Lips: Deutsche Partyknaller - Test
Spiel mir das Lied von Samy!
Die kleinen Räumlichkeiten füllen sich mehr und mehr, als auf einmal die beiden Stars des Abends mitten unter den Gästen stehen: Die Hamburger Legende Lotto King Karl und Samy Deluxe geben sich die Ehre, um die Veröffentlichung der Partykracher zu feiern. Und dabei wäre es doch gar nichts Besonderes, wenn LIPS sich nicht gegen die harte Konkurrenz aus dem Hause Sony behaupten müsste. Laden Videospieler mit einer PlayStation und SingStar samt Mikrofonen schon seit mehreren Jahren zu abgedrehten Karaokeparties, versucht Microsoft mit seinem Pendant auf der Xbox 360 erst noch mehr oder minder begabte Sänger an die Konsole zu binden. Warum LIPS Deutsche Partykracher aber nicht als einfacher Download im Handel steht, bleibt noch immer fragwürdig, könnten die Tracks doch ebenso gut über die Datenleitungen auf die Konsole flitzen. Spielerische Veränderungen suchen Hobbysänger schließlich fast vergeblich.
Selbst für Samy Deluxe ist es kein Kinderspiel, den eigenen Track in "LIPS: Deutsche Partyknaller" perfekt einzusingen.
Kleine Avatare lassen sich übrigens auch erstellen und so sieht man flink einen virtuellen Samy Deluxe neben Lotto King Karl stehen. Schick ist das in jedem Fall und die Animationen der kleinen Racker sind ebenso unterhaltsam wie die nächste Party mit dem Spiel, denn das ist garantiert. Stellt sich nur die Frage: Kann eigentlich ein Musiker seinen eigenen Track im Spiel am besten performen? Scheinbar nicht. Schließlich lässt Samy schon vor seiner Darbietung von „Bis die Sonne rauskommt“ entschuldigend durchblicken, dass er das Lied besser ein wenig tiefer hätte einsingen sollen. Und er hat recht, eigentlich ist der Track zu hoch für seinen einzigartigen Stil. Und so erspielt der Künstler tatsächlich nur eine magere Wertung. Ob das Publikum das besser kann? Dazu später mehr, wenn es heißt „Spiel mir noch einmal das Lied von Samy“.





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