Midnight Club: Los Angeles - Test
Setzt den Asphalt in Flammen!
Nicht nur in der Nacht müsst ihr euch vor den Gesetzeshütern hüten. Tauchen sie auf, holen sie euch nicht selten von der Straße und ihr legt eine unfreiwillige Pause ein.
Ob auf vier oder zwei Rädern, die Vehikel haben eine perfekte Straßenlage. Mit wenigen Handgriffen könnt ihr auch noch die Steuerung nach euren Wünschen anpassen.
Die Steuerung erinnert in der Standard-Einstellung eher an eine Eisenbahnsimulation. Viel zu stark klebt die Rennkiste am Boden fest. Mit ein paar Handgriffen lässt sich die Sensitivität aber in 20 Stufen anpassen und fortan sehr viel spannender durch die Stadt pesen. Schnell ist die Bedienung verstanden und die Arcade-Raserei ein wahrer Genuss. Mit Bedacht schlängeln wir uns zwischen Blechkisten vorbei, schieben mit einem leichten Schubser ein Taxi zur Seite und setzen unseren Weg nahezu unbeirrt fort. Die Steuerung verzeiht eigentlich alles, solange ihr nur nicht in den Gegenverkehr kommt. Dann nämlich haut es euch aus der Spur, und eure Karosse kann auf den Schrottplatz. Obwohl das Handling dermaßen einfach ist, kommt in den ca. 20 Stunden Spielzeit, die ihr zum Freischalten aller Punkte benötigt, keine Langeweile auf. Zu sehr reizt es, mit dem Gaspedal am Anschlag durch Kurven zu driften, das Gummi quietschen zu lassen und zu hoffen, einen entscheidenden Schritt vor der Konkurrenz zu sein. Solltet ihr aber wirklich nichts mehr von den einfachen Rennen wissen wollen, hat Rockstar Games noch ein As im Ärmel: Von Crash-Rennen und Bonus-Missionen samt Zeitfahrten warten bis hin zur Auslieferung von Neuwagen abwechslungsreiche Zwischenmissionen auf ihre Erfüllung. Eingebettet in eine spannende Geschichte macht die offene Welt von Los Angeles nicht nur tierischen Spaß, sondern aus eurem Charakter den Tuner-König.
Vom edlen Superschlitten bis zur alten Gurke präsentiert euch Rockstar Games über 40 Fahrzeuge. Mit dabei sind auch viele deutsche Fabrikate vom Golf bis zum Audi R8.
Solltet ihr mal nicht mehr mit eurem fahrbaren Untersatz zufrieden sein, könnt ihr "pimpen", dass selbst X-Zibit vor Neid erblasst. Von den größten und chromhaltigsten Felgen bis hin zur simplen Tieferlegung, einem neuen Sportfahrwerk oder einer aufwändigen Lackierung könnt ihr fast alles verändern. Solange euer Geld reicht, sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Gänzlich überschreiten könnt ihr die letzten Barrieren dann im Mehrspielermodus. Dort warten schnelle Partien mit bis zu 16 Teilnehmern. Neben den klassischen Rennen könnt ihr auch unterschiedlichste Modi wie ein Capture-the-Flag-Rennen ausprobieren. Dabei müsst ihr mit eurem Rennhobel einen Punkt erreichen und dann möglichst fix zu einem Checkpoint rasen, um euch Punkte zu sichern. In einer Unterversion wartet sogar eine versteckte Bombe unter den heiß begehrten Flaggen. Habt ihr sie euch unbewusst gekrallt, müsst ihr sie schnellstmöglich an einen Gegner loswerden, indem ihr ihn touchiert. Als wäre das noch nicht genug für fetzige Stunden, könnt ihr die schnellen Runden mit Freunden noch mit unterschiedlichen Power-Ups aufmotzen. Dann könnt ihr schon mal die Piste für euren Verfolger vereisen, dass er in die Bande kracht. Rockstar Games serviert damit nicht nur ein klassisch gutes Rennspiel, sondern vor allem im Mehrspielermodus das Potential für viele weitere unterhaltsame Stunden. Und dabei müsst ihr nicht mal nachtanken, denn in Midnight Club Los Angeles geht das Benzin scheinbar niemals aus.
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