belasten, sollte mit folgender Grobbeschreibung ins rechte Bild gerückt werden können: Online-Pässe liegen, wenn es nach der Allianz der wirtschaftlich orientierten Spielvermarkter geht, in Zukunft Spielverpackungen bei, die den uneingeschränkten Onlinezugriff auf das Profil eingrenzen. Soll heißen, jede Weitergabe hat zur Folge, dass Zweitspieler keine kostenfreie Möglichkeit mehr haben werden, internetabhängige Spielmodi zu nutzen. Wollen sie das, werden sie aufgefordert, den Online-Pass nachzukaufen – ein einfaches Prinzip.

Dass solche Aktionen nicht auf Gegenliebe stoßen, sollte jedem, der schon mal das Preisgefälle gebrauchter Spiele zu Neuartikeln gesehen hat, klar sein. Um dieser zum Teil nicht alle Details umfassenden Erklärung aber ein bisschen mehr Genauigkeit einzuverleiben, versendete THQ als einzig bemühter, befürwortender Publisher kürzlich eine Gegendarstellung an die Presseverteiler dieser Welt: Es sei nicht so, dass man sich nur den Online-Zugang erkauft, sondern auch noch einen DLC zusätzlich bekommt. Das entschärft das Problem einerseits tatsächlich schon ein wenig, wirkt aber durch die entstandenen Umstände wie eine billige Ausrede. Zumal sich DLC auch nicht unbedingt als Thema zum Wogenglätten eignet – denke man doch nur einmal an unverschämte Zerstückelung von Assassin’s Creed 2 zurück.

Gründe für diese Maßnahmen sind Gewinnmaximierungsabsichten, Besserstellung der Unternehmensposition am Markt und was die Betriebswirtschaftler nicht noch alles sehen, um gewisse Schritte zu rechtfertigen. An erster Stelle sollen aber die hohen Kosten der Spiele stehen, die durch den hohen Anteil der Gebrauchtkäufer immer weiter in die Unwirtschaftlichkeit rutschen. Glaubt man der Aussage des lautstarken Publishers THQ. Electronic Arts hält sich schon lange mit Aussagen zurück. Sony gab vor, die Situation für sich zu prüfen und Sega hat auch nur mal kurz den Arm gehoben, als es um die Befürwortung dieses Themas ging und wir noch in der Fußballweltmeisterschaft aufgegangen sind. Geschickt von den schweigenden Initiatoren.

1




„Gebrauchtspiele sollen sich auch gebraucht anfühlen“ Kommentare (14)

Um Kommentare zu schreiben, musst du dich zuerst anmelden.
Du besitzt noch keinen Account? Dann registriere dich im Forum!

Alle Kommentare einblenden 1 2 »

crowfear

07.09.2010, 17:58 Uhr

@spooky du kannst ja dein hobby zum beruf machen und gleich dein ganzes geld den spielefirmen
geben und last dir ma besten alles gefahlen ist auch nicht manche lassen sich halt lieber kontrolieren als selber zu endscheiden ;-)

Melden

-Spooky-

PM schreiben
Friendinvite

07.09.2010, 17:38 Uhr

Zitat von Tagadada:
[quote=Shoudra]Das jetzige DRM-Geraffel und OnlineAktivierungs-Zeugs lehn ich desswegen gänzlich ab. Ich denke, wenn man einfach mal ein Weilchen zurückhält so einen Dreck zu kaufen, würden die wieder zurückrudern.


Genau. Damals hatten wir auch nichts zu essen und überhaupt, war alles für den Eimer. Wer sich so vor "Fortschritt" verschließt, hat es nicht anders verdient.

Melden

Arsat

PM schreiben
Friendinvite

28.08.2010, 04:01 Uhr

Das hab ich in ner anderen Konsolencommunity schon geschrieben dazu. Da meinten einige der Gebrauchtespielemarkt sorgt für die Pleite bei den Herstellern. Andere meinten man kann garnichts tun gegen die Onlinepässe. :

" Absoluter Quatsch, daß Hersteller nur wegen dem Gebrauchtmarkt pleite gehen. Sie gehen pleite, weil sie falsch kalkuliert haben, vom Publisher zu arg unter Druck gesetzt wurden, sie keinerlei Werbung betrieben haben oder weil die Qualität einfach nur schlecht war usw usw usw

Auf dem PC Markt sind immer an allem die Raubkopierer schuld und auf dem Konsolenmarkt sind es die Gebrauchtspiele-Ver/käufer.

Wenn man keinen Grund mehr findet warum man pleite geht erfindet man halt einen.

Wiederspielwert, guter Multiplayer ( Modfähigkeit auf dem PC ) usw das sind Gründe GEGEN den Verkauf von Spielen. Nur sowas bieten die wenigstens Konsolenspiele. 10 Std Spielspaß 50 Euro das wars. Klar will man da wieder etwas Geld reinholen und verkauft es.

