Michael 'Michos' Günther | 02.02.2010, 16:51 Uhr
MAG
MAG mag ich
Fazit zum Test von MAG
Kein Killerspiel, sondern kommunikativer HeilshooterAller Skepsis zum Trotz ist MAG ein Shooter der herausragenden Sorte. Nicht bloß durch die Eigenschaft, dass darin 256 Soldaten wild mit ihren Kriegsspielzeugen herumtollen können, sondern besonders wegen der vergnüglichen Missionsvielfalt und dem spielergenerierten Schwierigkeitsgrad. Mittels Kommunikation, Schützenhilfe und ambitionierten Feldärzten, ohne eine gesonderte Charakterklasse dafür wählen zu müssen, schiebt sich dieser Titel in den Vordergrund des Genres.
Doch schwingen auch einige Mankos mit dem Exklusivtitel für Sonys Schwarze mit, die sich leider so einfach und zahlreich auflisten wie seine Vorteile. Grafisch ist es MAG leider nicht vergönnt im Konkurrenzkampf mit Titeln wie Modern Warfare 2 oder Battlefield: Bad Company 2 mitzuspielen. Auch die Tatsachen, dass kein Einzelspielermodus verfügbar ist, keine Geschichte erzählt wird und damit gen null strebende Hollywoodatmosphäre im Spiel verkommt, lassen den hochgezogenen Mundwinkeln eine gerümpfte Nase zum Gesichtsnachbarn werden.
Und dennoch ist MAG eine ernstzunehmende, abwechslungsreiche, intensive Bereicherung des Shootergenres und absolut berechtigt in einem Satz mit den großen Wettbewerbsteilnehmern von Infinity Ward und DICE genannt zu werden. Es ist erfrischend anders und setzt vor allem auf Kommunikation und das Zusammenspiel (, das vorwiegend aus Heilung der Gefährten besteht), was in vielen Spielen oftmals eher als Randerscheinung wahrgenommen werden muss.
Pro
- Aktionen zur Missionserfüllung bringen Bonuserfahrung und begünstigen eine gewisse Grundordnung im Spiel.
- stabile Server – nahezu keine Lags
- einzigartige Befehlsstruktur mit bis zu 256 Spielern
- interessante und gute Charakterentwicklung
- Teamplay ist von besonderer Wichtigkeit
- lange Spieldauer
Kontra
- Kollisionsabfrage bei Hindernisüberwindung sehr unnachgiebig
- Funksprüche nicht abstellbar
- Keine deutschen Server – alles international
- kein Singleplayer
- kein Offlinemodus (Bots, Netzwerk)
- Chatmodus erst in leitender Position möglich
- Grafisch hinter der Konkurrenz
- zu wenige Modi und Karten





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Driman
02.02.2010, 19:16 Uhr
redevil
02.02.2010, 19:08 Uhr
Quietschgurke
02.02.2010, 17:44 Uhr
Die 256 Spieler sind in erster Linie Bestandteil der großen Kriegsatmosphäre. Rein spielerisch ist es gar kein wirklich großer Pluspunkt, das stimmt - damit macht es sich nur leichter im Marketing. Das wirkliche herausragende Merkmal ist die Tatsache, dass die Gruppendynamik im Squad und darüber hinaus über Sieg und Niederlage entscheidet - und das ohne die Beschränkung auf Charakterklassen.
Und in Bezug auf den "ersten Schritt" denke ich, dass das längst noch nicht alles ist. Mit drei Modi und einem riesigen Potenzial lässt sich da noch so einiges machen. Mich würde es doch sehr stark wundern, wenn da nicht noch was nachkommt. Schließlich ist das ein reines Onlinespiel. Die Planer haben sicher schon ein ganz ausgezeichnetes Bezahlmodell für neuen Content.
Alurian
02.02.2010, 17:35 Uhr
Ich weiß nicht so recht. Für mich ist das 256-Spieler-Feature irgendwie kein wirklicher Kaufgrund. Sinn würde sich für mich erst ergeben, wenn das ganze in einer persistenten Welt stattfinden würde, und sich die Territorien und Einflussbereiche der verfeindeten Fraktionen ständig durch die Kämpfe der Spieler verschieben würden. Aber vielleicht ist MAG ja auch nur der erste Schritt dahin... :)