Mass Effect - Test
Effect-iv gegen Mass-ive PC-Müdigkeit
Die Dialoge gehören zu den intensivsten ihrer Art und sind kaum noch von Zwischensequenzen zu unterscheiden.
Die wohl härteste Schelte musste sich BioWare letztes Jahr für die teils mit extremer Verzögerung geladenen Texturen einfangen. Bei häufigen Kameraschwenks in Dialogen oder bei einem Gebietswechsel konnte es gern mal eine halbe Minute dauern, bis die finalen Texturen endlich geladen wurden. Um es kurz zu machen: Weg! Alles weg! Dank PC-Power bleibt die Kulisse der Windows-Fassung von diesen ärgerlichen Rissen verschont. Egal ob ihr ein Schnellreise-Terminal bedient, im Charakterbildschirm brütet, einen neuen Abschnitt betretet oder die Tiefe des Dialogsystems erforscht - alle Objekte, Charaktere oder Umgebungen werden sofort mit ihren finalen Texturen geschmückt, ohne zuvor durch einem zähen Grafiksumpf zu waten. Und ganz wichtig: hier läuft selbst im größten Getümmel alles flüssig, hier geht die Framerate auch auf der monumentalen Citadel Station nicht in die Knie. Unser Testrechner (Intel Core 2 Duo, 2GB RAM, Geforce 8800 GTS) hatte keinerlei Probleme und schnurrte auch nach langen Sessions noch zufrieden wie ein Kätzchen. Nur beim Autospeichern oder an sehr wenigen Stellen merkt man eine kleine Unterbrechung.
Auch die Steuerung wurde vorbildlich an die Maus-Tastatur-Kombi angepasst, lässt sich nach Lust und Laune konfigurieren und besticht mit einer sinnvollen Detailpolitur. Okay, das an den Grenzen zum Shooter-Genre kratzende Kampfsystem ist nicht jedermanns Sache und für ein Rollenspiel vielleicht sogar zu schnell, zu actionreich, zu direkt. Fakt ist aber: Mit der Maus lässt sich das Fadenkreuz einen Tick angenehmer und genauer über den Bildschirm schubsen. Ein Shooter ist Mass Effect deswegen noch lang nicht; immerhin sind hier eure Charakterwerte von Bedeutung, die über den Erfolg der kämpferischen Handlungen entscheiden. Mit anderen Worten: wer sich als blutiger Anfänger in haarige Gefechte stürzt, kann noch so gut zielen, wird sich aber eher die Zähne ausbeißen als Spieler mit bereits nach oben getriebenen Werten.
Auf dem PC wirkt die Kulisse noch einen Tick ansehnlicher. Und vor allem bleibt ihr vor den bei der 360-Fassung bekrittelten, spät ladenden Texturen verschont.
Während das Geschehen pausiert wird, könnt ihr eure oder die Waffen eurer Squad-Mitglieder wechseln und ihre Spezialattacken auslösen. Hierher wurde übrigens auch das Befehlssystem für die Bewegungsorder verfrachtet, das am 360-Pad mit dem Steuerkreuz funktioniert. Somit erreichen PC-Spieler sämtliche taktischen, die Kämpfe etwas behaglicher machenden Elemente mit nur einem Tastendruck. Außerdem könnt ihr eure Waffen mit dem Mausrad wechseln, könnt die Nummerntasten als Hotkeys missbrauchen und per Rechtsklick an den Gegner heranzoomen. Die Menüs, die ihr nun mit der Maus durchforstet, sind überschaubar angeordnet und mit großen, selbst erklärenden Icons sehr intuitiv zu bedienen. Im Charakterbildschirm laden übergroße Plus- bzw. Minus-Schaltflächen zum Experimentieren ein und das Händlermenü wurde um eine Rückkauf-Option erweitert.
Das schrecklich anspruchslose Knöpfchendrücken zum Dechiffrieren verschlossener Türen musste einem zumindest anfangs witzigen Minispiel weichen. Ihr blickt auf einen Kern, der von rotierenden, mit kleinen Lücken versehenen Ringen umschlossen wird. Mit den Pfeiltasten müsst ihr einen kleinen Cursor durch diesen Parcours schlängeln und an den Hindernissen vorbei das mittig gelegene Ziel erreichen. Das ist zwar selten wirklich schwer, aber immerhin besser als die 360-Variante, die selbst einem Dreifinger-Affen auf Crack nicht mehr als ein dümmliches Kichern abringt.
Mehr zu Mass Effect:
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News: Ende Juli 2011 erste Informationen zu Mass Effect: The Movie (52 News insgesamt)





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