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Erzieherische Onlineuntersuchung? - Spielsucht
Ich stimme gerne zu, Onlineuntersuchungen, so z.B. das Abhören von Telefonaten, die über das Internet laufen, genauso wie das Abfangen von E-Mails, sind bei begründetem Verdacht längst ein notwendiges Mittel - all jene, die sich dagegen erwehren, haben den Umgang und die Möglichkeiten der digitalen Welt bisher vollkommen verschlafen. Der Polizei, der Verfassungsschutz und die Antiterrorfahndung werden dort ihre Rechte bekommen und zu nutzen verstehen. Doch was, wenn der Staat mal mit einer anderen Fragen in jedes virtuelle Haus eindringt? Wenn nicht hinterfragt wird, was denn der Verdächtige so plant, sondern wie der Deutsche seine Freizeit verbringt? Glaubt man den letzten Aussagen der Fachpresse, die deckungsgleich mit eigenen Spielerfahrungen und Gesprächen mit MMOGlern, die auf der Games Convention stattfanden, sind, so dürfte ein Wert besonders erschreckend sein: Die Onlinezeit und -Zeiten von Jugendlichen und Erwachsenen.
Wo und wann ist eigentlich der Zeitpunkt gekommen, wo staatlich interveniert werden müsste, z.B. in Form des Jugendamtes? Ist es in Ordnung, wenn der zwölfjährige Schüler nur noch virtuell mit anderen spricht und nur noch verschlafen in der Schule sitzt? Müssen Eltern und Freunde eingreifen, wenn ein 18-Jähriger anstatt in die Diskothek zu gehen, lieber das Wochenende damit verbringt, sich durch die virtuelle Weltgeschichte zu raiden? Sollte das Jugendamt eingreifen, wenn der Vater gemeinsam mit seiner kleinen Tochter virtuell auf Blumensuche geht?
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Wasabi
19.09.2007, 01:53 Uhr
Computerspiele und MMOs haben m.E. schon einen ganz eigenen Reiz und sind im Gegensatz zu den von Andhor beschriebenen Suchtmitteln frei auch fuer untere Altersgruppen verfuegbar. Zumal der Staat doch Gesetze zu den genannten Dingen erlassen hat und deren Durchsetzung auch verfolgt.
Mich aergert der Begriff zwar wegen seines inflationaeren Gebrauches ein wenig, aber meiner Meinung nach ist hier die Medienkompetenz und das Engagement der Eltern gefragt. So wie Kinder nicht 8 Stunden am Tag vor der Glotze haengen sollen, so sollte sich auch der Konsum von Computerspielen im gesunden Rahmen bewegen. Spaetestens wenn auffaellt, dass andere Dinge wie Hausaufgaben, Ausbildung, Freunde, Sport, etc. vernachlaessigt werden, sollten die Eltern nicht mehr froh sein, dass Sohnemann still ist, sonder sich ernsthaft Gedanken machen, was ihr Kind da treibt.
d0c
17.09.2007, 11:01 Uhr
In meinen Augen ist es bei MMOs so:
Leute mit einer Affinität zu Süchten werden sich immer wieder in Produkten verlieren. Ob es das Rauchen, weiche Drogen oder sogar harte Drogen sind ist egal. Wer psychisch sich auf solche Dinge einlässt, schnell in einen solchen Kreislauf kommt wird nunmal süchtig.
Bei besagten Spielen verhält es sich ähnlich. Doch ein psychisch ausgeglichener Mensch wird sicherlich nicht Arbeit und Familie für MMOs sausen lassen ...
Andhor
17.09.2007, 09:38 Uhr
Ob nun jemand 8 Stunden am Tag vor der Glotze hängt, oder MMOs spielt, ist eigentlich egal. Im Gegenteil, bei MMOs kommt man wenigstens virtuell mit anderen in Kontakt.
Online-Sucht ist ein Thema, keine Frage. Aber MMOs sind für Online-Süchtige eher nur eine gute Plattform. Können Sie nicht MMOs spielen, werden sie in diversen Chatrooms & Foren abhängen.
Und solange man mit 18 volljährig ist, können Eltern auch nicht eingreifen, wenn zu lange gespielt wird.