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League of Legends - Riot im Visier von eSport-Persönlichkeiten

Nach einem Interview von TSM-Besitzer Reginald steckt Riot Games in Erklärungsnot.

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Wer in der League of Legends Community aktiv ist, hat derzeit die fragwürdige Ehre einen Blick hinter das eSport-Geschäft zu werfen und eine Schlammschlacht zwischen Publisher Riot Games und den Besitzern von Profi-Teams zu beobachten - doch worum geht es eigentlich?

Ursprung im Interview


Die derzeitige Diskussion um Geld und Kontrolle bei Riot Games entspringt einem Interview von the score esports mit TSM-Besitzer Reginald. Gegenüber dem ehemaligen Profi-Spieler Scarra kritisierte er das Verhalten von Riot in Bezug auf Patches und große Veränderungen, die teils vor den Weltmeisterschaften getätigt werden.

"Stell Dir mal vor, die NBA wechselt kurz vor einem großem Turnier Basketbälle mit Bowlingkugeln aus," sagte er um sein Argument zu untermauern. Er ist der festen Überzeugung, dass die stetigen Änderungen an den Champions ein Grund dafür sind, dass Spieler schneller ausbrennen, da sie hart trainieren um Ziele zu erreichen nur um mit dem nächsten Patch eine Änderung vorgesetzt zu bekommen, die jegliche investierte Mühe null und nichtig macht.

Riot reagiert auf Reddit


Um die schweren Vorwürfe nicht unbeantwortet zu lassen antwortete Riot-Mitbegründer Mike "Tryndamere" Merril auf einen Reddit-Thread zum Video und verlangt, dass Reginald, wenn er so besorgt sei, die Millionen Dollar, die er mit League of Legends verdiene, lieber in seine Spieler investieren solle, als in weitere eSports-Titel die "nur Verlust generieren".

Zwar gestand er ein, dass Riot mit dem Timing des Juggernaut-Updates kurz vor den letztjährigen Worlds mist gebaut habe, findet jedoch, dass Patches generell nur gute Veränderungen mit sich bringen und die Teams als Teil ihres Jobs darauf eingestellt sein müssen.

Die Millionenlüge


Seit der schnippischen Antwort, die schnell editiert wurde, diskutieren sowohl die LoL-Community, als auch eSport-Spieler über die ungesunde Einstellung von Merril. Montecristo, Mitbesitzer der Organisation Renegades, machte ein ausführliches Video über den finanziellen Aspekt in League of Legends und legt dabei offen, welche Steine Riot den Spielern und den Organisationen in den Weg legt.




Laut Montecristo unterbindet Riot beispielsweise die Zusammenarbeit mit Sponsoren und die Teams erhalten kein Geld für die Werbung, die während der LCS geschaltet wird. Zwar erhalten Spieler und Teams - ähnlich wie bei CS:GO - einen Anteil an verkauften LoL-Icons, der Verkauf von Aufklebern in CS:GO soll jedoch weitaus lukrativer sein.

Monte und NME-Besitzer Chachi decken sich in ihren unabhängig getätigten Aussagen über Spieler-Gehälter und geben beide einen Verdienst von ungefähr 200.000 US-Dollarn jährlich für Profi-Spieler an. Während man fünf Spielern also rund eine Millionen Dollar Gehalt pro Jahr zahlt und dazu noch ein Team-Haus, Visa, Reisen, etc. abrechnen muss, liegt der jährliche Verdienst durch League of Legends bei vergleichsweise schlappen 280.000 US-Dollarn. Merrils Forderung, die Spieler besser zu bezahlen, ist also leichter gesagt als getan.

Nicht zu vergessen: Die Caster


Bevor die Geschichte von einer weiteren Antwort seitens TSM abgerundet wird, gibt es noch einen Schock zu verdauen. Montecristo, der selbst als engagierter Caster ist, legte offen, dass Riot auch bei den Kommentatoren spart. Diese erhalten nicht nur viel weniger Geld als bei anderen eSport-Anbietern, sondern sind vertraglich daran gebunden, keine anderen Jobs anzunehmen. Am letzten MSI-Turnier nahm er selbst nicht teil, da Riot ihm nur die Hälfte des durchschnittlichen Gehaltes zahlen wollte und selbst kleinste Erhöhungen ohne Umschweife abwinkte.

Der Kreis schließt sich


Zum Abschluss bestätigte Reginald die Einschränkungen, über die Monte großzügig geplaudert hatte und sagte noch einmal klipp und klar, dass er an League of Legends sicher keine Millionen verdienen würde und in andere eSport-Titel investiert, weil es finanziell sonst schlichtweg nicht tragbar wäre. Das Verbot für Sponsoren streckt sich im übrigen so weit, dass TSM ein Video von ihrem Youtube-Kanal löschen mussten, welches für HTC warb.

Ob der Shitstorm für Veränderung sorgen wird, bleibt abzuwarten.

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