NUR die Käufer sind schuld, wenn sich sowas wie Onlinepässe durchsetzt. Das ist nunmal die Realität. Wenn die Käufer boykottieren müssen die Hersteller umdenken. Solange die meisten zu dumm dazu sind, machen die Hersteller mit uns was sie wollen. "

Also ich hab inzwischen einige Spiele nicht gekauft ( und nein auch nicht Kopien gesaugt ) wegen zu krassem Kopierschutz und Onlinepässe sind für mich das selbe.

Ich habe auch sehr viele Spiele bei Steam aber ich kaufe da immer nur, wenns Sonderangebote gibt. Viele Sonderangebote sind da ja billiger als Importe oder Gebrauchte Spiele.

Der Lizenzkauf ist für mich auch ok, aber dann bitte mit extremen Preisnachlässen weil man glaubt garnicht, was Verpackung, Handbuch, Dvd und vorallem der Groß- und Einzelhandel zusätzlich kosten. Wieso soll ich genauso viel zahlen nur für eine Onlineversion ?

Z.b. wenn Amazon mal WochenangeboteSonderangebote hat von 10-30 % Nachlass auf neue Spiele oder Vorbestellungen, dann tun die das ja auch nicht ohne Gewinn. Da sieht man recht gut, wieviel doch eigentlich der Handel schluckt.

Da bleib ich echt lieber bei meinen MMORPGs. Da weiß ich wo mein Geld steckt und in Deutschland ist der Accountverkauf sogar legal obwohl ich das noch nie getan habe.

Ansonsten kauf ich Rollenspiele. Die sind meistens extrem umfangreich und Shooter ala Halflife oder UT, die einfach die Modszene sehr gut unterstützen. Sowas verkauft man dann auch nicht.

Melden

Shariko

PM schreiben
Friendinvite

27.08.2010, 19:46 Uhr

Auf dieses hab ich nur eine Antwort: Dann kauf ich mir halt keine Spiele mehr! So, das habt ihr nun davon, liebe Spieleentwickler, die nur noch an ihre "Gewinnmaximierung" denken. So ein Schwachsinn aber auch. Eure Mitarbeiter haben wohl auch nur noch ne Inventarnummer und gehören zum Geschäftsvermögen.

Die haben einfach ein Ei am wandern, wenn man sowas schon hört. Damals wurden Spiele noch für Spieler gemacht und nicht, weil irgendjemand damit stinkendreich werden wollte. Seit das Internet so weit verbreitet ist, haben die wohl nen Rad ab, wollen nur noch alles online laufen lassen und das ausgerechnet noch bei Offlinetiteln.

Wer gern Gebrauchtspiele kauft, bitteschön, sei ihm gern gegönnt. Das war jedenfalls lange Zeit kein Problem gewesen und hat niemanden gejuckt. Des weiteren sind es meisten ältere Spiele und Spiele, die man relativ schnell durch hat und kaum Wiederspielwert haben (wie schon hier erwähnt wurde). Da ist meistens nix mit Downloadsachen.

Melden

I-HaTeD2

PM schreiben
Friendinvite

27.08.2010, 14:19 Uhr

Lizenzen darf man auch verkaufen, zumindest in Deutschland sind die Einträge in den AGBs die das verbieten nicht rechtsgültig.

Melden

celebroeye

PM schreiben
Friendinvite

27.08.2010, 10:20 Uhr

Mich wundert nur die Sache warum die Publisher immer noch ihre Software auf Datenträgern ausliefern. Das ganze Problem würde sich erledigen würde man nur Lizenzen verkaufen würde. Sprich du erwirbst nicht das Spiel, sondern nur die Lizenz es zu Spielen der physische Datenträger ist nur ne Beigabe um den Download zu umgehen.

Denke Blizzard hat jetzt so was Ähnliches mit SC2 gemacht da man sich das Spiel auch direkt von der Hp Downloaden kann und man nur einen Schlüssel zum Freischalten braucht. Verkauf eines Accounts ich laut AGB verboten und auch als Gebrauchtkäufer ziemlich sinnlos da man bei einen Accountproblem sich ausweisen muss und da wird es schon Probleme geben.

Ps. Natürlich wird es Gamestop und co nicht so gefallen aber die machen auch nur ihr Geld damit. Sprich sie kaufen billig bei den Leuten die Spiele ab und verkaufen es für teuer Geld. Warum soll ein Publisher es dulden wenn sich noch ein Dritter an der ganzen Sache bereichert.

Auf die Raubkopien gehe ich mir Absicht nicht ein weil sie für mich nur ein Diebstahl sind nichts anderes. Nur weil nicht bereit bin 70k€ für ein Porsche auszugeben, klaue ich mir doch keinen.

