MMOGs - Special
Schwarz auf Weiß – Der OnlineWelten-Halbjahresrückblick
Final Fantasy XIV: Fun, Live, Reboot and Rebuild!
Was uns diese vier Schlagwörter zum Jahresbeginn sagen sollen? Na, dass der Release von Final Fantasy XIV im September 2010 alles andere als gut gelaufen ist, und dass im Jahr 2011 alles besser wird. Das zumindest verspricht Producer Naoki Yoshida zum Jahreswechsel in einem offenen Brief an die Community:
„Als Teil der neuen Richtung, die wir einzuschlagen versprochen haben, haben wir hier innerhalb der Management- und Entwicklungs-Teams vier neue Schlüsselwörter für Final Fantasy XIV eingeführt: fun, live, reboot and rebuild. Bitte vergebt unseren Übersetzern, falls diese Schlagwörter ein bisschen kryptisch oder klischeebehaftet wirken, aber ich benutzt diese englischen Wörter als eine wörtliche Übersetzung aus dem Japanischen, und ich behaupte steif und fest, dass sie global gesehen das selbe bedeuten.“Ein Neustart samt Neugestaltung soll also dafür sorgen, dass die Fans des Fantasy-MMOGs künftig den Spaß am Spielen wiederfinden. Ob das gelungen ist, verraten wir euch in einem der nächsten Monate.
Herr der Ringe Online: F2P-Umstellung offenbar ein Erfolg
Alles gut gelaufen zu sein, scheint hingegen bei Herr der Ringe Online und seiner Umstellung auf ein Free2Play-Modell. Wie Executive-Producer Kate Paiz und Director-of-Communications Adam Mersky Anfang Januar 2011 nicht ohne stolz berichten, habe man den Umsatz mit dem Mittelerde-MMOG seit der Änderung am Finanzierungsmodell verdreifachen können. Unter anderem seien etwa mehr als eine Million neue Accounts erstellt worden, und zeitgleich habe man 20 Prozent der früheren Spieler zu einer Rückkehr ins virtuelle Mittelerde bewegen können.
DC Universe Online: Virtuelle Superhelden in Strumpfhosen
Seit dem 14. Januar 2011 dürfen sich endlich auch Männer in Strumpfhosen und in gewagten Farbkombinationen auf die Straße wagen, ohne dabei schräg angeschaut zu werden – allerdings nur auf die virtuelle, versteht sich. Spieler dürfen sich in diesem Online-Rollenspiel für die PlayStation 3 und den PC einen eigenen Helden oder Schurken erschaffen und Seite an Seite mit Superman, Batman, Joker, Lex Luthor und anderen DC-Ikonen für Recht und Ordnung oder Chaos sorgen. Derart populäre Comic-Namen scheinen dann auch zahlreiche DC-Fans angezogen zu haben, denn vom plötzlichen Ansturm auf die Server war dann schließlich selbst Betreiber Sony Online Entertainment überrascht:
„Wir fügen gerade weitere Server zu unseren Farmen in Europa und den USA hinzu. Vor allem in Europa wollen viel mehr Leute spielen, als wir erwartet hätten. Und wir haben jede Menge erwartet“, ließ CEO John Smedley kurz nach Release verlauten.Und auch wir waren von den Superhelden in Strumpfhosen überzeugt: Immerhin 84 Prozent konnte DC Universe Online in unserer Review absahnen.
EA mag Funcom, dafür haben Interplay und Bethesda Streit
Weitere Neuigkeiten aus dem Januar im Schnelldurchlauf: Blizzard denkt offenbar im Traum nicht daran, seinen nach Warcraft zweiten RTS-Franchise StarCraft ebenfalls in das MMOG-Genre zu erheben, also übernehmen das einige Modder im Januar kurzerhand selbst. World of StarCraft ist geboren, doch anstatt eine beglückwünschende Grußkarte schickt Blizzard schelunigst seine Anwälte. Stichwort: Urheberrechtsverletzung. Ebenfalls vor Gericht balgen sich seit geraumer Zeit Interplay und Bethesda, und der Jahreswechsel stichelt letzteren noch einmal dazu an, die eigenen Ansprüche zu untermauern: Fallout gehört uns und nicht Interplay. Wem Ultima Online gehört, ist ebenfalls noch nicht endgültig geklärt. Und so können neueste Gerüchte um die Entwicklung eines Ultima Online 2 durch Richard Garriott vermutlich getrost ins Reich der Fabeln verwiesen werden – leider.
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Compo
26.07.2011, 17:19 Uhr
Warriel0rd
10.07.2011, 00:55 Uhr