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Plattformen:
PC
Release:
PC: 23. März 2010
Status:
Released
Publisher:
Sega
Entwickler:
Sega
Genre:
Strategiespiel
USK:
Ab 12 Jahren
Offizielle Seite:
totalwar.com
Fanseite:
keine Angabe

DISKUSSIONEN zum SPIEL

Preview
C'est Bon-aparte 1
Neuste: 28.02.2010 19:42
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Sven 'cobra79' Hollunder | 09.03.2010, 11:39 Uhr

Napoleon: Total War - Test
Kleiner Mann ganz groß

1 Wertung

"Die Revolution war fertig schon, da kam der große Napoleon" dichtete Bertolt Brecht über den ehrgeizigen Korsen, der mit 30 Jahren als Erster Konsul der Französischen Republik die de facto Alleinherrschaft über die Großmacht Frankreich an sich riss und durch seine Reformen und Ambitionen die gesellschaftliche und staatliche Ordnung des neuzeitlichen Europas maßgeblich beeinflusste. Stoff für Mythen, Legenden und Spiele.
Die „Total War“-Familie des britischen Entwicklers Creative Assembly umfasst mittlerweile vier Kinder plus zahlreiche Enkel, wenn man die Addons mitzählt. Mit Napoleon gesellt sich nun ein fünfter Spross hinzu, der zum ersten Mal auch einen eigenen Namen trägt und nicht nach einer Epoche benannt ist. Und soviel sei auch schon verraten, die Eltern können wahrlich stolz auf den hervorgebrachten Jüngling sein, der sich anschickt, das Herz vieler Strategiefreunde zu erobern.

Zu Lebzeiten beließ es der General und Kaiser jedoch nicht bei Herzen, sondern befreite/unterjochte -je nach Sichtweise- weite Teile Europas, um so gewollt oder ungewollt den Kontinent in die Moderne zu führen. Blöd nur, dass sich die alteingesessenen Monarchien mit dem Gedanken von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht so recht anfreunden konnten und in dem Emporkömmling aus der Provinz keinen ernstzunehmenden Gegner sahen. So schlossen sich Preußen, Österreich und zahlreiche weitere Königreiche zusammen, um die Auswirkungen der französischen Revolution einzudämmen. Die folgenden Revolutionskriege endeten im Triumph für Bonaparte und bescheren uns die erste Kampagne des Spiels. Nach den kurzen Tutorials, die den Kampf zu Wasser und zu Land sowie die Jugendjahre Napoleons thematisieren, gilt es auf den Spuren des gewieften Strategen, im Italienfeldzug den Streitkräften der Koalitionsarmee Paroli zu bieten.

Die zahlreichen Animationen und der hohe Detailgrad jeder einzelnen Einheit, machen Napoleon: Total War zu einem echten Hingucker.

„Total War“-Kennern sollte dies nicht weiter schwer fallen, denn die Spielmechanik hat sich kaum verändert. Auf der taktischen Übersichtskarte, die allerdings deutlich kleiner ausgefallen ist als im direkten Vorgänger und nur noch die relevanten Bereiche der Kampagne abdeckt, kümmern sich angehende Feldherren zunächst um ihre Provinzen. Nur eine wohlhabende Nation ist eine starke Nation und ausgebaute Infrastruktur, zufriedene Steuerzahler und gewinnträchtige Handelsabkommen sichern den Geldfluss für die Finanzierung der Grande Armée. Damit diese ihrem Namen gerecht werden kann, rekrutiert man neue Einheiten, von der Linieninfanterie über berittene Jäger bis zur schweren Artillerie, die für ihre Produktion entsprechend ausgerüstete Industriezentren voraussetzen.

Hier wird gerade eine Artilleriestellung überrannt - meist ein sicheres Zeichen für die drohende Niederlage.

Das alles dauert seine Zeit, genau genommen zwei simulierte Wochen pro Runde, und selbstverständlich werden baldige Resultate erwartet, so dass es mit einfachem Rumsitzen und Ausharren nicht getan ist. Auch die erneut ausgebauten Diplomatieoptionen, mit denen Nachbarprovinzen beschenkt, bestochen oder bedroht werden, können den Einsatz militärischer Mittel nicht verhindern. So zieht ihr mit eurer Streitmacht gegen die Feinde der Republik, belagert und okkupiert Städte oder stellt den Gegner in offener Feldschlacht. Dabei ist in den ersten beiden Kampagnen der Schwierigkeitsgrad leider etwas zu gering ausgefallen. Sowohl im Italien- als auch im Ägypten-Feldzug besteht die eigentliche Strategie nämlich nur darin, so viele Truppen wie möglich aus dem Boden zu stampfen und den Gegner anschließend zu überrollen. Diese Truppenansammlung spielt zwar auch in späteren Gefechten eine wichtige Rolle, allerdings nehmen diplomatisches Geschick und zielgerichtetes Handeln mit fortlaufender Kampagne immer größeren Raum ein.

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