Ok alles ist nur meine Meinung, hab selber noch nie ein Spiel gebraucht gekauft oder auch verkauft. Mehr kaufe ich sogar bei Steam auf meinen Account sind jetzt ca 40 Spiele wenigstens habe ich dadurch mehr Platz im Schrank. Aber an sich warte ich mehr auf OnLive aber bis ich ne INet Leitung habe die da verlangt wird vergehen noch einpaar Jahre.

Melden

Sublucem

PM schreiben
Friendinvite

27.08.2010, 07:01 Uhr

Wenn die Publisher jetzt noch mit einem Ausliefungsstopp drohen, sofern die Kanzlerin kein Machtwort gegen den Gebrauchtmarkt spricht, weiß ich, wer sich da von wem hat inspirieren lassen.

Wieso kann man sich mit Äußerungen nicht zurückhalten, bis der PR-Berater wieder aus dem Urlaub zurückkommt? Offensichtlich sind die aktuellen Sprecher ja drauf und dran, sich selbst zu steinigen. Zwar wünscht man sich dies in Einzelfällen schon lange, aber man hätte sich wenigstens einen spannenden Kampf erhofft.
Nein, stattdessen greifen sie zum nächstbesten Stein und ziehen ihn sich selbst über die Rübe. Spielverderber.

Melden

I-HaTeD2

PM schreiben
Friendinvite

27.08.2010, 00:09 Uhr

Gewinnmaximierung OK, Kundenverarsche aber nur: Nein Danke!

Ich kaufe und verkaufe zwar in der Regel keine gebrauchten Spiele aber das Verhalten ist wirklich nicht Kundenfreundlich. Und am Ende wundert man sich wieder wieso die Raubkopien steigen.

Melden

Tagadada

PM schreiben
Friendinvite

26.08.2010, 22:37 Uhr

Zitat von Shoudra:
... A zerkratzen die datenträger und B halten sie sich auch nicht ewig.... habt ihr mal versucht eure CDs von vor 10 Jahren abzuspielen? japp ungefähr so lange hat ne cd zu halten und nicht länger... wie das bei dvd und blu-ray ist müsste ich nachschauen....

Also ich behandel meine Datenträger immer mit äußerster Sorgfalt. Und meine Bruce Cockburn 'Stealing Fire' CD, geht schon fast auf die 30 Jahre zu, spielt ohne Probleme. Ich denke, dass dies mit meiner mp3-Sammlung wohl nicht der Fall sein wird.
Genauso mit den Spielen. Wie gerne zieh ich mal eine Schachtel aus der Kommode, sei es Monkey Island oder Zak McKracken, oder noch ältere Infocom Text-Adventures, um nur ein Beispiel zu nennen. Das jetzige DRM-Geraffel und OnlineAktivierungs-Zeugs lehn ich desswegen gänzlich ab. Ich denke, wenn man einfach mal ein Weilchen zurückhält so einen Dreck zu kaufen, würden die wieder zurückrudern. Aber es gibt halt das Kaufvieh, das sich wirklich jeden Dreck kaufen muss (so auch die extrem nervende Klingelton-Werbung, würds nicht lang geben, wenn keine Kunden).

Melden

Shoudra

PM schreiben
Friendinvite

26.08.2010, 19:17 Uhr

was für ein witz.... mal wieder von der wand bis zur tepete gedacht.... wenn man bedenkt das ~75% der spiele garkein richtiges online potential besitzen... wozu dann den online-code nachkaufen bei einem game was ich eh nur offline spielen will...
wie erwähnt wurde gehen durch die grbrauchtkäufer keine neukäufer verloren... die leute holen sich die spiele nicht umsonst gebraucht... viele sehen es nunmal nicht ein 60/70€ für ein spiel auszugeben.... und wenn das nach 6 std durch ist und keinerlei wiederspielwert bietet ist es doch wohl kein wunder das man es loswerden und noch was dafür bekommen will (wohl bemerkt um sich vom erhaltenen geld neue spiele zu kaufen aber das is ja irrelevant -.-)
sollte es so weiter gehen das gebrauchtspielkäufer quasi kriminalisiert werden gibt es nur einen gewinner: die videotheken.... da leiht man sich ein game doch lieber für nen abend aus zockt es durch und muss sich keine sorgen machen das man es nicht mehr los wird wenn es einem nicht gefällt. ... oder werden videotheken dann auch verboten? :D

wie recht xethos hat... A zerkratzen die datenträger und B halten sie sich auch nicht ewig.... habt ihr mal versucht eure CDs von vor 10 Jahren abzuspielen? japp ungefähr so lange hat ne cd zu halten und nicht länger... wie das bei dvd und blu-ray ist müsste ich nachschauen....

eh n wunder das nich die musikindustrie vorher damit angefangen hat.... 'kaufe dir das album und erhalte die 3 bonus songs einmalig über einen downloadkey'

Melden

Alle Kommentare einblenden 1 2 »

Mehr zu OnlineWelten Kolumne: