Wir haben uns die Hack´n´Slay-Hoffnung aus Hamburg angeguckt und -gespielt. Der September wird ganz heiß!
Einen Tag noch und die Ausbildung des jungen Helden zum Paladin wäre abgeschlossen. Oft kommt es aber anders als man denkt. So auch bei Legend- Hand of God. Um noch einmal in sich zu gehen, zieht sich der junge Held an ein lauschiges Plätzchen zurück, um ungestört meditieren zu können. Als er wieder zu sich kommt, beschwingt ihn ein seltsames Gefühl. Schnellen Schrittes kehrt er zum Kloster zurück und muss feststellen, dass alles zerstört ist. Ein kurzes Gespräch mit einen dahinsiechenden NPC verrät dem Spieler, dass einige üble Schergen das Kloster überfallen haben, sie sind auf der Suche nach dem Artefakt "Hand of God", welches der Orden seit Jahrhunderten beschützt. Weise Männer des Ordens haben es aber bereits vor dem Angriff weggeschafft. Es befindet sich nun an einem bisher sicheren Ort, aber um auf Nummer sicher zu gehen, muss sich der Held aufmachen und das Artefakt besorgen.
Das Cinematic Combat System ist besonders bei großen Gegnern sehr eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Die Story von Legend - Hand of God unterscheidet sich etwas von der anderer Genrekonkurrenten. Denn anstatt einen Charakter vor Beginn des Abenteuers zu erschaffen, wird der Held von den Entwicklern vorgegeben. Dieser Schritt hat auch seine Gründe, wie uns Jan Beuck Creative Director und Mitbegründer von Master Creating, erzählte. Denn oft genug beobachtet man in Spielen, dass man zwar viele tolle Einstellungsmöglichkeiten hat, doch die Story wird nur lieblos nebenbei erzählt. In Legend möchte man vielmehr eine auf den Charaktere zugeschneiderte Story erzählen, die einen richtigen persönlichen Bezug zum Hauptcharakter hat.
Aber nicht nur im Erzählen von Geschichten geht Master Creating neue Wege. Mit dem "Cinematic Combat System" möchte man weg von den 08/15-Kämpfen, in denen der Hauptcharakter immer wieder die gleiche Handbewegung ausführt. Egal ob er nun gegen einen kleinen Goblin oder einen riesigen Drachen kämpft - in Legend wird es für fast jeden Gegnertypen mehrere individuelle Bewegungsabläufe geben. So versucht der Held bei einem Troll, der eine hohe Kampfreichweite aufweist, per Sprung einen Treffer zu erzielen, während er bei kleineren Gegnern von oben herab draufhaut. Besonders begeistern konnten die Finishing Moves; unregelmäßig führt der Held besondere Attacken aus, um den Gegner gekonnt ins Nirwana zu befördern.
Die Lichtfee agiert nicht nur als Mauscursor, sondern leuchtet die Umgebung mit tollen Grafikeffekten aus. Außerdem gibt sie Tipps und Tricks und mitunter erhält der Spieler so gar Quests.
Die Steuerung ist genretypisch einfach und beschränkt sich auf Wunsch komplett auf die Bedienung mit der Maus. Natürlich ist es aber sinnvoll, die verschiedenen Shortcut-Möglichkeiten der Tastatur zu nutzen. Primär legt man die am häufigsten benutzten Aktionen auf die drei Maustasten - dazu gehören Bewegen, Schlagen und Zauber sprechen. Als etwas anders erweist sich allerdings der Mauscursor des Spiels, denn anstelle eines typischen dreieckigen Pfeils bewegt sich eine leuchtende Fee über den Bildschirm. Dies ist nicht nur ein hübscher optischer Effekt - insbesondere in dunklen Dungeons - sondern hat auch durchaus gameplay- und storytechnische Bewandtnis. Die Lichtelfe gibt dem Spieler wertvolle Tipps und Tricks - frei nach dem Motto: "Da liegt ein besseres Amulett als dein jetziges" - und manchmal werden sogar Quests freigeschaltet.
Raylord
04.06.2007, 17:25 Uhr