Minecraft - Test
Mal so richtig reinklotzen – Minecraft 1.0 im Test
Schwing dein Klötzchending
Inspiriert durch meine von Lego geprägte Kindheit beschließe ich mich mangels kreativer Ideen für andere Beschäftigungsmöglichkeiten an der Aneinanderreihung von Klötzchen zu versuchen – irgendwas sinnvolles wird da am Ende schon bei rauskommen. Was ich sonst hier machen soll, mag mir nämlich irgendwie keiner verraten – wie auch, ich bin schließlich alleine in dieser verdammten Klötzchenwelt. Doch ebenso schnell wie mir dieser beeindruckend kreative Gedanke während des Tests von Minecraft gekommen ist, zerplatzt der Traum vom kindlichen Bauherrenglück – ich habe gar keine Klötzchen. Allerdings schwingt bei Betätigung der linken Maustaste irgend so ein Klötzchending vor meinem Sichtfeld herum. Ich verkneife mir ein ’Hihi’ und jeglichen pubertären Gedanken, und interpretiere den viereckigen Zauberstab einfach als Arm. Die dazugehörige Person scheint übrigens entweder Chuck Norris zu sein, oder aber über fundiertes Wissen in irgendeiner Kampfsportart zu verfügen, mit ’dem Arm’ lässt sich nämlich aus Bäumen vorzüglich Kleinholz machen – wie ich versehentlich feststelle, als ich meiner sadistischen Ader folgend ein (natürlich eckiges) Schwein jage und dabei voller Übermut vor einen (natürlich eckigen) Baum renne, während ich mein Ding schwing' – ähm, ich meine den Arm.
Wie dem auch sei: Ergebnis dieser glücklichen Fügung sind ein weiterhin zufrieden grunzendes Kanten-Schwein und ein Baumstamm in meinem Inventar – dafür sehe ich nun meinen unglücklich wirkenden ehemaligen Physiklehrer vor dem geistigen Auge, denn der malträtierte Baum schwebt in unserem Minecraft-Test völlig losgelöst von seinen Wurzeln in der Luft. Ich hätt’s ja witziger gefunden, würden die miteinander verbundenen Stamm- und Blätter-Klötze beim Holzhacken allesamt ein Stockwerk tiefer plumpsen, aber nun gut, man kann halt nicht alles haben. Immerhin hält die Schwerkraft mich auf den Boden und auch das Wasser hat eine Fließrichtung – irgendwie jedenfalls. Ich notiere 'rudimentäre Physikengine' auf meinem Notizblock, weiß aber nicht ob ich es unter Pro oder Contra verbuchen soll – und verwerfe den Gedanken, Minecraft in irgendwelche Bewertungskriterien pressen zu können.
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Gortun
14.12.2011, 12:57 Uhr
Die Kontra Punkte dieses Artikels werden meiner Meinung nach zu streng gesehen.
-"Viel verschenktes Potential" ..... Rom wurde auch nicht an einen Tag gebaut. Minecraft gehört zu den Spielen, die stetig weiter Entwickelt werden, bzw. verbessert werden. Die einzige Kritik hierdran sehe ich ehr an den (auch meiner Meinung nach) vorzeitigen Release.
-"zu viele unfertige Features" .... übergreifend zum 1. Punkt: ein späterer Release hätte tatsächlich noch einiges Möglich gemacht. Bsp. Interaktion mit NPC Menschen.
-"Noch immer keine Modschnittstelle" .... Wenn du das meinst, was ich denke, muss ich dir widersprechen. Es gibt unzählige Mods, welche aktiviert werden können, nachdem du sie irgendwo runtergeladen hast.
-"kein Tutorial" ..... Das Spiel simuliert (Adventure Modus) eine Art "gestrandete" Person, welche in der Wildniss überleben will/muss. Ich bezweifle, dass man im realen Leben auch in dieser Situation irgendeine Anleitung zufällig dabei hat. Außerdem macht es mehr Spaß, wenn man sich selbst da ein bisschen durchfuchsen muss.
-"keine In-Game-Rezepte fürs Crafting" ..... Da stimm ich dir zu. Ständig im Internet zu gucken nimmt ein wenig die Stimmung. Allerdings das ganze Inventar voller Zettel mit Rezepten oder ähnliches zu haben, wäre nervig. Hierbei seh ich leider keine bessere Möglichkeit.
Mein Fazit: Minecraft ist einfach ein spiel, welches stetig weiterentwickelt werden muss. In Planung sind ja bereits PVP Kämpfe(CTF) und anderes. Es Entwickelt sich nach und nach weiter.
Demnach sollte man in der Bewertung auch dieses Aspekt mit betrachten.
Man kann Minecraft nicht mit einem regulären Single Player Spiel vergleichen, welches man einfach so eine Bewertung geben kann.
Auch wenn es Release heißt, ist es noch nciht Abgeschlossen.
Ich wünsch mir für die Zukunft: Mehr Items, PVP Modis ( in dem Zusammenhang auch mehr Waffen) und NPC Interaktion.
Vllt. können die eine oder andere Mod übernommen werden.
Segaia
12.12.2011, 08:57 Uhr
Finde 79% ist völlig berechtigt. Sie dir die Feature-Liste mal einfach an, dann wirst du feststellen, dass es garnicht so viel gibt außer dem Klötzchenbaun und den Schaltkreisen, die dir mehr Kreativität erlauben. Für eine so lange Entwicklungszeit doch eher mager - aber auch kein Wunder, wenn man sich vor Augen hält, dass hauptsächlich daran gearbeitet wurde auf anderen Platformen Geld zu melken.
Der Mod-Support macht nur das wett, was die Entwickler vertan haben: den Content reinbringen. Contententwicklung wurde auf die Userbase abgeschoben, weswegen man Mods etc. auch nicht in eine Bewertung einfließen lassen kann.
Ganz ehrlich.. Minecraft ganz nackt: 79% ist da sehr gut angesetzt. Guter Artikel!
Shavanna
12.12.2011, 07:58 Uhr
Das sehe ich nicht so. Wenn du nur bauen willst, solltest du nicht den Adventure-mode benutzen. Der ist - wie der Name schon sagt - dafür da ein Abenteuer zu erleben - inklusive Nahrungsaufnahme und selbstabgebauten Blöcken. Und selbst das kannst du abstellen, wenn du die Schwierigkeit auf "peacefull" stellst.
Driman
12.12.2011, 07:27 Uhr
Nein wenn man sich die Entwicklung von Minecraft anschaut ist das vollkommen berechtigt.
Damals war Minecraft so geil weil man noch dachte was es für ein potenzial hat und nun haben die viel vom fun zerstört mit dem scheiß Essen usw. iwas tolles zum craften haben die ja nicht reingebracht.
Zockerli McKoy
12.12.2011, 06:06 Uhr