Nintendo 3DS - Special
Drei 3DS-Spiele im Test #2
Seite 1 - Splinter Cell 3D
Seite 2 - Pilotwings Resort
Seite 3 - Ghost Recon: Shadow Wars
Splinter Cell 3D
Autor: Michael Günther
Wollt ihr die TOTALE Stealth-Action in stereoskopischem 3D? Dann wird euch die Verpackung des 3D-Ablegers von Splinter Cell mit Sicherheit ködern. Wahlweise auch zum Lachen bringen, wenn ihr meinen Humor teilt. Aber die Botschaft hinter dieser Marktschreieraussage stimmt zumindest schon mal. Es ist voll 3D und sieht damit super aus. Wer hätte das 2005 zu träumen vermocht? Ein paar bestimmt, allerdings wussten vermutlich selbst diejenigen nicht, dass ihnen dieses Splinter Cell bekannt vorkommen wird.
Splinter Cell: Chaos Theory hieß es und stand für den dritten Teil der Reihe. Mit einem Link zum damaligen Test wäre praktisch fast alles gesagt, was es darüber zu wissen gibt. Jedoch wäre da ja noch die Eigenart, dass man nicht mehr das Pad in den Händen hält, sondern den Handheld (lest euch diesen Satz mal laut vor - toll, oder?). Und die Kleinigkeit, dass das alles nun in 3D auf einen kleinen Monitor gequetscht wurden. Okay, es sind zwei, allerdings dient die Touch-Fläche zur Auswahl des technischen Schnickschnacks, durch den Fisher erst zum NATO-Special-Force-Fisher wird.
Ich muss euch nicht erklären, dass Fisher ein Mann ist, der es ruhig mag. Schleichend, leise, gediegen. Man könnte ihn behut-Sam Fisher nennen, so sorgfältig und professionell geht der Schattenspringer in seinen Einsätzen vor. Das macht er auch auf Nintendos Neuestem. Allerdings mit sehr, sehr gewöhnungsbedürftiger Steuerung, die ein schnelles Reagieren praktisch unmöglich macht. Mit den vier Knöpfen an der rechten Seite bedient man ihn mitsamt der Kamera. Das Touchpad zeigt Waffenauswahl und technische Spielereien, die erst im späteren Verlauf freigeschaltet werden. Haftkameras und all dieser Schnöselkram, den der feine Herr zur Absicherung benötigt.
Die Fläche zur Auswahl der Waffen ist an dieser Stelle angenehm groß gehalten, was man nicht gerade vom winzigen Scanmodus, der Karte oder dem "ich mach mal Geräusche, um mich zu verraten"-Knopf behaupten kann. Große Finger brauchen unter Umständen den Stick in Reichweite. Wäre Splinter Cell ein klassischer Shooter, würde das Konzept mit dieser Bedienweise nicht aufgehen können. Mit dem Splinter Cell'schen Bewegungsminimalismus klappt das hingegen trotzdem ganz gut, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat. Dank Analogstick kann die Schrittlautstärke geschalldämpft werden und das Spiel so erst funktionieren.
Sogar Sprachausgabe bringt diese Neuauflage mit, was insofern erwähnenswert ist, als dass man so etwas sehr selten auf dem NDS fand. Ein technischer Fortschritt, der bei all dem 3D-Gehabe ganz und gar untergeht. Eben dieser Effekt, der mir sonst so vollkommen banal erscheint, entfaltet sich in längeren Gängen, in Räumen oder auch auf einem Schiffsdeck ganz vorzüglich. So sehr, dass ich den Regler ausnahmsweise hochgeschoben ließ, weil es wirklich einen gewissen Reiz ausmacht.
Unsere Meinung:
Obwohl es in die Jahre gekommen ist, kommt der 3D-Ableger von Splinter Cell bei mir in gewisser Weise an. Auch wenn es anfangs schwer ist, in die Steuerung reinzufinden, blüht der Spielspaß doch irgendwann auf. Eine bessere KI, eine verbesserte Karteneinsicht und ein wirklich neues Spiel der Serie würden mich zwar erst so richtig glücklich stimmen, aber so ist es alles andere als ein schlechtes Spiel. Splinter Cell 3D ist grundsolide und gut, bringt alles, was Sam Fisher ausmacht auf den Handheld, und macht sogar mit 3D-Ansicht Sinn.
Mehr zu Nintendo 3DS:
-
News: Erfolgreiches erstes Jahr: 750.000 verkaufte Geräte in Deutschland (145 News insgesamt)








formular
31.03.2011, 17:20 Uhr
Hach ja, damals war man noch Dumm und hat Asiamist gekauft.