MMOG Blog - Special
Kampf gegen Goldfarmer – Wie ernsthaft wird er betrieben?
Sind BOT-User und professionelle Goldfarmer im asiatischen Sektor schon seit Jahren üblich, wurde nun auch der europäische Markt zunächst einmal Azeroth von scriptgesteuerten Goldjägern überflutet.
Zunächst waren Spielebetreiber und Konsumenten ratlos und der Erfolg der professionellen Goldfarmerunternehmen führte dazu, dass weitere Anbieter mit auf den Markt drängten. Schnell führte es zu Überangeboten und sinkenden Preisen, so dass der Einkauf für kleine, reale Münze sich realisieren lässt.
Offiziell nahm natürlich niemand die Leistungen der Goldfarmer in Anspruch, wäre es doch auch schlecht für die Reputation, wenn die schmuckvolle Ausrüstung nicht ehrenwert erkämpft wurde. Inoffiziell kann niemand genau sagen, wie viele der Millionen World of Warcraft Spieler ihr Vermögen über diese Kanäle beziehen. Die Dunkelziffer ist aber gewaltig.
Schnell weitete sich das Prinzip auch auf andere erfolgreiche MMOGs in Europa aus und weitere Dienstleistungen wurden ins Angebot aufgenommen. Nicht nur knappe Goldbeutel werden bedient, nein, wer selbst keine Lust hat, seinen Charakter zu leveln, kann dies ebenso in Auftrag geben.Zwei Jahre ließ sich so gutes Geld erwirtschaften - übrigens mit genügend Goldfarmern mit Wohnsitz in Deutschland. Doch der Wind hat sich 2007 gedreht - Spielebetreiber, nicht nur Blizzard, merken, dass Goldfarmer zu einem Ungleichgewicht beitragen, welche gravierende Auswirkung auf die Spielewirtschaft und damit auch indirekt auf den Spielspaß hat. Weiter trägt stetige Belästigung im Chat nicht gerade zur Atmosphäre in einer Fantasywelt bei.
Schlug letztes Jahr NCsoft hart gegen Betreiber so genannter Freeshards zu, welche illegal Lineage II Server betrieben, so versuchen seit einiger Zeit Firmen wie Blizzard oder Square Enix die entstandene goldene Wirtschaft zurück zu drängen. Die Summen, die dabei virtuell aber auch real vernichtet werden, wenn hundertausende von Accounts geschlossen werden, sind enorm und verdeutlichen die Umsätze und das Potential, welches sich hinter dieser Dienstleistung verbirgt. Wenn Milliarden von Gil in Final Fantasy der Wirtschaft entzogen werden, wenn Goldfarmer bei World of Warcraft an einem Tag fünfstellige Summen - harte Euro bzw. Dollar - verlieren, wird der aufrechte Spieler und Arbeiter stutzig.
Und Aufrichtigkeit ist ein interessantes Schlagwort in diesem Zusammenhang: Der Verkäufer von virtuellem Geld wird hart bestraft - Account gebannt, Gold entzogen. Mitleid muss man sicherlich nicht haben. Doch was ist eigentlich mit dem Käufer, der ebenso gegen die Regeln des Spielebetreibers verstossen hat? Der Transfer zwischen den Goldfarmer-Accounts und den Käufern lässt sich mit Sicherheit zumindest kurzfristig nachvollziehen. Strafen in Form von Accountschließungen erfolgen hier jedoch selten.
Und wenn wir gerade bei Aufrichtigkeit sind - bei allen Maßnahmen, die aktuell ergriffen werden, bleibt immer eine letzte Frage: Könnte man nicht noch härter gegen dieses doch arg nervende Business vorgehen?
Natürlich könnte man z.B. Massenwerbung im Spiel verhindern, nur wenige Veränderungen im Code wären dazu möglich. Natürlich könnte man Accounts, von denen täglich gewaltige Goldsummen transferiert werden, überwachen. Selbstverständlich wäre es auch möglich, Testaccounts nur noch unter erschwerten Bedingungen anzulegen, so dass sich zurückverfolgen lässt, ob wieder nur ein Account angelegt wird, um die Welt mit Werbung vollzutexten oder nicht. Warum dies nicht geschieht?Ich wage zu behaupten, weil die Betreiber eiskalt kalkulieren. Wie viele Spieler werden durch Werbebelästigung vertrieben - vermutlich wenige - und wie viele Accounts werden von professionellen Goldfarmern gekauft bzw. erstellt? Im wilden Zahlenspiel sind steigende Accountzahlen dann das Resultat und das ist wiederum gut fürs Geschäft.
Weiter können auch die Gelegenheitsspieler mit großem Geldbeutel ihr zeitliches Defizit derart ausgleichen. Wer eben keine zwölf Stunden am Tag Zeit hat, um ein seltenes Artefakt zu belagern, wer nicht Wochen damit verbringen mag, sich ein episches Flugmount zusammen zu sparen, wer sich eine teure Waffe craften lassen will, aber nicht über die teuren Ressourcen verfügt, der plündert eben sein reales Konto und überweist. Somit schaffen Goldfarmer zumindest ein Gleichgewicht wenigstens teilweise wieder herzustellen - die Lücke zwischen Casual- und Hardcore-Spieler.
In diesem Sinne
Euer Zitronenhai
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na ja
23.06.2007, 09:00 Uhr
bringt doch immerhin einen netten zusatz verdienst.
Borat
22.06.2007, 15:07 Uhr
noxus
21.06.2007, 11:34 Uhr
Das WoW Wirtschaftssystem negativ beeinflussen.
Grassen und Farmen alles weg was Gold bringt, so das normale Spieler die dreifache Zeit Investieren müssen. Ich Persönlich kann mich dem Fazit überhapt nicht anschliessen !!
Ethero von Altharena
18.06.2007, 20:43 Uhr
obermotz
18.06.2007, 13:47 Uhr
1. Goldfarmen wird legal, ich geh lieber arbeiten, lass mir die superitems von billigen chinesen erfarmen und hab dann viel spaß im Game. Da könnte man doch gleich den monatlichen Beitrag verdoppeln, quasi für "Gold-Member", die müssen dafür nie Farmen und kriegen alle items einfach so.
2. Gold spielt keine Rolle. Alle items sind ungefähr gleich gut. Fürs crafting braucht man nicht Rohstoffe farmen, kreative ideen beim craftingprozess sind wichtig. Dafür bemühen sich die Entwickler endlich mal um spannende Inhalte:
-ständig neue quests mit verzweigungen und friedlichen Lösungsmöglichkeiten etc.
-dynamische Veränderungen in der Spielwelt
-Rätsel, Housing, Schiffbau, Erkunden, Rp, etc
-Eine Instanz startet jedes mal anders und endet jedes mal anders
noch vieles mehr denkbar
guate sach
16.06.2007, 12:59 Uhr
lol
15.06.2007, 23:27 Uhr
Abby
15.06.2007, 18:38 Uhr
was soll ich machen wenn alles gleichbleit und die items nur auf style gehen. spiel ich einmal einen char hoch und das war es dann. ich hätte keine motivation weiterzuspielen.
Ericka
15.06.2007, 18:00 Uhr
Mfg
Gibt doch schon ne Lösung: Pen
14.06.2007, 20:38 Uhr