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Plattformen:
NDS, PS3, Wii, XBox 360
Release:
Nintendo DS: 27. November 2009
Playstation 3: 27. November 2009
Wii: 27. November 2009
XBox 360: 27. November 2009
Status:
Released
Publisher:
Warner Bros.
Entwickler:
TT Games
Genre:
Anderes
USK:
Alle Altersstufen
Offizielle Seite:
xbox.com
Fanseite:
keine Angabe

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Denis Brown | 28.11.2009, 20:12 Uhr

LEGO Rock Band - Test
Klotzen statt kleckern

1 Wertung

Gründe eine Band und rocke die Klötzchenwelt! Auf den ersten Blick geht es bei LEGO Rock Band nur um den üblichen Musikspielspaß, dem zur Abwechslung niedliche dänische Plastikrocker untergejubelt wurden. Schaut man genauer hin, ergeben sich noch mehr Vorteile aus der Verschmelzung beider Marken. Schade nur, dass das Endprodukt in manchen Aspekten sehr stiefmütterlich daherkommt.
Worum es bei den aktuellen Musikspielen mit Plastikgitarre, Mini-Drums und Mikrofon geht, sollte nach so vielen Vertretern klar sein. Wenn nicht, dann bitte ich um das Nachschlagen früherer Rock Band-Tests, denn ich möchte gleich zum Kern der Sache kommen: Warum ausgerechnet Lego? Rock Band hält sich doch als Marke ganz gut! Nun, Rock Band hält sich hauptsächlich durch das riesige Download-Angebot am Leben. Dadurch mangelt es aber an Präsenz auf dem Ladenregal. Konkurrent Guitar Hero macht sich hingegen mit unzähligen Ablegern breit und dominiert somit auch die Displays bei Media Markt, Saturn, GameStop und Co. Keine gute Ausgangsposition für so ein ambitioniertes Musikspielprojekt wie Rock Band. Und die bisherige Zwischenlösung in Form von exportierbaren Trackpacks scheint nicht zu fruchten; speziell hier in Europa nicht. Was aber auch teilweise daran liegen mag, dass Kunden und einige oberschlaue Kollegen aus der Presse diese Erweiterungsdiscs wie volle Spiele bewerten. Kurzum: Es musste eine Lösung her. Und am besten gleich eine, die nicht nach Ausschlachtung riecht.

Mit Sicherheit ist Marktpräsenz nicht der einzige Grund, der Harmonix dazu bewegte, eine Kooperation mit Warner Interactive und deren Studio Travelers Tales einzugehen. Aber es ist der offensichtlichste, denn außerhalb der USA ergibt die Verschmelzung der Marken LEGO und Rock Band nicht mehr Sinn, als ein grafisch witziges Spin-off mit niedlichen Plastikrockern. In Deutschland zum Beispiel erhalten die meisten Musikspiele eine Freigabe für alle Altersstufen, da „kreative Ausfälle“ wie das böse F-Wort sowieso schon zensiert werden. Innerhalb der Vereinigten Staaten und vielen anderen englischsprachigen Nationen garantiert der niedliche Aufguss allerdings absolut jugendfreie Texte. Während die Textzeile „Nature is a whore“ aus Nirvanas „In Bloom“ für eine französische Familie noch als sprachlich gewagtes, aber sowieso nur abstrakt verstandenes Gleichnis gilt, bringt das amerikanische Muttis schon mal auf die Barrikaden. Wenn nicht sogar vor einen Richter. Daher sind Rock Band und Co in den USA erst ab zwölf Jahren freigegeben. LEGO Rock Band hingegen ab sechs.

Damit das Paket auch rund ist und Warners Auskopplung ebensoviel Aufmerksamkeit erfährt, wie die Hauptableger, erfüllt das Spin-Off gleich noch ein paar weitere Zwecke. Zum Einen ist es ein weiteres Trackpack, denn alle Songs des Lego-Ablegers lassen sich auf Xbox 360 und PS3 auf die Festplatte überspielen, um die Rock Band 2 -Songliste zu erweitern, wenn auch nicht ohne Hürden. Diesmal funktioniert der Export nur ein Mal pro Disc durch die Eingabe eines beigelegten Codes auf einer Webseite. Mit diesem wird nur ein einziges Mal ein Downlaod-Code für den jeweiligen Konsolen-Service ausgespuckt. Damit soll verhindert werden, dass die Disc lediglich aus der Videothek ausgeliehen und exportiert wird. Zumal der Spaß ganze zehn Euro kostet, was für 45 bereits bezahlte Titel wirklich die Obergrenze der Toleranzschwelle darstellt. Leider schauen Wii-Spieler in die Röhre und dürfen gar nicht exportieren.

Bis auf einige kleine Anpassungen gleicht das Gameplay von LEGO Rock Band dem des Mutterspiels. Noch immer dürfen vier Pseudo-Musiker auf Gitarre, Bass, Drums und Mikro abrocken.

Zum Anderen haben sich Harmonix und Travelers Tales einige Titel aufgehoben, die LEGO Rock Band für Partys interessant machen. Gemeint sind Songs wie „The Final Countdown“ (Europe), „We are the Champions“ (Queen) oder „Crocodile Rock“ (Elton John), die zwar Kultfaktor besitzen, aber in ein kitschig bis feucht-fröhliches Subgenre fallen. Wobei die Auswahl ungemein anspruchsvoll ist. Im Gegensatz zum kürzlich getesteten Band Hero fällt die Anzahl weichgespülter Weichei-Tracks ziemlich gering aus. Stattdessen erschallen tolle Klassiker aus allen Jahrzehnten aus den Boxen. David Bowies„Let's Dance“ füllte in den 80ern die Tanzflächen, „Every little thing she does is Magic“ von the Police gehört zu den schönsten Songs der Truppe, und Iggy Pops „Passenger“ sorgt noch heute für wild im Moshpit herumhoppelnde, laut „la la la“ grölende Festivalbesucher. Von Song 2 ganz zu schweigen.

Der Schwierigkeitsgrad bleibt dank Charting von Harmonix auf dem gewohnten Level. Für Einsteiger und Kids steht ein neuer, noch einfacherer Schwierigkeitsgrad bereit.

1 Wertung




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