Lego Indiana Jones 2 - Test
Indy, warum bist du aus Plastik?
Dementsprechend bietet euch auch das neue Abenteuer des smarten Geschichtsprofessors genau das, was man als Kenner der anderen Lego-Spiele zu schätzen weiß. Den Fedora auf den Kopf gesteckt, die Lederjacke auf das Brustteil gepinselt und die Peitsche in die Zweifinger-Hand geklemmt hüpft, knobelt und kämpft sich das Harrison Ford-Imitat aus Kunststoff durch farbenfrohe Level. Im Vordergrund steht dieses Mal die Jagd nach dem Kristallschädel, weshalb sich Freunde des klugen Draufgängers vorher unbedingt den entsprechenden Film zu Gemüte führen sollten. Der ist zwar nicht wirklich gut, aber wenn man das Original nicht kennt, ist die Persiflage nur halb so witzig und so mancher Gag bleibt dem Unwissenden verschlossen. Seinen Reiz zieht Indy nämlich wieder einmal aus der Karikatur des Altbekannten. Schlüsselszenen wurden fast 1:1 übernommen und anschließend um die ein oder andere humoristische Einlage erweitert. Das Resultat sind erneut komische Parodien einer Ikone, die sich -wie der Film zeigt- auch selbst nicht mehr ganz ernst nimmt.
Drei-Tage-Bart. Peitsche und Schlapphut - selbst als stilisiertes Lego-Männchen meint man Harrison Ford noch zu erkennen.
Verliert der eigene Charakter all seine Energie, so zerspringt er in viele kleine Schraubteilchen, die man erneut einsammeln kann, um das beim Tod durch einen Malus von 1000 Punkten belastete Spielkonto wieder aufzufüllen. Diese Punkte erhält man durch das Abschließen von Leveln, Besiegen von Gegnern, Lösen von Rätseln und natürlich, indem man wild fuchtelnd das gesamte Interieur und Exterieur zu Klump haut und alle herumliegenden Kleinteile aufsammelt.
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