NavyField Europa - Test
Schiffe versenken als MMO
Ich befinde mich im Tutorial des Marine-MMO Navyfield, das mir die Seeschlachten des zweiten Weltkrieges näher bringen soll. Also übe ich erstmal ein bisschen das Lenken des Schiffes. Dazu benötigt man Maus und Tastatur, gibt Richtung sowie Ziel an und beschleunigt dann je nach Wunsch mit der F-Taste. Die Fregatte setzt sich realistischer Weise nicht sofort in Bewegung, sondern braucht ein paar Sekunden bis sie an Schnelligkeit gewonnen hat. Auch Wendemanöver müssen in großem Bogen ausgeführt werden, was in brenzligen Situationen schon einmal nervös machen kann. Aber so sind Schiffe nun mal.
Beginnt man zunächst damit Schiffsattrappen unter automatischen Beschuss zu nehmen, um zur nächsten Mission zu kommen, lernt man später das eigenständige Schießen. Dies erfolgt wiederum mit der Tastatur und braucht bei den zahlreichen Möglichkeiten erst einmal Eingewöhnungszeit: Welche Geräte müssen aktiviert werden? In welcher Position müssen sie stehen? Ziele ich zu weit oder zu niedrig? Alles Dinge, die im Tutorial - je nach Fähigkeiten des Spielers - erstmal lange geübt werden müssen. Auf- und Abrüsten leicht gemacht
Doch Moment, zunächst muss das eigene Schiff ja erstmal ausgerüstet werden. In einer ebenfalls sehr grau anmutenden Werft wird die Fregatte mit Rüstung, Geschützen und einer Crew versehen. Die Besonderheiten der Ausrüstung erkennt man allein an der Statistik, visuell bleibt leider keine große Unterscheidungsmöglichkeit, dafür sind die Schiffe aus dem zweiten Weltkrieg umso detailgetreuer getroffen. Die Matrosen werden per "Drag & Drop" and vorgegebene Einsatzpunkte auf dem Schiff gezogen. Gewinnt man eine Schlacht, erhalten sie genauso Erfahrungspunkte wie man selbst. So kann man später nicht nur auf die einfachen Matrosen, sondern auch auf zahlreiche andere Offiziere, Kanoniere, etc. zurückgreifen.
Ist das eigene Schiff versenkt worden, kann man es in der Werft reparieren lassen. Das ist sogar kostenlos, sodass einem die Frustration in diesem Punkt erspart bleibt. Die Wahl des Feuerkontrollsystems (FCS) ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung. Bestimmt es doch, ob man sich dem automatisch gesteuerten Geschütz anvertraut oder lieber Marke Eigenbau den Gegner platt macht. Für Beginner ist das Erstere sicherlich eine gute Lösung, birgt aber teilweise auch Tücken, die das Zielen zu einer Sisyphusarbeit verkommen lassen. Besonders wenn es in einer Mission um Zeit geht und sich das Geschütz nur sehr langsam in die gewünschte Position dreht, kann dies einem die Laune verderben.
Wer auf einen schnellen Spielspaß für zwischendurch aus ist, sollte nicht zu viel von Navyfield erwarten. Liebhaber der Marine und komplexen Ausrüstungsvorgängen sind hier jedoch genau richtig. Eine Großzahl an Einzelteilen wartet darauf auf das eigene Schiff gebracht zu werden. Diese sind den damaligen Verhältnissen so gut wie möglich nachempfunden worden.
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