Nintendo 3DS - Special
Drei 3DS-Spiele im Test #3
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Die Sims 3 3D
Autor: Michael Günther
Ein Haus in der Vorstadt, eine Familie, tolle Einrichtung, der perfekte Job und massenhaft Knete. So ließe es sich doch leben. In Saus und Braus. Ohne Sorge, Risiken oder Ängste. Das zu erreichen ist nur einen „An“-Knopf weit weg, wenn man entsprechende Requisiten zum Besserleben vorbereitet hat: Einen 3DS und die Sims 3 für Nintendos neuen Handheld.
Ein Charakterbausatz bietet alle gängigen Möglichkeiten, sich selbst oder eine fiktive Persönlichkeit zu erstellen. Das eigene Konterfei knippst man mit der integrierten Kamera einfach zur Übertragung ab, obwohl das Ergebnis recht wenig vom eigenen Gesicht in sich birgt. Auch die nachträglichen Anpassungen machen noch kein perfektes Abbild, aber immerhin ein gut abgrenzbares Individuum für die Nachbarschaft. Die Klamottenwahl schließt sich an die Feinzüge der Mimik an und auch die Statur darf eingestellt werden.
Dann muss eine Bleibe her, also ein Haus gekauft werden. Freie Flächen können nicht einfach bebaut und –wohnt werden. Drei Häuser unterschiedlicher Größe bilden die Auswahl und die Bezahlung einen Eigentumswechsel. Da sind wir also in den eigenen vier Wänden, spärlich eingerichtet – gerade mal eine Nasszelle mit Standardtoilette, ein Tisch, Radio, Küche mit Herd und viel Freiraum für neue Anschaffungen.
Alle Nase lang klingeln die Nachbarn und stehen sich die Beine in den Bauch, während die Textmenüs des Tutorials nur so runterrattern. Tu‘ dies, mach jenes, halte deinen Sim bei Laune. Achte auf seine Wünsche, finde Freunde, such dir einen Job und achte darauf, den Kreislauf bester Stimmung immer zu beherrschen. Dann klappt’s nämlich auch mit dem mürrischen Pechvogel.
Als Opfer von Einbrüchen, kaputter Spüle, verstopfter Toilette und mir, hat der Sim es wirklich nicht leicht. Ständig muss irgendetwas völlig undenkbares geschafft, repariert oder gemeistert werden. Wie soll man da ein geregeltes Leben stemmen und den Alltag schaffen? So ein piepender Brandmelder lässt dich in der Nacht nicht ruhig schlafen und trotzdem muss am nächsten Tag wieder die Arbeit angetreten werden. Aber immerhin ist man beschäftigt.
Und wenn nicht, bleibt der Gang nach draußen – raus in die Stadt, wo Fuchs und Igel sich nicht gute Nacht sagen. Da tanzt der Bär den Riverdance und die Sims sich einen Wolf. Tierische Party, Einkaufsmeile, Kunst, Kultur und Entspannung. Alles, was man als gelangweilter Single in der Vorstadt braucht. Na ja – fast.
Unsere Meinung:
Die Sims bleibt, wie man es kennt und erwartet. Man lebt das Leben eines anderen, wird mit Alltag und Überraschungen konfrontiert, beobachtet und steuert das Geschehen. Für manch einen langweilig wie sinnloses im Wartezimmer sitzen, für andere die Erfüllung schlechthin. In jedem Fall kann man von einem qualitativ hochwertigen Produkt sprechen, das flüssig läuft und auf Reisen ein angenehmer Begleiter sein kann. Ich vermisse einige Hausbauoptionen, die Einrichtungsgegenstände sind aber in Hülle und Fülle vorhanden. Das Karmasystem gibt dem Spiel eine besondere Note, obwohl es doch eigentlich ein bisschen aus dem sonst so am Leben orientierten Konstrukt raussticht.
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