Orgia Romanus - Neues Römer-MMO will sexuelle Beziehungen zwischen Spieler-Charakteren fördern

Sebastian Thor | 24.08.2008, 14:44 Uhr

Obsidian Entertainment - Interview
"Alles nur ein dummes Missverständnis"

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Nach der Präsentation (zum Preview) von Storm of Zehir waren wir neugierig. So neugierig, dass wir uns Obsidians Matthew Rorie für eine halbe Stunde schnappten, über Gott und die Welt redeten. Und natürlich über Obsidian und Rollenspiele.
OnlineWelten: Hi Matthew. Neverwinter Nights 2 fühlte sich an wie ein ... sagen wir ... typisches Fantasy-Rollenspiel: mit dem Lord der Schatten, der als Wurzel allen Übels auftaucht. Mask of the Betrayer erinnert mit seinem Stil, seinen Dialogen und Charakteren so oft an Planescape Torment. Welchen Hintergrund hat SoZ zu bieten?

Matthew Rorie: Es ist ein wenig schwer, die Stimmung von MotB noch mal zu toppen. Es war sehr düster und zwang einen dazu, sich Gedanken darüber zu machen, wie man sich in bestimmten Situationen verhält. Das zweite Add-on geht in eine etwas andere Richtung. Es hat eine eher leicht bekömmliche Story mit einem gewissen Maß an Humor. Es gibt schon dramatische Momente, aber die beschränken sich nicht auf die Dialoge. Wir haben eine klasse Geschichte geschrieben, was eine der besonderen Stärken von Obsidian ist. Aber wir wollten auch, dass sich die Spieler auf die Action konzentrieren können, ohne sich in endlosen Plots zu verlieren.

Wer will es nicht wiedersehen? Planescape Torment bleibt unvergessen, obwohl Mask of the Betrayer in eine ähnliche Richtung ging. Und diesen Job richtig gut machte ..

OnlineWelten: Würdest du sagen, Mask of the Betrayer war eine kleine Hommage an Planescape Torment?

Matthew Rorie: Es ist auf jeden Fall ein sehr ähnlicher Stil - irgendwie war es wohl eine Hommage. SoZ ist hingegen eine an die alten Infinity Engine-Spiele wie Baldur's Gate oder Icewind Dale 2, was das gleiche Charakter- bzw. Partyerstellungs-System hat. Wir denken viel über die Vergangenheit nach, wenn wir neue Spiele machen, aber wir klammern uns nicht dran fest. Wir versuchen Innovationen und Neuheiten gleichermaßen unterzubringen - ein guter Mix aus alten und neuen Elementen sozusagen.

OnlineWelten: Auf der einen Seite stehen typische Fantasywelten, auf der anderen alternative Settings à la Mass Effect oder Alpha Protocol. Würdest du sagen, dass letztere schwerer zu entwickeln sind, da man sich auf viele alte Design-Standards nicht verlassen kann?

Matthew Rorie: Es ist schon etwas schwerer und ziemlich wichtig, das gewünschte Setting ein wenig zu tweaken, um beispielsweise nicht zu sehr SciFi zu sein. Wenn du ein interessantes Setting wie High Fantasy hast oder die D&D-Schiene fährst, sind die Regeln für die Welt schon vorherbestimmt. Aber bei Alpha Protocol sind die Regeln die Realität. Wir machen auf jeden Fall ein interessantes Spiel mit realistischem Einschlag, ohne zu "over the top" zu sein. Was SoZ angeht: Die D&D-Welt funktioniert eben nach bestimmten Regeln; zudem konnten wir schon ein wenig mit der vierten Edition herumprobieren - eine interessante Herausforderung...

OnlineWelten: Kannst du dir vorstellen, dass die klassischen Rollenspiele, diese alten Schinken irgendwann aussterben?

Matthew Rorie: Das hängt von vielen Sachen ab. Solange die Old-School-RPGs für die Leute reizvoll sind, dürfte nicht viel passieren. SoZ ist ein gutes Beispiel: Jeder kennt die alten Icewind Dale- oder Baldur's Gate-Spiele. Und ich denke nicht, dass diese Art irgendwann aussterben wird. Besonders wenn es noch immer eine kreative Modding-Community gibt, die selbst Inhalte nachlegt. Aber am Ende diktiert uns der Markt auf, was wir machen können und was nicht. Wir lieben diese Spiele definitiv und hoffen, dass wir weiterhin Old-School-Rollenspiele entwickeln können. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Wir haben drei große, inhaltlich komplett unterschiedliche Projekte in der Mache und sind gespannt, was die Leute darüber denken.

OnlineWelten: Okay, ich auch. Aber stellt sicher, dass die inneren Werte nicht unter einer technisch brillanten Fassade leiden müssen.

Matthew Rorie: Abseits von Spielmechaniken dreht sich bei Obsidian alles um großartige Geschichten und starke Charaktere. Davon werden wir auch niemals abweichen. Wenn du genau das willst, dann wirst du eine spaßige Zeit mit jedem Obsidian-Spiel verbringen.

Fernab von Fantasy, Elfen und Orks: Alpha Protocol, das im Februar erscheinen soll.

OnlineWelten: Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, irgendwann ein Open World-Spiel à la Oblivion oder Gothic zu entwickeln?

Matthew Rorie: Ich weiß, dass wir auf keinen Fall ein MMO machen wollen. Solange man eine spannende Geschichte erzählen kann, ist eine Open World okay. SoZ geht ja schon in diese Richtung: Man kann die Overland-Map nach Lust und Laune erkunden, kann die Storyline ignorieren, losziehen, sein eigenes Ding machen und nach dem Ende der Hauptstory sogar weiterspielen. Es war eine Art Experiment für uns. Wir sind nicht unbedingt komplett gegen eine Open World wie in Oblivion, aber wir haben uns noch keine tiefer gehenden Gedanken diesbezüglich gemacht.

OnlineWelten: Denkst du nicht, dass das Spiel in Sachen Dialogführung ein wenig zu einfach wird, wenn man mit seiner Party auf fast jede Situation reagieren kann? Geht die Motivation für einen weiteren Durchgang nicht nach unten?

Matthew Rorie: Optionen, die etwa Diplomatie voraussetzen, konnte man in den vorherigen Spielen ohne entsprechende Charaktere gar nicht anwählen. Und das ist eine Art Begrenzung, weil man merkt, dass man nicht die komplette Tiefe des Dialogsystems ausschöpfen kann. Bei SoZ wollen wir unterstreichen, dass die Spieler in den Dialogen das machen können, was sie möchten. Aber es geht ja nicht nur um Diplomatie oder Einschüchtern. Es ist auch wichtig, eine gut ausbalancierte Party und unterschiedliche Optionen entsprechend der Rassen und Klassen zu haben. Wenn jemand eine Gruppe voller Barbaren spielen möchte, kann er das gern tun, obwohl er sich damit schon einschränkt.

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"Alles nur ein dummes Missverständnis" Kommentare (2)

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Valve

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Friendinvite

24.08.2008, 19:26 Uhr

D&D muss man schon mögen, sonst kann amn mit den games absolut nix anfangen.

mal schauen, was da noch kommt.

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Alex

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Friendinvite

24.08.2008, 17:50 Uhr

obsidian forever ^^

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