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Test zum Spiel: NBA Live 10 Spiel-Test

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Plattformen:
PC, PS3, Wii, XBox 360
Release:
PC: 08. Oktober 2009
Playstation 3: 08. Oktober 2009
Wii: 08. Oktober 2009
XBox 360: 09. Oktober 2009
Status:
Released
Publisher:
Electronic Arts
Entwickler:
EA Sports
Genre:
Sportspiel
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
nba-live.easports.com
Fanseite:
keine Angabe
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Tobias Ritter | 20.10.2009, 18:36 Uhr

NBA Live 10 - Test
Die DNA ist schuld!

1 3 Wertung

FIFA gegen PES, NHL gegen NHL 2k und NBA Live gegen NBA 2k. Welches Spiel ist das bessere? Und vor allem: Überteuertes Update, bahnbrechender Fortschritt oder ernüchternder Rückschritt? In welche Kategorie die 2010er Ausgabe von EA Sports NBA Live einzuordnen ist, klären wir in unserer Review.
Es war einmal, vor langer langer Zeit, da war EA Sports NBA Live das Maß aller Dinge. Doch die Beliebtheit bei den Fans des virtuellen Basketball-Sports nahm ein jähes Ende: Durch roboterhaftes Gameplay, eine schlechte Präsentation und hakelige Animationen verspielte EA Sports jede Menge Kredit. Profitiert hat davon 2k Sports, das mit seiner NBA 2k-Reihe eigentlich alles besser machte als die mächtige Konkurrenz. Erst 2008 haben sich die Mannen von EA wieder auf alte Stärken besonnen und einen konkurrenzfähigen Basketball-Titel abgeliefert. 2009 folgte eine konsequente Weiterentwicklung, die mit einigen innovativen Features aufwarten konnte. Herausragendes Merkmal des Vorgängers war zum Beispiel der „Dynamic DNA“-Modus, der ähnlich wie bei FIFA die aktuelle Form, eventuelle Verletzungen und sonstige Schwankungen der Spielerstärke berücksichtigt und quasi live in das Spiel einfließen lässt. Und auch in NBA Live 10 findet dieser Modus natürlich wieder Berücksichtigung. Wer früher sein Spiel grundsätzlich auf den einen Star im eigenen Team ausgerichtet hat, stößt hier schnell an seine Grenzen: Ist der Starspieler in der Realität verletzt, darf er auch im virtuellen Match nicht antreten. Die Schuldige für meine ersten haushohe Niederlage in diesem Modus ist dann auch schnell gefunden: Die DNA muss es gewesen sein! Wirklich!

Solide Steuerung, saublinde Schiris

Jetzt geht's los! Die atmosphärische Soundkulisse sorgt für ein Mittendrin-Gefühl. Die Grenzen zwischen heimischem Wohnzimmer und Madison Square Garden verschwimmen bei NBA Live 10.

Vielleicht war es aber auch einfach meine Unfähigkeit, mich mit der für einen eingefleischten FIFA-Spieler wie mich etwas ungewöhnliche Steuerung anzufreunden. Auf der PlayStation 3 findet der Spielerwechsel mit dem X-Button statt. Geblockt wird mit Dreieck und einen Steal versuche ich mit dem Viereck. Trotz anfänglicher Wirrungen aufgrund des effektlosen Drückens auf L1 zum Spielerwechsel, und daraus resultierend unter dem gegnerischen Korb herumirrenden Verteidigern, geht die Steuerung recht schnell in Fleisch und Blut über. Praktisch: Die Schultertasten lassen sich mit verschiedenen Taktiken und Spielzügen belegen. Ein einfacher Klick genügt dann, und meine Mitspieler bewegen sich genau auf den von mir vorgegeben Pfaden. Im Angriff läuft sich so der Scharfschütze des Teams elegant an der 3-Punkte-Linie frei oder der beste Werfer wird per einstudiertem „Pick & Roll“-Spielzug freigespielt. In der Defense lässt sich der gegnerische Starspieler doppeln und zwischen Zonen- und Manndeckung umschalten. Da kommt echtes Basketball-Feeling auf!

Auch das sogenannte Freestyle-Passsystem weiß durchaus zu gefallen. Einfach L1 gedrückt halten (LT auf der Xbox 360) und mit dem rechten Analogstick in die gewünschte Passrichtung steuern, und schon fliegt das runde Leder in Richtung des ausgemachten Empfängers. Natürlich ist es aber auch weiterhin möglich, den Passempfänger per über den Köpfen der Mitspieler platziertem Icon auszuwählen. Weitere schön anzusehende Spielzüge ermöglicht zudem die Option, den Empfänger gleichzeitig mit dem Passgeber zu steuern. So lassen sich etwa Distanzschützen auch ohne einstudierte Spielzüge unbedrängt an der Dreier-Linie positionieren.

Etwas getrübt wird das Spielvergnügen allerdings von den etwas blinden Schiedsrichtern. Da stapft LeBron James wie selbstverständlich mit den Füßen auf die Außenlinie, drängelt sich so an meinem Verteidiger vorbei und legt einen astreinen Dunkin‘ hin. Hallo? Schiris? Im Einzelfall mag eine Fehlentscheidung ja noch durchaus realistische Züge haben. Leider bleibt es aber nicht bei diesem einen Mal. Ständig stapfen ballführende Spieler völlig offensichtlich auf die beim Basketball bereits zum Aus gehörende Spielfeldbegrenzung. Da haben EAs virtuelle Schiri-Komparsen bei der Regelkunde wohl nicht richtig aufgepasst.

Ärgerlich sind auch Einwürfe, die von hinten gegen das Brett knallen und wieder ins Aus springen, und statt in einem schnellen Angriff in einem Einwurf für den Gegner resultieren. So dusselig stellt sich nun wirklich kein NBA-Spieler an...

1 3 Wertung




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