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Michael 'Michos' Günther | 14.03.2010, 11:00 Uhr

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Traumjob: Spieleredakteur – Die Reiserei

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„Wie, du spielst nicht nur? Ach du verreist auch noch schön alle paar Tage. An die verschiedensten Orte der Welt. Das muss ja richtig blöd sein, klar. Und du sagst, das ist kein Traumjob? Spielen und Urlaub klingt für mich ja schon nach dem perfekten Leben. Wir können ja mal tauschen…“
Ja, reisen macht Spaß, das stimmt schon. Wer schwärmt denn nicht nach einem zweiwöchigen Erholungsurlaub von dem gemütlichen Flugzeug mit Legebatterie-Flair. Der angenehmen Nähe des Flughafens und das frühe Aufstehen, um ihn pünktlich zu erreichen. Von den beinahe familiären Sicherheitsmaßnahmen, die für ein herzhaftes Lachen in fröhlicher Runde sorgen, wenn man versehentlich die Bastelschere im Handgepäck vergessen hat. Oder sein Getränk. Wird der Plunder eben weggeschmissen. Kriegt man doch eh in einem günstigen Travel-Value-Shop und kann sich auch noch ein oder zwei Riesen-Toblerone für die lieben Verwandten einpacken. Jeder Rückkehrer erzählt davon, wie von einem Highlight. Allerdings nur, weil da beinahe immer etwas schief geht.

Jetzt denke man sich einmal die tolle Urlaubssonne, den All-Inclusive-Service mit Cocktailbringdienst und die lustige Animateursarbeit am Swimmingpool aus dem Hintergrund weg. Die Leichtigkeit der Freizeit, ohne Sorge in den Tag hineinzuleben und die Arbeit zu vergessen ebenfalls und das, was vom Urlaub übrig bleibt, macht einen großen Teil unserer Arbeit aus. Die nervige Reiserei.

Happy Holidays? Höchstens mal Holiday Inn
Mit einem Klick auf das Drucken-Symbol im Emailfenster beginne ich, mich mental auf die gefräßigen Überstunden in der Ferne einzustellen. Indem ich die Hinweise zum Austragungsort durchblättere, überprüfe ich noch mal, ob auch alles Notwendige dabei ist. Infos zum Hotel, zum Rückflug, Shuttle vom Flughafen, wen ich da treffe und was ich bei der Veranstaltung überhaupt zu sehen bekomme. „Oh, das Spiel. Und ich habe einen Interview-Slot. Und vom Vorgänger nicht mal Screenshots gesehen. Na das kann ja was werden.“ Im besten Fall recherchiere ich die letzten Minuten bis zum Feierabend und finde mich dann mit meinem gefährlichen Halbwissen ab.

Auf dem Weg zu Eidos (so hießen sie noch) hab ich den Schnappschuss geknipst. Fand ich irgendwie komisch. Ein paar Meter weiter ist übrigens das Scientology-Hauptquartier.

Der prügelgewohnte Wecker kann sich am Morgen darauf auf besonders unnachgiebige Behandlung gefasst machen. Der mit verquollenen Augen wahrzunehmende digitale Brei auf seinem Display will mir irgendetwas Saufrühes auftischen. 4:30 Uhr? Der sonst schon bis aufs Blut ausgefochtene Kampf mit dem inneren Schweinehund wird zum Krieg gegen ein unbesiegbares Monster mit elf Augen und 15 Oberarmen. Erst mal weiterpennen, bis das Handy seine sanfte Aufweckmelodie mit Gitarrensolo und lautem 80er-Metalfalsett erklingen lässt. Schlussendlich besiege ich damit das Monstrum in mir dann doch – Gedanken, einfach nicht zu fahren oder den Job zu wechseln, kreisen allerdings schon im Sekundentakt durch meine müde Rübe. Die Aufstehprozedur gestaltet sich ganz ähnlich wie die zuletzt schon wegen langweiligen Inhalts nicht erwähnte Morgentoilette und führt mich direkt in die Bahn.

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Traumjob: Spieleredakteur – Die Reiserei Kommentare (11)

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JimWest

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19.03.2010, 16:17 Uhr

der anfang des textes erinnert mich ein wenig an meine öden zugfahrten...

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Quietschgurke

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16.03.2010, 16:33 Uhr

Logo. War ein klasse Wetter, ein super Stadion und der Interviewtermin irrsinnig kurz ^^. Da musste man doch schließlich irgendwas machen. Was wäre da angemessener als gepflegte Poserei? Ich fand's ziemlich nett

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cee kay

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16.03.2010, 16:24 Uhr :)

1-2 poserfotos haben wir da doch alle geschossen! hehe

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Lucille

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16.03.2010, 16:17 Uhr

Irre, die Welt ist soooo klein, nech? :)

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Quietschgurke

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16.03.2010, 16:15 Uhr Re: verrückt...

Zitat von cee kay:
ich hab genau das gleiche foto! ;D


Das im Stadion? Echt verrückt. Ich meine, dich da auch gesehen zu haben ^^

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cee kay

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16.03.2010, 15:56 Uhr verrückt...

ich hab genau das gleiche foto! ;D

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Quietschgurke

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15.03.2010, 16:41 Uhr

Zitat von endusia:
Ich find einfach nur der Schnapptschuss von der "Norddeutschen Vermögen" spricht einfach nur Bände

Jop, netter Artikel, mehr Fotos als der letzte.
Da kann man nur hoffen da kommen noch 1 oder 2


Ich hab btw noch ne Bildergalerie hochgeladen. Da finden sich noch ein paar Schmankerl ...

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endusia

15.03.2010, 15:05 Uhr

Ich find einfach nur der Schnapptschuss von der "Norddeutschen Vermögen" spricht einfach nur Bände

Jop, netter Artikel, mehr Fotos als der letzte.
Da kann man nur hoffen da kommen noch 1 oder 2

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Darkfalz

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15.03.2010, 06:42 Uhr

Mehr davon !!!! :D

Eure Einblicke in euren Job sind echt interessant. Aber vor allem wie ihr das schreibt, ist einfach nur zum lachen und kommt genial rüber ;) Also bitte mehr davon :D

Mfg Darkfalz

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Quietschgurke

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14.03.2010, 21:14 Uhr

Da hast du natürlich absolut recht ^^. Das Thema gibt echt einiges her, so dass ich das direkt mal vernachlässigt habe. Die Schreiberei danach ist natürlich besonders schlimm.

Im Flugzeug kannste's echt vergessen. Entweder schnarcht dir dein Sitznachbar in die Gedanken oder die Müdigkeit lässt keinen klaren Strom mehr durch dein Hirn. Im Zug geht's schon besser, aber irgendwie ist das auch nicht das gleiche.

Morgens im Hotel geht überhaupt nicht. Am Abend zuvor noch schön mit den Kollegen und dem PR-Mann "essen" gewesen und am nächsten Tag was Gescheites zu Papier bringen? Die Hölle...

Meine Freunde wollen in der Regel auch nicht tauschen, weil sie vor allem die dauerhafte Schreiberei scheuen. Wer kann schon jeden Tag einen Text hinballern, der auch noch nach einem Monat so klingt, als würde man die Wörter vom ersten Tag nicht recyceln? Da beginnt die Schwierigkeit erst so richtig, find ich.

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