Microsoft Flight Simulator 2004 - Test
Auf in die Lüfte
Wie immer steht beim FS am Anfang die Installation – und die hat es in sich. Satte 4 CD´s müssen im Laufe des Kopiervorgangs gewechselt werden. Im Spiel wird dann auch jedem klar wieso. Als erstes fällt die aufpolierte Grafik ins Auge. Diese stellt Wasser, Erdoberfläche und den Himmel viel detaillierter dar als im Vorgänger. Auch die Gebäudeanzahl ist gewachsen. Mit einem neuen Verfahren werden jetzt noch mehr zufällig generierte Gebäude auf den Boden gezaubert. Damit sehen sowohl große Metropolen als auch mittlere Städte lebensechter aus. Die Markenzeichen der Großstädte wie der Eifelturm in Paris oder Empire State Building bleiben auch im FS 2004 erhalten.
Wie auch bei der Gebäudeanzahl ist auch die Flughafenanzahl in die Höhe geschossen. Statt wie im Vorgänger 22.000 Flughäfen, sind es im FS 2004 satte 2000 Flughäfen rund um den Globus mehr auf denen man landen darf. Damit ist fast jeder noch so kleine Flughafen auf der Erde anwählbar. Außerdem sind auch die Flughäfen verschönert wurden. Sie sind den echten so realistisch nachempfunden wie nur möglich. Wieder mit von der Partie ist das ATC (Air Traffic Control). Das ermöglicht dem Spieler mit dem Tower zu kommunizieren.
Durch Sturm und Wind
Eine ganz wichtige Neuerung ist das verbesserte Wettersystem. Mit Ihm kann man - anders als im Vorgänger - selbst einstellen in welchem Wetter man fliegen will. Unter anderen sind vorhanden: Klarer Himmel, Gewittersturm und Schneefall. Außerdem kann sich das Wetter ab sofort im Laufe des Fluges auch ändern – z.B. von klarem Himmel zum Gewitter. Die Intensität der Änderung kann man ebenfalls im Wetter Menü einstellen.
Geschichte der Luftfahrt
Nicht umsonst trägt das Spiel den Untertitel „A Century of Flight“. Denn außer den Flugzeugen, die auch schon im Vorgänger vorhanden waren – vier Cessnas, zwei Beechcrafts, drei Boeings, einem Learjet, Segelfugzeug, Mooney Bravo, Extra 300 und dem Hubschrauber Bell Jet Ranger - sind im FS 2004 vor allem Maschinen älteren Baujahres dazugestoßen. Das älteste ist wohl der legendäre Wright Flyer, mit dem die Gebrüder Wright den ersten (zwölf-sekündigen) motorisierten Flug der Menschheit durchgeführt haben. Auch für Profis ist es schwer dieses „Ding“ über längere Zeit in der Luft zu
behalten. Die zweite berühmte Maschine ist die „Spirit of St. Louis“, mit der Charles Lindberg zum ersten Mal den Atlantischen Ozean überquert hat. Zu diesen gesellt sich dann unter anderem noch das Passagierflugzeug DC-3, oder die Vikcers Vimi, welches eigentlich ein Bomber aus dem 1. Weltkrieg ist. Zusammen kann man im FS mit 30 Flugzeugen fliegen, und diesmal hat jedes ein 3D Cockpit in dem man genau wie im 2D Cockpit alle Instrumente bedienen kann.
Ein Teil des Programms ist der Luftfahrtgeschichte gewidmet. Hier kann der Spieler alles über die wichtigsten Flugereignisse der letzten einhundert Jahre lernen, oder sich über alle Oldie-Flugzeuge aufklären. Besonders umfangreich ist dieses Archiv allerdings nicht.
Luftfahrtgeschichte selber erleben
Um auch einmal das Gefühl kennen zu lernen, den ersten motorisierten Flug der Welt durchzuführen, oder als erster Mensch in einem Flugzeug den Atlantik zu überqueren, sind im FS sogenannte Szenerien vorhanden. Diese ermöglichen es dem Spieler die bedeutendsten Momente der Luftfahrt nachzuspielen. Außer diesen beiden Ereignissen sind noch viele andere aus 100 Jahren vorhanden, die chronologisch nach Ihrer Reinfolge geordnet sind.
Außerdem sind noch Szenerien aus dem FS 2002 vorhanden – wie „Transportpilot“ oder „Fliegender Schoffeur“. In jedem dieser Aufträge müssen sie ein Ziel erfüllen. Meistens ist es von einem Flughafen zum anderen zu fliegen. Kleine Herausforderungen sind aber auch dabei. Ob es jemand schafft länger als zwölf Sekunden mit dem Wright Flyer in der Luft zu bleiben?
Die schöne Grafik im Spiel hat auch ihren Preis. Unter einer 600 MHz CPU und einer GeForce Karte sollte man sich nicht in die Luft wagen. Denn auch wenn es spielbar ist, dann nur in einer geringen Detailstufe, die zum Teil schrecklich aussieht. Ab 1,6 GHz, 512 MB RAM und einer GeForce 3 kann man beruhigt auch in der höchsten Auflösung und der maximalen Detailstufe problemlos die Lüfte erkunden. Wenn man über einen schwächeren Rechner verfügt hilft es die Farbtiefe von 32 Bit auf 16 Bit zu reduzieren.
Im Multiplayer Modus können Online bis zu 255 Spieler auf einmal spielen, per LAN lediglich zwei. Besondere Modi gibt es nicht, allerdings ist ein Fluglehrermodus vorhanden, mit dem man im Internet oder Netzwerk anderen Spielern beim Fliegen helfen kann.
Wie bei mittlerweile jeder Simulation von Microsoft fehlt diesem Spiel ebenfalls ein ausgedrucktes Handbuch. Es liegt nur in digitaler Form bei und kann im Menü aufgerufen werden. Bei einem völlig überzogenem Preis von 70 Euro ist dieses „Manko“ nicht zu verzeihen.





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