Marvel Ultimate Alliance 2 - Test
Wenn Superhelden wild um sich schlagen
Freund gegen Freund
Wer sich allerdings auf eine verbesserte Version des Vorgängers freut, sollte seinen Enthusiasmus bitte bereits an dieser Stelle etwas bremsen. Seltsamerweise haben die Entwickler von Vicarious Visions nämlich eher einen kleinen Schritt zurück anstatt nach vorne gemacht. Was das zu bedeuten hat? Wir klären auf: Handelte es sich bei Marvel: Ultimate Alliance noch um ein waschechtes Hack 'n Slay mit zahlreichen Rollenspiel-Elementen wurde der Fokus jetzt verstärkt auf die Action gelegt. Für den ein oder anderen mag das im ersten Moment nicht unbedingt negativ sein, doch die Praxis belehrt uns schnell eines Besseren. Konnte man früher noch eine ganze Latte an Spezialmanövern pro Superheld freischalten, stehen ab sofort nur noch vier dieser Specials pro Charakter zur Verfügung. Zwar kann man diese ebenfalls mithilfe von zuvor gesammelten Erfahrungspunkten aufwerten, doch ist man in der Charakterentwicklung deutlich mehr eingeschränkt. Das mindert auch den taktischen Tiefgang des Spiels. Entscheidet man sich zudem für die Automatikfunktion beim Verteilen der Attributpunkte, bleibt quasi "nur" noch ein reines Actionspiel übrig.
Nach wie vor zieht man mit bis zu vier Superhelden gleichzeitig in den Kampf, zwischen denen man jederzeit per Knopfdruck wechseln kann. Euer Team könnt ihr aus einem umfangreichen Pool aus über zwei Dutzend Marvel-Figuren zusammenstellen. Darunter befindet sich eigentlich alles, was in der Comicszene Rang und Namen hat. Von Captain America über Iron Man bis hin zu Deadpool und Wolverine ist nahezu jeder halbwegs bekannte Held vertreten. Die interessanteste Neuerung setzt bei besagtem Teamprinzip an.





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