L.A. Noire - Preview
Rusty, hol schon mal den Wagen
Für die Presse war die einst hübsche, dann aber zerstückelt aufgefundene Elizabeth Short ein gefundenes Fressen. Der Körper der Frau wurde in zwei Hälften geschnitten, wobei die Präzision des Täters zweifelsfrei auf medizinische Kenntnisse hindeutende und ganz nebenbei auch dessen Leidenschaft für Gewalt offenbarte – also ein ausgewiesener Psychopat. Auf dem Körper hinterließ der Mörder eine Botschaft und wandte sich immer wieder mit Briefen an die Polizei oder sogar direkt an die Presse, um in den Medien präsent zu bleiben. Bis heute ist der Fall der schwarzen Dahlie nicht aufgeklärt und knapp 64 Jahre nach den Geschehnissen wird es natürlich nicht leichter.
Aber springen wir wieder zurück in der Zeit und in die Rolle von Cole Phelps, dem strebsamen Polizisten, der natürlich auch schon viel vom „Black Dahlia“-Mord gehört hat und nun seine Rückschlüsse zieht. Die Gemeinsamkeiten der Fälle stechen aber auch ins Auge; insbesondere als noch ein weiteres Opfer entdeckt wird. Und eh wir uns versehen, stecken wir mittendrin in den „Silk Stocking Murder“- Ermittlungen. Da ist die nackte Frauenleiche, auf deren Bauch eine Nachricht geschrieben wurde. Zudem wirkt der ganze Tatort wie eine Inszenierung von jemandem, der mit der Polizei seine Spielchen treibt. Es erinnert an eine Schnitzeljagd: Blutspritzer führen unsere Ermittler durch die Gasse, über die Feuerleiter und eine Regenrinne auf ein Dach. Überall sind vom Täter bewusst weitere Hinweise platziert, die nicht nur zur Identität, sondern auch zur Adresse des Opfers führen.
Ich bin bei der Präsentation in München nicht nur einer Spur aus Blut gefolgt, sondern hatte zu diesem Zeitpunkt auch welches geleckt. Das lag einfach an der Anordnung der Hinweise, mit der es die Entwickler geschafft haben, mich in den Bann zu ziehen. Alles deutete darauf hin, dass ich einem brutalen, spannenden und nervenaufreibenden Fall gegenüberstand. Ohne lange zu fackeln, zieht es mich daher zusammen mit Galloway in die Wohnung des Opfers. Auf dem Weg könnt ihr euch entscheiden, ob ihr selber zum Steuer greift oder euren mürrischen Kollegen dahinter Platz nehmen lasst. Letzteres hat den Vorteil, die Fahrt durch Los Angeles der vierziger Jahre vom Beifahrersitz aus genießen zu können, wobei die Kamerasicht bereits durch Taxifahrten in GTA bekannt ist.
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Shelyna
04.03.2011, 20:25 Uhr