Metroid Other M - Test
Samus aus einer neuen Perspektive
Und welche Schmiede könnte sich für dieses Unterfangen besser eignen als die Jungs von Team Ninja, die mit der Ninja Gaiden-Reihe eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass sie das Spektakel beherrschen – technisch wie spielerisch. Bevor wir auf das eigentliche Spielgeschehen eingehen, möchten wir euch einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg geben: Verbannt sämtliche Erinnerungen an Metroid aus eurem Kopf, bevor ihr die DVD im Laufwerk verstaut. Durch die Unterstützung von Team Ninja präsentiert sich Metroid nicht nur optisch in einem neuen Gewand. Auch spielerisch wirft man einige der vertrauten Elemente komplett über den Haufen. Hier haben wir es weder mit einem vierten Metroid Prime noch mit einem Nachfolger der 2D-Ableger im eigentlichen Sinne zu tun. Team Ninja beschreitet innerhalb des bekannten Universums neue Wege, was für langjährige Anhänger der Reihe Fluch und Segen zugleich sein kann.
In Metroid: Other M lernen auch Fans eine ganz neue Seite von Samus Aran kennen: Schwach, verletzlich und mitunter reichlich naiv.
Dies ist besonders bedauerlich, da die eigentliche Handlung einmal mehr zu begeistern weiß und in Verbindung mit den Team Ninja-typischen Zwischensequenzen ein packendes Popcorn-Kino verspricht. Die Geschichte setzt unmittelbar nach dem SNES-Klassiker Super Metroid ein: Nachdem Mother Brain vernichtet und der Planet Zerbes zerstört wurde, zieht Samus orientierungslos und emotional angeknackst durch die Weiten des Alls, ehe sie den Hilferuf einer entfernten Raumstation abfängt. Auf der gespenstisch wirkenden Station trifft Samus auf einen alten Bekannten in Form von Adam Malkovich, der Kennern der Materie sicherlich ein Begriff sein dürfte. Gleichzeitig stößt man zwischen einem Stoßtrupp der galaktischen Föderation auf erste Leichen und dürfte sich die Frage stellen, was auf der Raumstation eigentlich passiert ist. Kurzerhand ergreift man die Initiative und macht sich mit Samus daran, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen – zahlreiche Dialoge und Rückblenden, die in englischer Sprache gehalten und lediglich mit deutschen Untertiteln versehen wurden, natürlich inklusive. Und wo der Handlung gerade noch der Spagat zwischen einer spannenden Erzählung und kitschigen Momenten gelingt, punktet die spielerische Umsetzung mit einigen Elementen, die mehr als offensichtlich die Handschrift von Team Ninja tragen.
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chaz0r
08.09.2010, 21:00 Uhr
->hakende Steuerung (Perspektivwechsel): Kann ich so nicht unterschreiben. Es funktioniert alles im Bereich Steuerung einfach und grandios, aber auch wirklich alles.
->Der Punkt mit Linearität und Forscherdrang: Rein theoretisch ist das richtig, aber das hatte ich persönlich bei einem Metroid nie gehabt und auch nie erwartet.
->Unsinnige Einschränkung beim Waffenarsenal: Für mich macht das alles so durchaus sinn, aber das ist vielleicht auch geschmackssache.
->Hölzerne Animationen: Da habt ihr wohl ein anderes Metroid gespielt als ich. Klar sind die jetzt nicht mit irgend nem großen Xbox oder PS3 Spiel zu vergleichen, aber hözern finde ich die wirklich nicht.
Zum Spiel selbst: Absolut geil! Einzige was mich nervt sind die Punkte wo man gezwungen wird in der Egoperspektive etwas zu finden. Das ist im ansonsten doch relativ flotten Gameplay irgendwie nervig.
Die Story an sich ist nicht tiefgehend, aber sie macht aus Samus endlich mal eine richtige Person. Wärend also quasi die aktuelle Story eher knapp ist, sind die Hintergrunddinge durchaus interessant.
Und als Fan von Super Metroid und Metroid Fusion ist Other M einfach klasse. Gefällt mir sogar nen Tick besser als die Prime Spiele, wobei die auch grandios sind.
Unangefochten auf Platz 1 und 2 bleiben aber dennoch die beiden Super Mario Galaxy Spiele. Einfach nur Bombe die Teile! (Und das sagt jemand, der auch Shooter und dergleichen gern spielt)
Koibito
08.09.2010, 19:22 Uhr
Iwie sehr flach das Spiel, da hatte Team Ninja mit NinjaGaiden bessere arbeit geleistet.
Bessere Story und noch erwachsenere Atmo wäre für das Spiel nicht schlecht.